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Rezension - Du lebst ja auch für deine Überzeugung von Wencke Mühleisen

Mein Vater, Otto Muehl und die Verwandtschaft extremer Ideologien Die Mutter von Wencke Mühleisen ist Norwegerin, der Vater hat slowenisch-österreichische Wurzeln. Über den Krieg wurde in ihrer Familie nie geredet (wie wohl in den meisten Familien) – das lässt alle Fiktionen offen, vom Täter bis zum Opfer ist alles möglich. Und als sie beim Aufräumen den alten Brief ihres Vaters wiederfindet, der damals nicht zur Heirat ihrer Schwester erschienen war, beschließt sie, herauszufinden, wer ihr Vater wirklich gewesen ist. Sie selbst lebte neun Jahre in AAO-Kommune von Otto Muehl, hing selbst extremen Ideologien nach. Gibt es Parallelen? Eine interessante Autobiografie. Weiter zur Rezension:  Du lebst ja auch für deine Überzeugung von Wencke Mühleisen

Rezension - Der kleine Fuchs von Edward van de Vendel und Marije Tolman

Ein Bilderbuch, an dem man nicht vorbeigehen sollte – denn inhaltlich wie künstlerisch konnte es mich begeistern. Der kleine Fuchs ist neugierig, wie alle Kinder, denn in der Welt gibt es spannende Dinge zu entdecken. Zu Beginn gibt das Buch den Grafiken den Raum. Der Leser entdeckt mit dem Fuchs seinen Lebensraum: Die Wiese mit Rebhühnern und Reihern – Strand, Meer, Möwen – am Binnengewässer probiert er den Reihertanz – Wald mit seinen Waldtieren – Dünen – und nun verfolgt er einen Schmetterling, achtet nicht auf den Weg … stürzt einen Abhang hinunter, und er fällt in einen tiefen Traum. Ab 4 Jahren Weiter zur Rezension:    Der kleine Fuchs von Edward van de Vendel und Marije Tolman

Rezension - Wieso geht’s hier nicht weiter? von Tomoko Ohmura

Der ganze Verkehr kommt zum Erliegen. Was ist da vorne los?, ruft ein kleiner Junge auf seinem Dreirad. Ein Straßenarbeiter stellt gerade ein «Vorsicht-Stau-Schild» auf und hat auch keine Ahnung. Der Stau auf der Landstraße ist ja auch ziemlich lang: Kinder auf Rollschuhen, mit dem Einrad, dem Tretroller, Skateboard, die Frau mit Baby im Buggy, der Mann mit dem Einkaufskorb, ein Junge im Rollstuhl. Alles, was Räder hat, ist unterwegs. 50 verschiedene Fahrzeuge: Betonmischer, Omnibus, Viehtransporter, Wohnmobil, Safaribus, Bücherbus, Marktwagen, Videotruck und Ü-Wagen, LKW mit Arbeitsbühne, Trecker, sogar eine Rikscha, eine Pferdekutsche und eine Reispflanzmaschine sind dabei. Journalisten berichten. Ein klasse Bilderbuch ab 4 Jahren – das optimale Staubuch. Weiter zur Rezension:    Wieso geht’s hier nicht weiter? von Tomoko Ohmura

Rezension - Mein literarischer Garten von Colette

Ein Buch und ein Leser müssen zusammenpassen. Wir beide hatten keinen Zugang zueinander. Ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Was eigentlich genau? Eine literarische Begegnung mit Pflanzen, so wie man das aus der Reihe «Naturkunden» von Matthes & Seitz kennt. Die Autorin spricht in der Ich-Form, mal von sich selbst und mal als Pflanze. Das muss man erst mal auseinanderhalten. Mir sagten die Texte leider nicht viel, ich fand sie ziemlich belanglos, auch nicht von poetisch großer Kraft beseelt. Zur Rezension:    Mein literarischer Garten von Colette

Rezension - Vor uns das Meer von Alan Gratz

Drei völlig verschiedene Geschichten, die letztendlich das Gleiche erzählen: Drei Kinder mit ihren Familien auf der Flucht aus ihrer Heimat, in dem Vertrauen, ein besseres Leben zu finden. Drei Jahrzehnte, drei Mal Hoffnung. Der jüdische Junge Josef ist 11 Jahre alt, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis auf der St. Louis nach Kuba fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba, Hunger und Armut lassen den Vater gegen Castro demonstrieren – und nun bleibt nur noch die Flucht in einer Walnussschale Richtung Miami. Der 12-jährige Mahmoud wird im Jahr 2015 nach einem Bombenangriff obdachlos und die Familie verlässt das zerbombte Aleppo in Syrien, um nach Deutschland zu gelangen. Ein Buch, das zwischendurch die Luft zum Atmen nimmt. Dieses Jugendbuch empfehle ich unbedingt als Schullektüre ab 13 Jahren! Weiter zur Rezension:    Vor uns das Meer von Alan Gratz

Rezension - Lecker-Land ist abgebrannt von Manfred Kriener

Ernährungslügen und der rasante Wandel der Esskultur Mit den ersten Seiten dieses Sachbuchs hatte ich arge Probleme. Doch später wird es wirklich gut! Es geht um unser Essverhalten, Superfood (wie Quinoa, Gojibeeren, Gerstengraspulver, Chiasamen), Zucker, Massentierhaltung, Biofleisch, In-vitro-Fleisch, Insektenprodukte der Mann liebt Fleisch), um die Überfischung, Zuchtfisch, um Anbaumethoden, Wasserverbrauch, Ökobilanzen, um Marketingkampagnen der großen Lebensmittelkonzerne – rundum um alles, was wir in uns hineinstopfen. Der Journalist hat hier kompakt alle Fakten und Studien zusammengetragen. Weiter zur Rezension:    Lecker-Land ist abgebrannt von Manfred Kriener

Rezension - Das Licht von T. C. Boyle

Sprecher: Florian Lukas Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 14 Std. Fitz Loney, seine Frau Joanie und ihr Sohn Corey sind die Hauptfiguren in T. C. Boyles neuem Roman, fiktive Personen, die sich glaubhaft in die wahren Begebenheiten um den legendären Drogenpapst Leary einpassen. Fitz ist Doktorand der Psychologie der Harvard University, lernt Professor Timothy Leary 1962 dort kennen. Er wird in die Gruppe der Anhängerschaft aufgenommen, die sich selbst als große Familie bezeichnen. Leary führt Experimente mit bewusstseinserweiternden Substanzen durch, LSD, Meskalin und Psilocybin (Magic Mushrooms), die er an seinen Studenten erproben lässt. Fitz hofft, eine Stufe der Karriereleiter bei der Erforschung der neuen Substanzen zu erklimmen. Weiter zur Rezension:    Das Licht von T. C. Boyle

Rezension - Bienen von Piotr Socha

Dieses Bilderbuch ist der Hammer! Die Enzyklopädie der Bienen, so könnte man es beschreiben: Ob nun inhaltlich oder künstlerisch, hier bleiben keine Fragen offen! Willkommen im Reich der Bienen! Wir können die fleißigen Insekten aus der Nähe betrachten, in einen Bienenstock schauen und alles über das Imkern erfahren. Aber nicht nur das. Das Sachbilderbuch beginnt großflächig mit dem Bienenkörper, geht weiter zu den Aufgaben der einzelnen Bienen, Brutpflege, erklärt den Bienentanz. Bestäubung durch Insekten und die Bedeutung der Bienen für den Menschen, von der Antike über Napoleon, Geschichten, Anekdoten, Umwelt … Allage – Bienenliebhaber werden das Buch lieben, schon allein wegen der humoristischen Grafiken. Weiter zur Rezension:    Bienen von Piotr Socha

Rezension - Die Tribute von Panem X von Suzanne Collins

Das Lied von Vogel und Schlange Eine erfolgreiche Dystopie wird nach Jahren fortgeführt als Prequel, ich war skeptisch. Und wie erwartet bleibt der neue Band um Längen hinter der Trilogie zurück. Suzanne Collins hat ihre Backstory genommen und ausgearbeitet. Es geht vom ersten Band 64 Jahre zurück in die Vergangenheit. Der spätere Diktator Coriolanus Snow ist 18 Jahre alt. Mich konnte dieses Buch nicht begeistern. Weiter zur Rezension:    Die Tribute von Panem X von Suzanne Collins

Reension - Sketch Your Day Challenges von Ute Pluntke

Auf den ersten Blick hat mir das Buch sehr gut gefallen – ist es auch, wenn man Erfahrung besitzt. Mit dem zweiten Blick frage ich mich nämlich, für wen ist es gemacht? Ein kleines Buch, das meiner Meinung nach einfach zu viel will. Sketching mit Watercolor, der englische Ausdruck für Aquarellfarbe, ist derzeit ein beliebtes Hobby. Malen kann man lernen, wie alles andere auch. Doch Rom ist nicht an einem Tag gebaut worden. Angesprochen werden Anfänger und Fortgeschrittene. Letztere bekomen eine gute Inspiration – Anfänger werden eher gefrustet sein. Weiter zur Rezension:    Sketch Your Day Challenges von Ute Pluntke