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Rezension - Liebe von Hélène Delforge und Quentin Gréban

Liebe ist ein Gefühl mit vielen Facetten: Leidenschaft, Sehnsucht, Geborgenheit, Verbundenheit, Gemeinsamkeit, Glück, Erinnerung, Besiegelung, verschmolzen sein – aber auch Trennung, Leid, Verrat, Verlassenheit, Ablehnung, Umkehr, Tod. Von diesen vielen Gesichtern und erzählt Hélène Delforge in Kurzgeschichten und Gedichten aus aller Welt und verschiedenen historischen Epochen. Quentin Gréban hat die Texte illustriert. Von Kitsch keine Spur! Schon das erste gemeinsame Buch der beiden Autoren hatte mich begeistert, «Mama». «Liebe» ist noch besser! Ein Kunstband für sich selbst oder zum Verschenken. Weiter zur Rezension:   Liebe von Hélène Delforge und Quentin Gréban

Rezension - Mein Zaubermalbuch - Dino Toni und seine Freunde von Anja Dreier-Brückner und Yayo Kawamura

Das Pappbilderbuch mit beiliegender Zaubertafel lädt Kinder dazu ein, Geschichten selbst mitzugestalten. Das ist aber schon das einzig Positive, was mir zu diesem Bilderbuch einfällt. Sprachlich ist es für mich eine Katastrophe! Toll macht mich richtig toll. Toll und cool Adjektive, die auf jeder Seite gleich mehrfach auftauchen. Ich denke, die deutsche Sprache hat mehr zu bieten! Die beiligende Zaubertafel ist mir bei der vorsichtigen Bedienung sofort kaputtgegangen. Nichts für Dreijährige! Aber nicht ein Körnchen Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Mein Zaubermalbuch - Dino Toni und seine Freunde von Anja Dreier-Brückner und Yayo Kawamura

Rezension - Hitze von Victor Jestin

Ein starker erster Satz, ein starker Einstieg! Der 17-jährige Léonard, betrunken von einer Strandparty in den frühen Morgenstunden, auf einem Campingplatz in Frankreich am Atlantik, schaut einem Jugendlichen zu, der sich absichtlich an einer Kinderschaukel stranguliert. Schuldgefühle, nur noch ein Tag – für Léonard, den unscheinbaren Außenseiter, ein schrecklicher Urlaub. Party feiern, schwitzen in der Sonne, Mädchen aufreißen, die Trophäen an Land ziehen und sich brüsten … Campingplatzspießigkeit pur. Weiter zur Rezension:    Hitze von Victor Jestin

Rezension - Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus von Henry Cole

Sammy, eine Maus, lebt in einer Schuhschachtel als Haustier von Frank, chillt den Tag vor hin beim Knabbern von Erdnüssen. Doch dann baut Hanks Bruder Jimmy ein Flugzeug, das mit dem Piloten Sammy bestückt werden soll. Ferngesteuert von Hank – da kann ja nichts passieren, es soll ein Spaß für die Maus werden, sogar eine Fliegerkappe hat er für den Mäuserich gebastelt. So weit der Plan. Die Maus wird nicht gefragt, sitzt plötzlich in einem Propellerflugzeug, weiß nicht, wie ihr geschieht. Und nun fällt auch noch die Fernsteuerung aus … Eine spannende, humorvolle Mäuseabenteuergeschichte zum Vorlesen oder selbst lesen von 4-8 Jahren – illustriert mit feinen Bleistiftzeichnungen. Weiter zur Rezension:  Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus von Henry Cole

Rezension - Am Tag davor von Sorj Chalandon

Liévin, dieser Tag wird die Stadt verändern: Am 27. Dezember 1974 kommen durch eine Wetter-Explosion in der Zeche Saint-Amé 42 Bergmänner aufgrund eines fatalen Fehlers der Werksleitung ums Leben. - So die historische Vorlage des Romans. Joseph, der Bruder von Michel ist tot und ein Jahr später begeht der Vater Selbstmord. Michel schwört Rache. Nach 40 Jahren ist die Zeit reif, 40 Jahre hatte Michel in seiner Garage das ganze Material zum Grubenunglück gesammelt, seine Freizeit hier verbracht: seine Heimat, seine Familie, die Kumpel, das Unglück. – Der Tag der Abrechnung ist gekommen. Französische Literatur über das Bergmannsleben und eine Bergwerkskatastrophe, eine Geschichte über Schuld und Sühne mit einer überraschenden Wendung. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Am Tag davor von Sorj Chalandon

Rezension - Der Ring des Polykrates von Friedrich von Schiller und Almud Kunert

Am Anfang der Ballade blicken der Herrscher Polykrates und sein Freund der Pharao Amasis über das Reich Samos, wobei sich Polykrates seines Glückes rühmt. Die antike Vorstellung war, dass auf Glück durch die Götter ein Unglück folgen muss. Ein sehr schön illustriertes Bilderbuch mit raffinierten Andeutungen in den Zeichnungen, Grafiken, die alles aus dem Text ans Licht bringen, dass vom Kindermann Verlag für das Alter ab 7 Jahren empfohlen wird. Ich bin eher geneigt ab 10 Jahren das Buch vorzuschlagen. Schiller stellt philosophische Grundfragen mit diesem Erzählgedicht, die nicht gleich auf der Hand liegen, wie in seinen anderen Balladen. Kann einer immer Glück haben? Weiter zur Rezension:    Der Ring des Polykrates von Friedrich von Schiller und Almud Kunert

Rezension - 3 Väter von Nando von Arb

Eine autobiografische Geschichte über eine Patchworkfamilie, stilistisch als Graphic Novel umgesetzt. Aus der Sicht des Kindes erzählt Nando von Arb von seiner eigenen Kindheit: Aufwachsen mit zwei Halbgeschwistern und einer alleinerziehenden Mutter, die dabei oft an ihre psychischen und finanzielen Grenzen stößt. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, die Kinder vor allem Schlechten zu beschützen. Die Flügel der Vogelmutter tun sich auf. Drei Väter gehen in diesem Haushalt ein und aus: Nandos leiblicher Vater, er hat sich von der Mutter getrennt, als Nando zwei Jahre alt war; Kiko, der Vater seiner älteren Schwestern, der glaubt, die Mutter zurückgewinnen zu können, und Zelo, der neue Partner der Mutter. Zu jedem dieser drei Männer hat Nando eine eigene Wahrnehmung, seinen Bezug, eine besondere Verbindung. Das Comc steht in der Shortlist des Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020. Weiter zur Rezension:    3 Väter von Nando von Arb

Rezension - Für immer die Alpen von Benjamin Quaderer

Er ist Staatsfeind Nummer 1 im kleinsten Staat der Erde, im Fürstentum Liechtenstein. Johann Kaiser, Sohn eines Fotografen und einer Spanierin, Weltenbummler, Meister der Manipulation. Er lebt heute unter falschem Namen an einem unbekannten Ort. Er verkaufte gestohlene Kundendaten einer großen Bank an den deutschen Staat. Ein Schelmenroman, die Lebensbeichte eines Hochstaplers – und so völlig anders geschrieben als alles was man kennt. Angelehnt an Heinrich Kieber, der durch Datendiebstahl Steuerhinterzieher aus Deutschland an den Staat verkaufte. – Hochgelobt von vielen Lesern. Humorvoll, streckenweise spannend konnte mich das Buch nie so richtig packen, so chaotisch und verschachtelt wie das es aufgebaut ist. Nicht schlecht, beileibe nicht, aber unter die Haut ging mir dieser Roman nicht. Weiter zur Rezension:    Für immer die Alpen von Benjamin Quaderer

Rezension - Das Haus am Rand der Welt von Henry Beston

Ein Mann, ein Jahr, ein Haus auf Cape Cod, an der Ostküste der USA – der Klassiker des Nature Writing von 1926 ist erstmals auf Deutsch erhältlich. Henry Beston bezieht ein kleines Holzhaus am Meer, das er sich im Jahr zuvor hat bauen lassen, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Geplant waren zwei Wochen, doch er bleibt ein ganzes Jahr. In diesem Jahr beschreibt er in seinen Erzählungen die Natur mit allen Sinnen: Farben, Gerüchen, Geräuschen, den Himmel, das Meer, Strand und Sand, Dünen, die sich jeden Tag verändern, den Rhythmus der Gezeiten, Wetterformationen. Naturbeschreibung der Extraklasse! Weiter zur Rezension:  Das Haus am Rand der Welt von Henry Beston

Rezension - Ahoi! Eine Seereise von Gérard Lo Monaco

Eine Pop-Up-Geschichte über Schiffe Ein Pop-Up-Bilderbuch für Menschen, die sich für Schiffe interessieren. Ein Schiff ist ein Schiff, es schwimmt auf dem Meer – von wegen! Hier werden verschiedene Schiffstypen dargestellt, Original, mit ziemlich viel Details: Lotsenboot, Rettungsboot, Karavelle, Passagierdampfer, Klipper, Feuerschiff. Ein Bilderbuch für Kinder – und für alle, die sich für Schiffe interessieren, auch als Geschenk für Seebären. Weiter zur Rezension:    Ahoi! Eine Seereise von Gérard Lo Monaco