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Rezension - Nüsse haben kurze Beine von Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė

Auf dem Balkon hängt ein Korb voller Nüsse, Mama ist nicht zu Hause. Eine kann man doch wohl probieren, meint Eichhörnchen Ecki zu seinem Freund Rabe Knirps. Der hält das für keine gute Idee. «Lass uns jeder eine probieren», schlägt Ekki vor. Eine und noch eine, bald ist der Korb leer und die beiden haben runde Bäuche. Mama ist sauer. Wo sind die Nüsse? Hasel Fuchs hat sie geklaut, wie haben es gesehen … Ein Bilderbuch ab 3 Jahren, eins über das Lügen – und wie man sich seinen Geburtstag versaut. Weiter zur Rezension:    Nüsse haben kurze Beine von Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė

Rezension - ‹Jemand musste Josef K. verleumdet haben …›: Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten von Peter-André Alt

Der erste Satz ist bekanntlich der schwierigste - und der wichtigste. Er muss den Leser verführen, weiterzulesen, und er verrät meist mehr, als wir bei der ersten Lektüre wahrnehmen. Für gewöhnlich enthält er den Hinweis auf das Geschehen des ganzen Romans, auf die Stimmung. In vierzehn Kapiteln und 249 Anfängen erzählender Prosa beschreibt Alt das Grundmuster des ersten Satzes und teilt ihn in Kategorien ein. Ein gutes Standardwerk für Schriftsteller und alle die Menschen, die sich mit Literatur beschäftigen. Weiter zur Rezension:    ‹Jemand musste Josef K. verleumdet haben …›: Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten  von Peter-André Alt

Rezension - Vielleicht von Kobi Yamada und Gabriella Barouch

Die Welt steht derzeit ein wenig still. Zeit zum Reden mit der ganzen Familie. Zunächst wundert man sich, ein Bilderbuch für Kinder von 4 - 8 Jahren, sehr textreduziert. Aber es ist kein Buch zum Vorlesen, sondern eins zum miteinander reden, eins, über sich selbst nachzudenken. Wer bin ich und was kann ich, was sind meine Stärken, was werde ich später einmal machen? Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch besitzt besondere Fähigkeiten. Um selbst reflektieren zu können, braucht es eine gewisse Reife. «Vielleicht werde ich einmal etwas erfinden!» Was könnte man erfinden? «Vielleicht werde ich einmal Leute begeistern!» Der Fantasie ist freien Lauf gesetzt. Ausprobieren, scheitern lernen, weitermachen. Ein feines Buch zur Stärkung von Selbstbewusstsein. Weiter zur Rezension:    Vielleicht von Kobi Yamada und Gabriella Barouch

Rezension - Hinter den Gesichtern von Richard Lorenz

Ich hatte mit diesem Roman meine Schwierigkeiten. Es ist ein Krimi, der Versuch, einen literarischen Krimi zu schreiben. Von Lisbeth, einer alleinerziehenden Krankenschwester, behauptet man, sie besitze das zweite Gesicht. Schon als Kind hatte sie Visionen und beschuldigte damals während einer Messe, den Schuldirektor: Er sei der gesuchte Serienmörder. Und nun geht wieder ein Mörder herum. Dynamik, Bewegung und Interaktion ist durch das passive Schreiben ausgebremst, die Dinge, von denen ein Krimi lebt, auch ein literarischer Krimi. Bei diesem Schreibstil kann es nun nicht verwundern, dass die Spannung auf leiser Flamme kocht. Weiter zur Rezension:  Hinter den Gesichtern von Richard Lorenz

Rezension - Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka

Die Begebenheit, die hier zugrunde liegt, ist schnell erzählt, ein schwarzes Kapitel der US-Amerikanischen Geschichte, das die japanischstämmige Autorin hier prägnant zusammengefasst hat: 1942 lagen die Amerikaner mit Japan im Krieg, der Zweite Weltkrieg – Pearl Harbor wurde angegriffen. So beschloss die amerikanische Regierung, dass alle japanischstämmigen Bürger an der Pazifikküste ein Sicherheitsrisiko für die USA darstellen würden. Ca. 120 000 Menschen wurden deportiert und in Internierungslager gesteckt – von einem Tag auf den anderen. Distanziert, asketisch, reduziert, auf den Punkt bringend – ein Roman, an dem man nicht vorbeigehen sollte. Die Aussagekraft ist heute genauso aktuell wie damals! Weiter zur Rezension:    Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka

Rezension - Robin vom See von Ulrich Fasshauer, Alexander von Knorre

Das Sturmtief über Schikagow - Band 3  Bloß nicht die!, denkt Robin. Sein Papa betreibt einen Campingplatz und einen Kanuverleih an einer imaginären Seenplatte. Er hat über das Internet eine Frau kennengelernt. Lara ist ganz ok. Aber ihre Tochter, die siebenjährige Aurora fällt wirklich auf die Nerven. Da kann nur die Bande zur Rettung der Gerechtigkeit helfen! Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie Aurora garantiert wieder loswerden … Beim Lesen wird es einem garantiert nicht langweilig. Rasant, spannend und ziemlich lustig geht es am Langersee und Dümplitz See zu und jede Menge skurrile Typen tummeln sich in diesem Kinderbuch ab 9 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Robin vom See von Ulrich Fasshauer, Alexander von Knorre

Rezension - Robert räumt auf von Anna Schindler und Katrin Dageför

Ein Mädchen erzählt uns eine unglaubliche Geschichte: witzig, rasant eine über das Aufräumen und Saubermachen. Aber vielleicht kennst du bereits Robert den Roboter, weil du ihn rausgeschmissen hast – oder weil er nun bei dir wohnt. Ganz von vorn: Wie immer herrscht leichter Familienkrach, weil die Kinder ihr Spielzeug nicht wegräumen, nicht das Zimmer aufräumen. Als hätte man nichts Besseres zu tun! Wie schön wäre es, jemanden zu haben, der aufräumt und mit einem spielt, wenn die Eltern die Wohnung putzen. Und siehe da, plötzlich steht diese Blechtonne auf Füßen vor der Tür. Eine Geschichte über das Aufräumen und Putzen, Gedanken zu Hausandroiden und Künstliche Intelligenz. Weiter zur Rezension:    Robert räumt auf von Anna Schindler und Katrin Dageför

Rezension - Connect von Julian Gough

In der nahen Zukunft: Colt, kontaktscheu, hochintelligent, Sohn einer Wissenschaftlerin und eines Geheimdienstlers reicht einen Aufsatz seiner Mutter Naomi, der eine bahnbrechende Forschung beinhaltet, bei einer Biotech-Konferenz ein. Trotz Warnung hält Naomie den Vortrag und sofort wird die Studie vom Geheimdienst unter Verschluss genommen. Mutter und Sohn sind gezwungen zu flüchten, dem Vater zu entkommen. Ein Wissenschaftsthriller, dystopisch, von der Presse hochgejubelt – ich frage mich allerdings warum. Ein spezieller Thriller, der anfänglich mit wissenschaftlichen Dingen vollgestopft ist, detailverliebt, ab der Mitte in einer Hollywood-Action-Jagd endet. Weiter zur Rezension:    Connect von Julian Gough

Rezension - Wer hat hier gepupst? von Nick Caruso, Dani Rabaiotti und Alex G. Griffiths

Das ultimativ-tierische Pupsbuch Was hier zunächst witzig in Titel und Cover herüberkommt, entpuppt sich als informatives Sachbilderbuch – schräg, humorvoll. Jeder weiß, was ein Pups ist, aber wie entstehen er eigentlich? Verschluckte Luft, Gase Bakterien, hier wird abgeblubbert. Ernährung, Darmflora, Kohlendioxid – und wenn es stinkt, ist der Schwefel Schuld. Denken wir an unseren Hund, unsere Katze … aber kann denn jedes Tier pupsen? Humorvoll, spritzig, informativ – was will man mehr? Das gilt für den Text, wie auch für die Grafiken. Weiter zur Rezension:    Wer hat hier gepupst? von Nick Caruso, Dani Rabaiotti und Alex G. Griffiths

Rezension - Moody Food-Fotografie von Corinna Gissemann

Stimmungsvolle Bilder gestalten mit wenig Licht Auch in der Fotografie gibt es Trends. Derzeit sind im Foodbereich dunkle Fotos in, stimmungsvolle Lichtakzente auf den Lebensmitteln. Allgemein haben wir derzeit einen Trend zur Natürlichkeit und nostalgische Gemütlichkeit, Rustikalität, Vintage. Hier hinein passen Moody-Fotos,: Dunkle Fotos mit Lichteffekt, rustikal präsentiert auf alten Holztischen, Bänken, Säcken; Wassertropfen deuten die Frische an, rustikales Geschirr die Erdung, man soll sich fühlen wie bei Mama Leone auf dem alten Weingut. Diese Fotos nennt man: Dark&Moody, Mystic Light oder auch Chiaroscuro. Hier hat man bei den alten Malern geklaut, die in ihren Bildern durch Hell-Dunkel-Kontrast die Illusion eines dreidimensionalen Raumes auf einem ebenen Malgrund erzeugten. Wie man die stimmungsvollen Fotos gestaltet, zeigt die Autorin in ihrem Sachbuch Schritt für Schritt. Weiter zur Rezension:    Moody Food-Fotografie von Corinna Gissemann