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Rezension - Der Glücksverkäufer von Davide Cali und Marco Somà

Eine Schelmengeschichte für Kinder – Kann man Glück kaufen? Herr Taube fährt mit seinem Lieferwagen durch die Lande. Man hört ihn schon von weitem: KLINGELINGELING! Er verkauft das Glück in Dosen, sogar Familienpackungen sind in seinem Angebot. Frau Wachtel kauft gleich eine große Dose für ihre Freunde, die am Abend zu Besuch kommen. Ein wundervoll illustriertes Bilderbuch zum Philosophieren für Kinder an 8 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Glücksverkäufer von Davide Cali und Marco Somà

Rezension - Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd von Charlie Mackesy

Ein Kinderbuch, das auch Erwachsene begeistert, ein Kunstband, eins über Freundschaft, ein Geschenkbuch, eins zur Trauerbewältigung. Das Buch hat viele Facetten. Ein einsamer Junge trifft auf einen ein Maulwurf, und sie werden Freunde. Später befreien sie einen Fuchs aus einem Fangeisen, der sie begleitet. Ein Pferd gesellt sich dazu. Sie gehen den Weg durch die Welt gemeinsam und jeder von ihnen ist ein wenig anders, in seinen Stärken und Schwächen. Sie unterhalten sich über ihre Ängste und ihre Einsamkeit, geben sie sich gegenseitig Kraft und Unterstützung. Die Tuschzeichnungen werden jeden begeistern! Weiter zur Rezension:    Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd von Charlie Mackesy

Rezension - Tinkas Tomaten von Sanne Dufft

Tinka bekommt von ihrem Opa ein paar Tomatensetzlinge. Die schlappen Blättchen sollen Tomaten sein? Tinka muss sich gut um sie kümmern, damit einmal Tomaten dran wachsen. Die Tomaten wachsen hoch hinaus! Gelbe Blüten, sind zu sehen, die ersten kleinen grünen Tomaten. Und zuletzt wird die kleine Gärtnerin für ihre Mühen belohnt … Tomaten – Tomaten. Ein wunderschönes Bilderbuch ab 4 Jahren, das in die Zeit passt, in der Nachhaltigkeit und Selbstversorgung wieder angesagt sind. Weiter zur Rezension:    Tinkas Tomaten von Sanne Dufft

Rezension - AMULETT 1 – Die Steinhüterin von Kazu Kibuishi

Nachdem bei einem Autounfall der Vater verstarb, ziehen Emily, Navin und ihre Mutter in ein abgelegenes großes Haus, das Elternhaus der Mutter, um ein neues Leben zu beginnen. Hier ist alles verstaubt und ein wenig gruselig. Da lauert etwas Seltsames hinter der Kellertür, oder ist das nur Einbildung? … Emily findet im alten Arbeitszimmer ihres Urgroßvaters ein Amulett, hängt es sich um den Hals. Ein Kinder-Comic von 8-12 Jahren, der es in sich hat: Action pur, Fantasie, ein wenig Grusel - auf jeden Fall spannend! Weiter zur Rezension:    AMULETT 1 – Die Steinhüterin von Kazu Kibuishi

Rezension - Nüsse haben kurze Beine von Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė

Auf dem Balkon hängt ein Korb voller Nüsse, Mama ist nicht zu Hause. Eine kann man doch wohl probieren, meint Eichhörnchen Ecki zu seinem Freund Rabe Knirps. Der hält das für keine gute Idee. «Lass uns jeder eine probieren», schlägt Ekki vor. Eine und noch eine, bald ist der Korb leer und die beiden haben runde Bäuche. Mama ist sauer. Wo sind die Nüsse? Hasel Fuchs hat sie geklaut, wie haben es gesehen … Ein Bilderbuch ab 3 Jahren, eins über das Lügen – und wie man sich seinen Geburtstag versaut. Weiter zur Rezension:    Nüsse haben kurze Beine von Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė

Rezension - ‹Jemand musste Josef K. verleumdet haben …›: Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten von Peter-André Alt

Der erste Satz ist bekanntlich der schwierigste - und der wichtigste. Er muss den Leser verführen, weiterzulesen, und er verrät meist mehr, als wir bei der ersten Lektüre wahrnehmen. Für gewöhnlich enthält er den Hinweis auf das Geschehen des ganzen Romans, auf die Stimmung. In vierzehn Kapiteln und 249 Anfängen erzählender Prosa beschreibt Alt das Grundmuster des ersten Satzes und teilt ihn in Kategorien ein. Ein gutes Standardwerk für Schriftsteller und alle die Menschen, die sich mit Literatur beschäftigen. Weiter zur Rezension:    ‹Jemand musste Josef K. verleumdet haben …›: Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten  von Peter-André Alt

Rezension - Vielleicht von Kobi Yamada und Gabriella Barouch

Die Welt steht derzeit ein wenig still. Zeit zum Reden mit der ganzen Familie. Zunächst wundert man sich, ein Bilderbuch für Kinder von 4 - 8 Jahren, sehr textreduziert. Aber es ist kein Buch zum Vorlesen, sondern eins zum miteinander reden, eins, über sich selbst nachzudenken. Wer bin ich und was kann ich, was sind meine Stärken, was werde ich später einmal machen? Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch besitzt besondere Fähigkeiten. Um selbst reflektieren zu können, braucht es eine gewisse Reife. «Vielleicht werde ich einmal etwas erfinden!» Was könnte man erfinden? «Vielleicht werde ich einmal Leute begeistern!» Der Fantasie ist freien Lauf gesetzt. Ausprobieren, scheitern lernen, weitermachen. Ein feines Buch zur Stärkung von Selbstbewusstsein. Weiter zur Rezension:    Vielleicht von Kobi Yamada und Gabriella Barouch

Rezension - Hinter den Gesichtern von Richard Lorenz

Ich hatte mit diesem Roman meine Schwierigkeiten. Es ist ein Krimi, der Versuch, einen literarischen Krimi zu schreiben. Von Lisbeth, einer alleinerziehenden Krankenschwester, behauptet man, sie besitze das zweite Gesicht. Schon als Kind hatte sie Visionen und beschuldigte damals während einer Messe, den Schuldirektor: Er sei der gesuchte Serienmörder. Und nun geht wieder ein Mörder herum. Dynamik, Bewegung und Interaktion ist durch das passive Schreiben ausgebremst, die Dinge, von denen ein Krimi lebt, auch ein literarischer Krimi. Bei diesem Schreibstil kann es nun nicht verwundern, dass die Spannung auf leiser Flamme kocht. Weiter zur Rezension:  Hinter den Gesichtern von Richard Lorenz

Rezension - Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka

Die Begebenheit, die hier zugrunde liegt, ist schnell erzählt, ein schwarzes Kapitel der US-Amerikanischen Geschichte, das die japanischstämmige Autorin hier prägnant zusammengefasst hat: 1942 lagen die Amerikaner mit Japan im Krieg, der Zweite Weltkrieg – Pearl Harbor wurde angegriffen. So beschloss die amerikanische Regierung, dass alle japanischstämmigen Bürger an der Pazifikküste ein Sicherheitsrisiko für die USA darstellen würden. Ca. 120 000 Menschen wurden deportiert und in Internierungslager gesteckt – von einem Tag auf den anderen. Distanziert, asketisch, reduziert, auf den Punkt bringend – ein Roman, an dem man nicht vorbeigehen sollte. Die Aussagekraft ist heute genauso aktuell wie damals! Weiter zur Rezension:    Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka

Rezension - Robin vom See von Ulrich Fasshauer, Alexander von Knorre

Das Sturmtief über Schikagow - Band 3  Bloß nicht die!, denkt Robin. Sein Papa betreibt einen Campingplatz und einen Kanuverleih an einer imaginären Seenplatte. Er hat über das Internet eine Frau kennengelernt. Lara ist ganz ok. Aber ihre Tochter, die siebenjährige Aurora fällt wirklich auf die Nerven. Da kann nur die Bande zur Rettung der Gerechtigkeit helfen! Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie Aurora garantiert wieder loswerden … Beim Lesen wird es einem garantiert nicht langweilig. Rasant, spannend und ziemlich lustig geht es am Langersee und Dümplitz See zu und jede Menge skurrile Typen tummeln sich in diesem Kinderbuch ab 9 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Robin vom See von Ulrich Fasshauer, Alexander von Knorre