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Rezension - Agentin Yeshi von Gabriela Kasperski

  Die zehnjährige Yeshi ist dunkelhäutig und adoptiert, lebt in Zürich bei ihrer Mutter. Der neue Lehrer, Herr Bernasconi, möchte mit den Schülern ein Weihnachtsmusical aufführen. Yeshi möchte nun die «Belle» spielen, da die «Die Schöne und das Biest» aufgeführt werden soll. Liv, die Neue, ist schnell das beliebteste Mädchen der Klasse, pocht auch auf die Rolle, erklärt, Yeshi ist schwarz und kann keine Prinzessin spielen. Es gibt keine schwarzen Prinzessinnen. Mit ihrem steinfelsbetonharten Kopf, ihrem Tanzfuß und dem Flatterherz will Yeshi das Gegenteil beweisen. Insgesamt finde ich das Buch mit kleinen Abstrichen sehr lesenswert. Sprachlich gelungen, turbulent, spannend, humorvoll, eine starke Heldin, die garantiert nicht perfekt ist. Ab 8 Jahren. Weiter zur Rezension:    Agentin Yeshi von Gabriela Kasperski

Rezension - Play von Tobias Elsäßer

  Im Nachhinein gefällt mir der Jugendroman an sich - aber nicht durchgehend. Dummerweise hat das Marketing dermaßen versagt, dass manchem Leser vielleicht die Lust vergeht: «Was würdest du tun, wenn es eine App gäbe, die deine Zukunft vorausberechnen kann?» (Klappentext). Ich hatte ein technisches Buch erwartet, Internet, Netzpolitik. Doch die angekündigte App spielt kaum eine Rolle. Was habe ich bekommen? Eine relativ ruhige Story, nach einem turbulenten Anfang, ein Kammerspiel von zwei jungen Menschen mitten in der Natur, die um sich herumtigern, weil jeder dem anderen etwas verbirgt, seine Familiengeschichte bei sich trägt. Keine Liebesgeschichte! Der Leser wartet auf den Kick mit der App – der nie kommen wird. Insofern spricht der Klappentext die falsche Leserschaft an. Weiter zur Rezension:    Play von Tobias Elsäßer

Kulinarisches, Kochbücher, Brotbacken und vieles mehr

  Kochen, backen, in diesen Zeiten sind die Menschen zu Hause kreativ in allen Bereichen. Nur manchmal fällt einem nichts Neues ein oder man möchte sich mal komplexe Dinge wagen. Urlaubserinnerungen, Urlaubsvorbereitungen, mit dem Kochbuch unterwegs auf der Suche nach Rezepten. Essen und Trinken, etwas, was das Gemüt beruhigt. Ich hoffe, ihr werdet auf dieser Seite fündig: Weltküche, Sterneküche, Brotbacken, Essen, trinken und Reisen, Mediterranes, Vegetarisches ...  Oder schlicht: Man möchte ein gutes Buch verschenken. Neugierig? Hier geht es zur Schlemmerseite: Kulinarische Bücher

Rezension - Rezepte aus der Brasserie von Tim und Katharina Raue

  Tim Raue ist ein Sternekoch und besitzt die «Brasserie Colette», die man in Konstanz, München und Berlin findet, die uns die Kochkultur Frankreichs präsentiert. «Neulich in Paris», beginnt Tim Raue sein Buch, erzählt uns, wie ihn die französische Küche beeinflusst hat, seine ersten Jahre in Frankreich, er erklärt uns das Entstehen der Colette-Idee, seine Liebe zur traditionellen Brasserie-Küche. Viele Rezepte sind Klassiker, doch in eine neue Form gebracht. Es gibt einige Rezepte, die sehr gut nachzukochen sind, andere geben Inspiration. Absolute Hobbyköche, die gern Fonds usw. auf Vorrat anlegen, sind gut bedient. Einige Rezepte liegen neben der Spur der Einkaufsmöglichkeiten. Hier ist nicht alles durchdacht, auch nicht das Vokabular, mit dem der Normalbürger klarkommen kann. Weiter zur Rezension:   Rezepte aus der Brasserie von Tim und Katharina Raue

Rezension - EINFACH ZEICHNEN LERNEN – DER 30-TAGE-WORKSHOP von Mark Kistler

  Einfach zeichnen lernen – mit dem 30-Tage-Workshop. Mit Bleistift! Was soll das, ich will mit Farbe und Pinsel gestalten ... so oft der Unwissende. Doch am Ende der Bleistiftstunden haben sie es kapiert: Die neun goldenen Zeichen-Regeln, die aus der Renaissance stammen sind das Schlüsselkonzept zur perspektivischen, dreidimensionalen Gestaltung. Pflanzen, Objekte, Tiere, Menschen, alles besteht in der Anlage aus Kreisen, Quadern, Dreiecken, Zylindern oder Ellipsen, die nach und nach die Form der gewünschten Figur annehmen. Soweit man nicht ein absolutes Naturtalent ist, wird man keinesfalls mit diesem Buch in 30 Tagen zum Profi-Zeichner, klar. Aber sicher hat man eine Menge gelernt, dass man umsetzen kann und mit viel Übung wird mehr daraus. Empfehlung! Zur Rezension:  EINFACH ZEICHNEN LERNEN – DER 30-TAGE-WORKSHOP von Mark Kistler

Rezension - Wolfssommer von Hans Rosenfeldt

  Ein atmosphärisch dichter und spannender Schweden-Krimi von Hans Rosenfeldt, bekannter Krimiautor und Drehbuchautor (skandinavische TV-Serie «Die Brücke», britische Fernsehserie «Marcella» über Netflix) erwartet uns mit dem Auftakt einer neuen Serie. Die Erwartungen waren hoch. Rosenfeldt hat geliefert. Die Kleinstadt Haparanda, nahe der finnischen Grenze, wird zufällig zum Schauplatz eines Drogendeals. Wer hat die Drogen und das Geld, wer wird sie am Ende bekommen? Der einzige der durchblickt, ist der Leser – Dank Mehrperspektivität. Denn alle Protagonisten tappen im Dunkeln – wissen nichts voneinander. Ein komplexer und spannungsreicher Thriller! Weiter zur Rezension:    Wolfssommer von Hans Rosenfeldt

Rezension - Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod von Jessica Barry

  Ich frage mich, warum man diesem Thriller so viel Werbeaufwand gewidmet hat – mir war es insgesamt zu wenig von allem. Die 30-jährige Ally überlebt einen Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains von Colorado – zwei Personen waren an Bord, der Pilot und sie selbst. Sie erinnert sich der Ratschläge ihres Vaters, wenn sie in ihrer Kindheit in der Wildnis unterwegs waren, durchsucht ihr Gepäck und das des Piloten, packt nützliche Dinge ein, macht sich auf den Weg, die Zivilisation zu finden – ahnt, dass ihr jemand auf den Fersen ist. In der zweiten Perspektive kommt die Mutter zu Wort. Ein seichter Plot mit viel Glück und Zufall, flache Charaktere, alles vorhersehbar – mir fehlte die Spannung und die Tiefe. Weiter zur Rezension:    Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod von Jessica Barry

Rezension - The Haven - Im Untergrund von Simon Lelic

  Action pur, in James Bond – Manier, ein spannender Jugendroman – eben Action – bitte nicht immer nach Logik fragen, wie es bei Herostorys so ist. Die ersten Sätze beschreiben die Entführung von Ollie Turner und seiner Adoptivmutter Nancy mitten in der Nacht. Nancy ist Polizistin – hinter was war sie her? Ollie kann entkommen, und mit Hilfe von einem Jugendlichen namens Dodge flüchtet er durch die unterirdischen Kanäle von London. Doge bringt ihn in The Haven, eine geheime Zuflucht für Kinder, die in Not geraten sind, Straßenkinder, Flüchtlingskinder. Ein Pageturner für Jugendliche, der Spaß macht. Dieser Blockbuster ist ab 12 Jahren ... für zarte Nerven eher etwas ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    The Haven - Im Untergrund von Simon Lelic

Rezension - Konratt - Held der Unterwelt - Eine gefährliche Nacht von Sibylle Rieckhoff, Elli Bruder

  Ratte Konratt hat Hunger. So treibt es ihn aus der Unterwelt der Kanäle nach oben. An dieser Stelle ist die Unterwelt passé. Eine Enttäuschung für mich, denn der Titel versprach etwas vom «Held der Unterwelt», die in diesem Kinderbuch gar nicht vorkommt. Gleich findet er einen Wurstzipfel und rettet Katze Fee vor einem Hund. Sie sind nun auf dem Weg zum Hafen, um ein Fischfilet zu finden, und immer mehr Tiere schließen sich an. Eine nette Kettengeschichte zum Vorlesen, für Erstleser zum Selbstlesen. An dieser Stelle hört für mich die Bewertung fast schon auf. Ab 5 / 6 Jahren Weiter zur Rezension:   Rezension - Konratt - Held der Unterwelt - Eine gefährliche Nacht von Sibylle Rieckhoff, Elli Bruder

Rezension - Tierisch vornehm von Herbert Wittl und Peter Engel

  Eine amüsante Satire um Thema Selbstdarstellung! Peter Engel hat hier in einem kleinen Heft Egozentriker und Protzer zu Wort kommen lassen. Von und zu und rauf und runter, Titel, ein jeder möchte dazugehören zum tierischen Adel. Erlauchte Typen buhlen um ihre Wichtigkeit – eine wundervolle Satire. Aber das Borstentier kann darauf nur einen lassen! In heiterer Reimform unterlegt Herbert Wittl die Grafiken. Weiter zur Rezension:    Tierisch vornehm von Herbert Wittl und Peter Engel