Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Im Netz des Lemming von Stefan Slupetzky

Ein Krimi mit den umfangreichen Themen Fakenews, alternative Fakten, Socialmediabubbel, Mobbing und Yellow Press. Das ist eine ganze Menge, zumindest in dieser kurzen Form. Der Roman liest sich wie ein Sachbuch für Jugendliche, die Kriminalgeschichte fällt völlig dahinter zurück. Alles Geschmack, der Krimi konnte mich nicht reizen. Weiter zur Rezension:  Im Netz des Lemming von Stefan Slupetzky

Rezension - Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen von Kathryn Cristaldi und Kristyna Litten

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen! Ich liebe dich, bis die Yaks verreisen! Also bis in die Ewigkeit. Ein Bilderbuch zum Einschlafen, das mich bereits beim Lesen des Titels und beim Cover verzaubert hat. Hier fliegen die Kühe ins Weltall, die Yaks fahren Auto, die Schafe verreisen mit dem Schiff. Witzige Grafiken begleitet mit kurzen Reimen. Wer mag hier nicht in wohlige Träume verschwinden, einschlafen mit einem Lächeln? Eine Gutenachtgeschichte, die sicher zum Lieblingsbuch wird. Weiter zur Rezension:    Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen von Kathryn Cristaldi und Kristyna Litten

Rezension - Luna Luna von Maren Kames

Was ist das für ein Buch? Man könnte sagen, ein langes Gedicht. Das wäre nicht treffend, ein Poetry Slam ist es auf jeden Fall. Und wenn man ein Gefühl für den Text bekommen möchte, muss man sich Zeit lassen, in Ruhe lesen, am besten 3-5 Mal. Maren Kames hat hier einen besonderen Text geschaffen. Düster, schwarz – trotz «pink,  pink, pink, pink, pink moon», depressiv bis mitten ins Herz, Prosa aus dem Bauch heraus – aber geschliffen in der Abfassung. Das Buch steht auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020. Weiter zur Rezension:    Luna Luna von Maren Kames

Rezension - Ich werde das Land durchwandern, das Du bist von Corinna Bille und Maurice Chappaz

Corinna Bille und Maurice Chappaz waren ein Schweizer Liebespaar aus dem Wallis (wohl das unkonventionellste Schriftstellerpaar dieses Landes), Eltern von drei Kindern. Ein Paar, das immer auf Reisen war, häufig separat. Lis Künzli hat ca. ein Drittel des Briefaustausches des Paars herausgesucht und aus dem Französischen übersetzt. Ein Briefwechsel, den ich nicht in einem Zug gelesen habe, da es sehr persönlich ist. Alles in allem ein interessantes Buch mit vielen wundervollen Passagen. Historisch relevant lediglich ein wenig gesellschaftlich, weil Geschichtsträchtiges nicht erwähnt wird. Ein Band für bibliophile und Freunde von Brief-Dokumenten der Literatur. Weiter zur Rezension:  Ich werde das Land durchwandern, das Du bist von Corinna Bille und Maurice Chappaz 

Rezension - Fabelhaft getarnt von Frédéric Clément

Tarnung im Tierreich In diesem Sachbilderbuch für große und kleine Naturforscher stellt Frédéric Clément mit wunderschönen Illustrationen Lebewesen vor, die wahre Meister in der Kunst der Tarnung sind. Der eine tarnt sich, um nicht gefressen zu werden, der andere, um sein Opfer zu täuschen. Besonders Schön ist die literarische Art, die Fachinhalte zu präsentieren. Weiter zur Rezension:    Fabelhaft getarnt von Frédéric Clément

Rezension - The Big Book of Adventure von Teddy Keen

So überlebst du in der Wildnis! So ganz genau weiß ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll  – nein, es gefällt mir nicht besonders, obwohl es recht gute Teile hat – und dafür lesenswert ist. Es ist eine Mischung aus Sachbuch und Abenteuer-Räuberpistolen aus den entlegensten Teilen der Welt. Mir hätte es besser gefallen ohne Seemannsgarn und in Teilen dieser Welt, die einem Achtjährigen nahe sind, um Outdorerfarung zu sammeln. Weiter zur Rezension:   The Big Book of Adventure von Teddy Keen

Rezension - Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen

Eine Wissenschaftlerin reist mitten im Winter für mehrere Monate nach Finnmark, dem äußersten Zipfel Norwegens. Die Icherzählerin betreut dort eine Station am Vogelfelsen, die das Klima und dessen Zusammenhang mit dem Schwinden der Zugvögelpopulationen untersucht. Abgeschnitten in der Einsamkeit bleiben ihr nur die wenigen Gespräche mit ihrem Freund Jo zu vereinbarten Zeiten. Atmosphärisch, Sprachlich ziemlich gut gemacht, der Roman kippt die Sprache mit dem inneren Bruch der Protagonistin. Weiter zur Rezension:    Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen

Rezension - Ein Stück Käse von Judith Auer

Eine uralte Fabel, die fast jeder kennt, die vom Fuchs und dem Raben. Sie wird dem griechischen Dichter Äsop zugeschrieben. Judith Auer hat sie in ganz kurzen Sätzen für Kinder aufgelegt. Wo Zeichnung eine Geschichte erzählt, braucht es nicht viele Worte. Winteratmosphäre, passend zur Jahreszeit, einfache Strukturen und klare Zeichnungen eignet das Buch für Kinder ab 2 Jahren. Weiter zur Rezension:    Ein Stück Käse von Judith Auer

Rezension - Aus den Memoiren eines Mittelschülers von Paul Flora

Ich bin schon ewig ein Fan von Paul Flora, habe viele seiner Ausstellungen besucht – Cartoon, Karikatur, er war ein Satiriker mit spitzer Feder, seine Zeichnungen sind weltberühmt. Er verstarb 2009. In seinem Nachlass fand sich ein Heft, in dem der 18-jährige Paul Flora witzig und äußerst respektlos den Alltag und den 1940 herrschenden Zeitgeist an seinem Gymnasium in Innsbruck festhielt. Die Texte sind amüsant zu lesen und haben keinesfalls ihre Brisanz verloren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Schüler heute noch mit den Texten konform gingen. Sein karikaturistisches Talent war schon zu dieser Zeit sichtbar. Weiter zur Rezension:    Aus den Memoiren eines Mittelschülers von Paul Flora

Rezension - Prisoners von George Pelecanos

Michael Hudson sitzt in U-Haft, angeklagt wegen bewaffneten Raubüberfalls - er war der Fahrer. Im Knast entdeckt es das Lesen für sich, liest u.a. John Steinbeck, Elmore Leonard, James Lee Burke, Wallace Stroby. In den Büchern kann er dem Gefängnisalltag entfliehen, findet Halt und überdenkt sein Leben. Eines Tages steckt ihm ein Gefangener eine Nachricht zu: Phil Ornazian lässt ausrichten, es würde alles gut werden – und dann wird Michael völlig unerwartet entlassen. Der Zeuge, der ihn identifizieren kann, zieht seine Aussage zurück. Michael wohnt bei seiner Mutter, bekommt einen Job, nimmt sich vor, sein Leben umzukrempeln. Ein leiser Noir-Thriller, der es auf allen Ebenen in sich hat. Weiter zur Rezension:    Prisoners von George Pelecanos