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Rezension - Der Attentäter von Ulf Schiewe

1914, auf Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns wird ein Attentat verübt, das er und seine Frau überleben. Niemand rechnet mit einem weiteren Anschlag, und das Paar fährt weiter mit dem offenen Auto durch die Menge. Der 19-jährige Schüler Gavrilo Princip, der der Untergrundorganisation «Mlada Bosna» angehört, erschießt den Erzherzog und seine Frau mit zwei Pistolenschüssen. Das Ereignis löst infolge den 1. Weltkrieg aus. Der Roman ist fein historisch recherchiert und fast minutiös an die Ereignisse geknüpft, beschreibt die Tage davor. Ein reifer Ulf Schiewe in Stil und Sprache, bisher mit Abstand sein bester Roman! Weiter zur Rezension:  Der Attentäter von Ulf Schiewe

Rezension - Marzahn, mon amour von Katja Oskamp

Wenn man vom Schreiben nicht mehr leben kann, muss man sich eine andere Arbeit suchen. Katja Oskamp wird Fußpflegerin und berichtet in Kurzgeschichten von ihrer Arbeit, von ihren Klienten. Empathisch, mit viel Humor zeichnet sie Lebensläufe aus dem Berliner Stadtteil Marzahn auf. Weiter zur Rezension:    Marzahn, mon amour von Katja Oskamp

Rezension - Dort dort von Tommy Orange

Sprecher: Christian Brückner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 10 Min. «Dort dort» ist ein wichtiger Roman, der die Geschichte der Native American Indians von heute erzählt, realistisch, ein wenig wütend, berührend. Ein spannendes Drama, das die Geschichte von 12 Personen erzählt, die sich auf ein Powwow vorbereiten, jeder mit einer anderen Intension. Am Ende werden sich dort ihre Wege kreuzen. Tommy Orange lässt in seinem Roman die Stimmen der American Natives zu Wort kommen: authentisch und frei von Lagerfeuerromantik. Rassismus, die Suche nach Identität, Ausweglosigkeit, Armut, Kriminalität, Alkoholismus, Drogen, Vergewaltigung, junge Frauen, die sich selbst das Leben nehmen. Hier wird nichts beschönigt – es ist aber im Gegenzug keine Anklage. Absolute Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Dort dort von Tommy Orange

Rezension - Serra de Tramuntana: blutrot von Stina Jensen

Levke Sönkamp hat ein Trauma zu bewältigen, begibt sich auf einen Workshop in die Berge von Mallorca. Doch die heruntergekommene Finca gleicht nicht den Werbefotos der Website ihres Psychotherapeuten. Der musste nämlich umdisponieren, da sein Freund, der ihm sein Haus für Seminare zur Verfügung stellt, Suizid begonnen hat. Das liegt nur ein paar Meter weiter. Die Polizei ermittelt noch, hat den Verdacht, dass es sich um einen Mord handeln könnte, denn der Tote war in einen Bau- und Korruptionsskandal verwickelt. Und gleich am zweiten Tag ist eine Seminarteilnehmerin plötzlich verschwunden. Weiter zur Rezension:    Serra de Tramuntana: blutrot von Stina Jensen

Rezension - Alleingang von Stefan Moster

Als Kinder sind sie Freunde: Freddy und Tom. Sie wohnen in derselben Straße: auf der einen Seite die Villa, gegenüber die Mietskaserne. Sie besuchen dieselbe Klasse der Grundschule, nachmittags spielen sie Baader-Meinhof-Bande. Toms Eltern sind betucht. Freddys Vater ist abgehauen, später auch die Mutter. So zieht die überforderte, gnatzige Oma das Geschwisterrudel auf, Freddy ist der Jüngste der 13 Geschwister. Tom geht aufs Gymnasium, Anfang der Achtziger beginnt er sein Jurastudium, wohnt in einer Studenten-WG. Freddy schafft den Hauptschulabschluss und wird Kfz-Mechaniker. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, in der Freddy alles gibt – zu viel. Weiter zur Rezension:    Alleingang von Stefan Moster

Rezension - Bitte nicht öffnen 4: Feurig! Von von Charlotte Habersack, Fréderic Bertrand

Kinderbuchserie: Bitte nicht öffnen! Wer Band 1-3 gelesen hat, der weiß bereits, dass jemand Kindern ein Stofftier klaut, es an Nemo als Päckchen verschickt, ein verzaubertes Stofftier. Der einzige Mensch, der es zurückverzaubern kann, ist der Besitzer des Plüschtiers. Nemo hat nun einen Plan: Er will dem Päckchen-Verschicker eine Falle stellen! Ein guter Plan – eigentlich – er ködert ihn mit dem Drachen der kleinen Marie. Der Besitzer ist klar, also öffnet Nemo das Päckchen – doch dann passiert die Katastrophe … Weiter zur Rezension:    Bitte nicht öffnen 4: Feurig! Von von Charlotte Habersack, Fréderic Bertrand

Rezension - WOHL BEKAM’S von Tobias Roth und Moritz Rauchhaus

In hundert Menüs durch die Weltgeschichte Was kam zur Hochzeit Napoleon Bonapartes 1810 auf den Tisch? Was gab es bei einem Festmahl der Schneidergilde Londons 1430 zu Essen? Vom mittelalterlichen Italien führt diese spezielle Anthologie über Astronautennahrung im Weltraum bis in die transatlantische Diplomatie unserer Tage. Bedeutsame Anlässe – große Tafeln – sicher nicht ein Buch für jedermann, aber wer sich für Kulturgeschichte und Essen interessiert, dem wird es gefallen. Das Buch beginnt 879 v. Chr. in Nimrud, König Assurnasirpal II weiht eine neue Residenz ein, und es endet 2018 in München mit dem Hochzeitsmenü des Autors Tobias Roth. Ungesundes, Peinliches, Kurioses – Kurze Geschichte zum Menü, Anekdoten – viel Spaß! Weiter zur Rezension:    WOHL BEKAM’S  von Tobias Roth und Moritz Rauchhaus

Rzension - Die Zeuginnen von Margaret Atwood

Sprecherinnen: Leslie Malton, Eva Meckbach, Inka Löwendorf, Vera Teltz, Julian Mehne Audible, Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 13 Std. und 9 Min. Vor 15 Jahren erschien die Dystopie »Der Report der Magd« und endete offen: »Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.« - der letzte Satz der Magd Desfred. Margaret Atwood hat nun die Fortsetzung des Romans herausgegeben – allerdings setzt das Buch nicht ans Ende des Vorgängers an, und der Roman ist in einem völlig anderen Stil geschrieben. Spannend aus drei Perspektiven zeigt die Dystopie uns, wie Gilead, eine Diktatur, ein Unrechtsstaat, funktioniert. Drei Frauen, die einen Staat ins Wanken bringen … Weiter zur Rezension:    Die Zeuginnen von Margaret Atwood

Rezension - Gegen deinen Willen von Manuela Obermeier

Ein Durchschnittskrimi, den man gut lesen kann, aber man hat nichts verpasst, wenn daran vorübergeht. München, Englischer Garten, ein Toter wird aufgefunden auf seine Brust ist das Wort »Drecksau« eingeritzt. Rache oder Ablenkung? Weiter zur Rezension:    Gegen deinen Willen von Manuela Obermeier

Rezension - Voll im Leben von John Fante

Dieser amerikanische Roman stammt von 1952. Kein bisschen verstaubt – so humorvoll wie damals und dank der wundervollen Formulierungen ein Leseschatz! John Fante schrieb gern über seine Familie, wie auch hier. Er zieht sie aus, völlig nackt, liebevoll und bestialisch satirisch. Schwanger mit dem ersten Kind, Termiten im Haus und Papa Nick, der helfen muss. Ein Lesevergnügen … Weiter zur Rezension:    Voll im Leben von John Fante