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Rezension - A GOOD GIRL’S GUIDE TO MURDER von Holly Jackson

Ein überraschend guter Jugendkrimi ab 14 Jahren! Für ein Schulprojekt will Pippa, genannt Pip, den Vermisstenfall «Andie Bell» rekonstruieren, wobei sie die Bedeutung der Printmedien und Social Media untersuchen will. Andie Bell war fünf Jahre zuvor in einer Nacht verschwunden. Ihr Freund Sal Singh wurde verdächtigt, denn es gabt einige Spuren, die zu ihm führten, die Medien fuhren sich auf ihn ein. Sal Singh hatt kurz darauf Suizid begonnen, sich an einem Baum aufgehängt. Für den gesamten kleinen Ort und für die Polizei war die Sache klar: Andie ist ermordet worden, Sal bringt sich um und gesteht somit den Mord. Pip will genau wissen, was damals geschah. Weiter zur Rezension:  A GOOD GIRL’S GUIDE TO MURDER von Holly Jackson

Rezension - Heimweh nach einer anderen Welt von Ottessa Moshfegh

Storys Wer gern von der heilen Welt liest, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Es sind Momentaufnahmen von einsamen Menschen, schrägen Typen, oder Situationen, die ab einem Punkt das Leben verändern. Schwärze liegt über allem, ein groteskes Panorama menschlicher Bos- und Dummheit. Eher Charakterstudien, als abgeschlossene Geschichten handeln von Wünschen und Sehnsüchten, von Abgründen, manche von der anschließenden Bauchlandung. Weiter zur Rezension:    Heimweh nach einer anderen Welt von Ottessa Moshfegh

Rezension - Die Infantin trägt den Scheitel links von Helena Adler

Ein Roman, der klingt, als hätte ihn die Autorin mit dem Fleischklopfer auf die Seiten gehämmert, ohne dabei ein einziges Mal Luft zu holen. Das Buch hat Wums und ist ungemein zungenfertig. Heimatroman einmal ganz anders. Die jüngste Tochter der Familie, ein zartes Kind von sechs Jahren, fackelt den Bauernhof der Eltern ab, ein wenig aus Versehen, ein wenig aus Notwehr. Ein kreatives Kind, dessen gestalterische Gedanken und Handlungen bei manchem Unverständnis hervorruft. Sprachgewaltig mit gekonnten Sprachbildern und Metaphern. Hier geht es zur Rezension:    Die Infantin trägt den Scheitel links von Helena Adler

Rezension - Was? Wie? Biologie! von Hazel Maskell und Adam Larkum

MINT – Wissen gewinnt!  Warum sind die meisten Pflanzen grün? Wie funktioniert der menschliche Körper? Biologie, die Wissenschaft des Lebens, verständlich erklärt. Dieses Kindersachbuch ist eine fundierte Einleitung in die faszinierende Welt der Biologie für Kinder ab 8/9 Jahren. Das Sachbuch ist thematisch strukturiert, mit vielen ergänzenden Infoboxen sowie mit einem umfangreichen Stichwortverzeichnis angereichert. Weiter zur Rezension:    Was? Wie? Biologie! von Hazel Maskell und Adam Larkum

Rezension - Wer schlüpft aus welchem Ei? von Alexandra Milton

Bei einem Ei denkt man in der Regel an ein Huhn – an Vögel. Aber nicht nur Vögel legen Eier, ebenso Reptilien, Schuppenkriechtiere und sogar ein Säugetier. Das Sachbilderbuch ist zum Mitraten aufgebaut. Auf der einen Doppelseite sehen wir ein Nest. Dazu gibt es ein paar Informationen: Ort des Nestes, Baum, Sumpf, unter der Erde … Ein Ei gleicht eben nicht dem anderen. Eier haben verschiedene Größen, Farben, Formen, manche ähneln einer Perle. Ein feines Naturkunde ab 3 Jahren. Weiter zur Rezension:    Wer schlüpft aus welchem Ei? von Alexandra Milton

Rezension - Das Ohr von Piret Raud

Als das Ohr eines Morgens aufwachte, stellte es fest, dass es ganz allein ist. Wie soll das Leben nur weitergehen?, fragt es sich ganz traurig. Als der Frosch plötzlich vor ihm steht, drum bittet, seine Lieder anzuhören, wendet sich das Blatt … Mit einem Mal stehen die Tiere Schlange, alle wollen dem Ohr etwas berichten. Und das Ohr macht das, was ein Ohr am besten kann: zuhören. Künstlerisch hochwertig und inhaltlich klasse – absolute Empfehlung ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Das Ohr von Piret Raud

Rezension - Kaltes Licht von Garry Disher

Der Australier Garry Disher ist einer der besten Krimiautoren. Das hat er mir diesem Noir-Krimi wieder bestätigt. Im Garten einer Farm gleitet eine Schlange über den verdorrten Rasen. Der Schlangenfänger buddelt unter der Betonplatte ein Skelett aus. Ein Fall für Sergeant Alan Auhl, der verstaubte cold Cases bearbeitet. Wer mag der «Plattenmann» sein, der mehr als 10 Jahre hier verbuddelt liegt? Das Haus, das hier einmal stand, existiert nicht mehr, die Farmer hatten neu gebaut, das Land von einer Immobilienfirma gekauft. Die Ermittlung erweist sich als kompliziert und weitläufig. Zusammen mit Detectives Claire Pascal und Josh Bugg geht er auf Spurensuche – eine Puzzlearbeit. Eine eine obskure Religionsgemeinschaft gerät in den Kreis der Verdächtigen. Aber auch eine private Geschichte hält Auhl auf Trab. Weiter zur Rezension:   Kaltes Licht von Garry Disher

Rezension - Das Meerbuch

Herausgegeben von Matthias Reiner mit Illustrationen von Quint Buchholz Die Geschichten und Gedichte in dem vorliegenden Band sind prima. Doch ein bisschen fühle ich mich an der Nase herumgeführt. Meer! Ich hatte Texte erwartet, die direkt etwas mit dem Meer zu tun haben, mit literarischen Naturbeschreibungen, Nature Writing. Marie Luise Kaschnitz, Daniel Defoes Robinson, J.W. Goethe, Homer, Thomas Mann, Ingeborg Bachmann, Christian Morgenstern, Paul Celan, fantastische Schriftsteller, gute Kurzgeschichten – nur das Meer als Thema kommt zu kurz. Die Bilder von Quint Buchholz gefallen mir. Doch auch sie verlieren im Pocketformat ihre Wirkung. Weiter zur Rezension:    Das Meerbuch

Rezension - Das Holländerhaus von Ann Patchett

Eine amerikanische Familiengeschichte über den Aufstieg eines kleinen Mannes. Cyril Conroy kommt durch Fleiß zu Geld und stolz erwirbt das sogenannte Holländerhaus, eine Prunkvilla. Cyril ist besessen von dem Haus. Die Kinder lieben den großen Pool. Seine Frau Elna hatte Cyril nicht gefragt, ob sie das Haus haben möchte. Und sie fühlt sich unwohl in der pompösen Villa mit all dem Zeug, das Fremden gehörte, dem Hauspersonal. Eines Tages ist Elna verschwunden. Sie ist nach Indien gegangen, erklärt Cyril seinen Kindern Maeve und Danny. Ein paar Jahre später heiratet Cyril die junge Witwe Andrea Smith, die ebenso in das Haus vernarrt ist. Als Cyril früh verstirbt, schmeißt sie die Kinder aus dem Haus, denn sie hatte es geschafft, per Testament zur Alleinerbin zu werden. Das Haus wird Maeve und Danny nie loslassen. Immer wieder kehren sie zurück, um es vom Auto aus zu beobachten. Der Roman ist in Ordnung, Unterhaltungsliteratur. Mir fehlte Spannung, denn er zieht sich wie ein gespannter ...

Rezension - So wächst unser Essen! von Emily Bone, Sally Elford

Vom Korn zum Mehl, von der Kakobohne zur Schokolade Fast alle Pflanzen entstehen aus Samen oder Kernen. Auf der ersten Seite des Sachbilderbuchs lernen wir die verschiedenen Arten kennen. Es geht weiter zur Bestäubung und Samenverteilung durch Vögel und Schnecken, später folgt eine Seite zur Windbestäubung. Obst und Gemüse, Getreide, Sally Elford erklärt in ihren naturgetreuen digitalen Grafiken mehr oder weniger selbsterklärend den Aufbau der Pflanzen und ihre Fortpflanzung. Einfach und anschaulich zeigt sich im Bilderbuch der Lebenszyklus und teilweise die Weiterverarbeitung unserer Lebensmittel. Gut verständlich fügen sich die Textvignetten zur Naturkunde dazu. Weiter zur Rezension:     So wächst unser Essen! von Emily Bone, Sally Elford