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Rezension - Der Ickabog von J.K. Rowling

  «Es war einmal ein kleines Land, das hieß Schlaraffien ...», beginnt das Märchen. Die Legende vom Ickabog, erzählt man Kindern, damit sie keinen Blödsinn machen. Schlaraffien ist ein wundervolles Land, in dem es allen Einwohnern sehr gut geht. Das Land wird regiert von einem selbstverliebten Tölpel, einem sehr naiven König, Fred, der sich der Furchtlose nennt. Natürlich gibt es keinen Ickabog, alles Fantasy, Mythen! Doch halt, warum nicht, sagen sich die zwei Berater des Königs, zwei raffinierte Schleimer. Zunächst einmal müssen sie eine eigene Tat vertuschen und dabei geht ihnen auf, wie sie mit der Angst vor dem Ickabog ein riesiges Geschäft machen können, den König völlig unter Kontrolle bekommen. Klasse erzähltes Märchen mit Wortspielerei und Humor. Weiter zur Rezension:  Der Ickabog von J.K. Rowling

Rezension - Nichts los im Wald von Mireille Messier und France Cormier

  Eine Familie beim Campingausflug im Wald: Zelt aufgebaut, alles eingeräumt und schon ist es Abend. Gemütlich sitzt man am Lagerfeuer, grillt, geht später schlafen. Ein Junge stellt die Frage danach, was wohl die Tiere im Wald machen, während die Menschen schlafen. Der Vater ist der Meinung: Nichts Besonderes. Wie falsch seine Ausführungen waren, wird ihm am nächsten Morgen klar. Der Clou an diesem Bilderbuch ist der Widerspruch. Alles, was der Vater sagt, wird von der Zeichnerin widerlegt. Und das ist ziemlich spaßig! Nachtaktive Tiere sind sehr kreativ! Ab 4 Jahre Weiter zur Rezension:  Nichts los im Wald von Mireille Messier und France Cormier

Rezension - Lutz Geißlers Almbackbuch von Lutz Geißler

  Dieses Sachbuch ist ein Schwergewicht, nicht nur durch mehr als 450 Seiten, für Anfänger halten wir es nicht geeignet, dafür wird zu wenig erklärt. Wer mit dem Brotbacken Erfahrung hat, wird hier ein Füllhorn von Brot und Brötchenrezepten finden. Und neben dem Brotbacken gibt es eine Menge interessante Informationen. Lutz Geißler ist Geologe und er beschreibt uns zunächst die Entstehung der Alpen, die eindrucksvolle Landschaft der Hohe Tauern, und die jahrhundertealte Geschichte der Kalchkendlalm im Raurisertal. Brotrezepte durch die Weltgeschichte, hier wird jeder fündig. Weiter zur Rezension:    Lutz Geißlers Almbackbuch von Lutz Geißler

Rezension - Gruß aus der Küche von Rita Jost, Heidi Kronenberg und Nora Ryser

  Texte zum Frauenstimmrecht Gruß aus der Küche: Texte zu 50 Jahre Frauenstimmrecht der Frauen in der Schweiz. Ist es nötig, noch heute darüber zu sprechen? In der «Urdemokratie» der Schweiz hat es gedauert, bis die Frauen ihr Wahlrecht bekamen. Eben weil es urdemokratisch ist; nicht eine Regierung hat dies gesetzmäßig bestimmt, sondern die Wähler mussten entscheiden: die Männer! Feine Texte zum Thema Gleichberechtigung von 30 Autorinnen, Kolumnistinnen und Historikerinnen. Weiter zur Rezension:  Gruß aus der Küche von Rita Jost, Heidi Kronenberg und Nora Ryser

Rezension - Pollo d'Oro von Bernie Rieder-Grandits

  Ob gebraten, geschmort, gebacken oder frittiert, in Stücke geschnitten, Brust, Keule, Flügel, Innereien, oder auch mal im Ganzen, ob als Suppe, zum Risotto oder mit Wein, ob mit aufregenden Gewürzen oder ungewöhnlichen Marinaden zubereitet – Huhn schmeckt immer und lässt viel Spielraum für Experimentierfreudige. Das Huhn ist auf der gesamten Welt im Kochtopf beliebt: Europäisch, asiatisch und orientalisch, kein Fleisch bietet mehr Zubereitungsmöglichkeiten. Und genau darum ist dieses Buch ein dicker Wälzer geworden. Abwechslungsreiche Eier- und Hähnchengerichte aus aller Länder Küchen werden von Bernie Rieder hier präsentiert. Ein Standardwerk zum Thema Huhn für jeden Geschmack. Weiter zur Rezension:    Pollo d'Oro von Bernie Rieder-Grandits 

Rezension - Neue Irre - Wir behandeln die Falschen von Manfred Lütz

  Eine heitere Seelenkunde. Auf dem neuesten Stand der Forschung Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, ist nicht nur Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, er hat auch Philosophie und katholische Theologie studiert, was diesem «Sachbuch» deutlich zu erkennen ist. Ich werde meine Rezension in der Bewertung hauptsächlich darauf ausrichten, mit welcher Intension Manfred Lütz das Buch meiner Meinung nach geschrieben hat – für absolute Laien. Fachleute werden an vielen Stellen aufschreien, widersprechen, vieles so gar nicht humorig empfinden, das Ganze als pauschal und übertrieben und oberflächlich abhaken: Im Plauderton Psychiatrie im Schnelldurchgang. Die Stärke dieses Buchs ist eben der amüsante Plauderton, für jedermann verständlich, denn in der Hauptsache geht es um Akzeptanz. - Aber genau das ist auch das Problem mit diesem Buch. Weiter zur Rezension:    Neue Irre - Wir behandeln die Falschen von Manfred Lütz

Rezension - Der Schwur von Sunil Mann

  Marisa Greco, ehemalige Flugbegleiterin und Bashir Berisha, Türsteher und Privatdetektiv, gründen in Zürich eine Agentur: Aufträge erledigen, die Menschen ungern abwickeln. Kaum gestartet, sollen sie für die Nigerianerin Joy einen Koffer aus einer Wohnung holen, in dem sich ihr Pass befindet, den ihre Zuhälterin einkassiert hatten. Joys vierzehnjährige Schwester Faith ist an die gleichen Menschenhändler geraten wie sie damals, und sie muss Faith abfangen, bevor sie in Zürich weggesperrt wird. Dort gibt es zwei rosa Koffer. Bashir greift sich beide und damit nimmt der Ärger seinen Lauf. Hochspannung, komplexe Story durch Mehrperspektivität – die Thematik ist sauber recherchiert, gnadenlos auf den Punkt gebracht! Prostitution, Menschenhandel, Drogenhandel, Organhandel, Aberglauben und Schweizer Politik gehen Hand in Hand beim Flüchtlingsthema. Klasse. Weiter zur Rezension: Der Schwur von Sunil Mann

Rezension - Mein Lachen und Weinen von Maryse Condé

  Die Kindheitserinnerungen der Nobelpreisträgerin Maryse Condé aus Guadeloupe aus den vierziger und fünfziger Jahren sind in diesem Band als Kurzgeschichten erschienen. Sie wächst in einer Beamtenfamilie der schwarzen Oberschicht auf. Die Zwänge ihrer Gesellschaft und Rassenkonflikte lassen sie rebellieren. Ihre Eltern fühlen sich als privilegierte «Grands Nègres», als vollwertige Franzosen, das Heimatland ist Frankreich – obwohl sie in der Kolonie Guadeloupe geboren sind, hier ihre familiären Wurzeln haben. Maryse fühlt sich in der «Hauptstadt» Paris nicht wohl. Im Nachkriegs-Paris sehen die Leute anders aus, nämlich weiß, aber nicht nur wegen der Hautfarbe fällt die Familie auf. Und die Afrikaner sprechen gut französisch, stellen die Pariser fest … Frankophonie, Rassismus, Dekolonialisierung sind die Themen, die hier fein mitschwingen. Weiter zur Rezension:   Mein Lachen und Weinen von Maryse Condé

Rezension - Fingerstempeln - Kratzbücher - Samtmalbücher

  Ein Fingerabdruck hier, ein paar Striche dort – mehr braucht es nicht: Schon schwimmen lustige Meeresbewohner umher, U-Boote gehen auf Tauchgang und fröhliche Seeotter suchen nach Futter. Dieses Buch zeigt Schritt für Schritt, wie leicht man aus Fingerabdrücken lebendige Figuren entwickeln kann! Kratzbücher, Samtmalbücher – verschiedene Techniken, sich die Zeit zu vertreiben. Hier stelle ich Kreativbücher vor. Beschäftigungsbücher für verschiedene Altersstufen von 3 Jahren bis Grundschule. Weiter zur Rezension:    Fingerstempeln - Kratzbücher - Samtmalbücher

Rezension - Der Schneeflockensammler von Robert Schneider und Linda Wolfsgruber

  Eine wunderschön poetisch geschriebene Geschichte über einen verträumten Jungen, der viel Zeit mit Nachdenken verbringt und fasziniert ist von den kleinen Dingen der Welt im Lauf der Jahreszeiten: den Eigenheiten der Blätter, der Steine und der Schneekristalle, die ihn besonders begeistern. Immer wieder entrückt Wilson Bently bei der Arbeit, beschäftigt sich mit den Details der Natur. Schau dir das Ulmenblatt an, es hat die gleiche Form wie der Baum, in der Mitte der Stamm, die Verästelung der Blattadern, wie ein kleiner Baum. Schneekristalle begeistern ihn. Wilson Bently ist eine reale Person – es ist eine Biografie. Linda Wolfsgruber taucht die Erzählung in winterliches Blau-Weiß ein, Grafiken, die sich in die Tonalität von Robert Schneider einpassen. Empfehlung! Bilderbuch ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Schneeflockensammler von Robert Schneider und Linda Wolfsgruber