Direkt zum Hauptbereich

Posts

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Wolkenbrot von Baek Hee Na und Kim Hyang Soo

Ein Bilderbuch, dass mich etwas ratlos zurückgelassen hat. Gestaltung und Fantasie absolut empfehlenswert, ein besonderes Buch. Pädagogisch würde ich drei Punkte abziehen, da es in diesem Jahrhundert entstanden ist. Ich hätte nämlich glatt auf die 1950-er getippt. Hier wird ein gesellschaftliches Bild gezeichnet, das völlig unakzeptabel ist. Weiter zur Rezension:   Wolkenbrot von Baek Hee Na und Kim Hyang Soo

Rezension - Estela und die Liebe zu den Wörtern von Mamen Sánchez

Ein Roman, der beim Lesen einfach nur Spaß macht! Vor fünfzig Jahren hat Estela Valiente einen Roman geschrieben. In Spanien ein unerhörtes, feministisches Werk – zensiert, Estela und ihre Verlegerin mussten dafür im Gefängnis eine Strafe absitzen – ein Werk wider der Sitten und Ordnung. Weltweit ein Erfolg – sie erhielt den Literaturnobelpreis. Seit dem hat sie nie wieder ein Buch herausgebracht. Geschichten ranken um ihre Person. Die junge Journalistin Maya möchte eine Biografie schreiben – nur wie herankommen an die Grand Dame? Der bekannte Journalist Alonso Ríos hat gleiches vor. Doch er erpresst Estela mit Dokumenten, die er in Original besitzt … Estela wird sich der Vergangenheit stellen müssen. Eine spannende Geschichte voller Intrigen und Geheimnisse, die auch die Liebesbriefmörderin betreffen. Eins dieser Bücher, bei dem man sich beim Bügeln die Finger verbrennt, weil man es nicht weglegen kann – eine Hommage auf die Literatur! Weiter zur Rezension:    Estela und...

Rezension - Die Durchlässigkeit der Zeit von Leonorado Padura

Ein spannender Roman, der das Gesellschaftsbild des heutigen Kubas wiedergibt, eine Kriminalgeschichte, die sich um eine gestohlene Madonna dreht. Daneben in einem historischen Strang die spanisch-europäische Geschichte, Tempelritter, Kreuzzüge, bis zum spanischen Bürgerkrieg – glänzend erzählt. Eben mehr als ein literarischer Krimi!  Weiter zur Rezension:    Die Durchlässigkeit der Zeit von Leonorado Padura

Rezension - Die Leben der Elena Silber von Alexander Osang

Sprecher: Stefan Kaminski Hörbuch, Spieldauer: 17 Std. und 8 Min. Eine Familiengeschichte, die zwischen 1905 und 2017 spielt, zwischen Zeit und Ort wechselt, beginnend mit den Anfängen der russischen Revolution in der Zarenzeit, zaristische Gewalt, stalinistische Tyrannei, Nationalsozialismus, Tuchfabrik in Oberschlesien, Vertreibung, das Leben in der DDR und Wiedervereinigung, Ost-Berlin in 2017. Alexander Osang sagt, der Roman sei sein persönlichstes Buch, ein Stochern in der eigenen Familiengeschichte, die Geschichte seiner Großmutter. Interessant für mich, aber nicht der große Wurf. Weiter zur Rezension:    Die Leben der Elena Silber von Alexander Osang

Rezension - Mobbing Dick von Tom Zürcher

Dieser Roman ist etwas für Leser mit einem schrägen Humor. Eine beißende Satire auf das Schweizer Bankensystem, das Katzbuckeln. Gleichzeitig ist es die Geschichte eines Absturzes, ein Psychodrama. Das Buch stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019. Paradeplatz, Cremeschnitten aus dem Sprüngli, Bankengeheimnis, Druck aus Amerika, Anlageberatung, Drogen, Rotlichtmilieu, eine gelungene Posse aus Zürich. Weiter zur Rezension:    Mobbing Dick von Tom Zürcher

Rezension - Der Sprengsatz von Nicolas Searle

Was für ein Thriller! Eine eigene Handschrift, akribisch, genau, minutiös. Ein Agententhriller mit Klasse! Geheimdienstoffizier Jake Winter simuliert mit einem V-Mann ein Attentat an einem Bahnhof, irgendwo in Nordengland. Alles ist genau geplant, jeder Schnitt des V-Manns überwacht. Doch der sprengt sich mitten im Bahnhof in die Luft! Ein Desaster! Winter wird zum Bauernopfer erkoren. Doch noch während die Untersuchung läuft, haben sie einen Deal mit einem Islamisten, einem Heimkehrer – ein neuer V-Mann. Diesmal darf nichts schieflaufen. Weiter zur Rezension:    Der Sprengsatz von Nicolas Searle

Rezension - Die Entmieteten von Synke Köhler

Der Roman beschreibt das Geschehen um ein vom Abriss bedrohtes Mietshaus im Osten Berlins, Prenzlauer Berg, Marner Straße. Stück für Stück entsteht aus diesem alten Quartier ein Juppistadtteil, die Mieten steigen ins Unermessliche. Alte Häuser werden im Eiltempo saniert oder schlicht abgerissen, Neubauten entstehen: die Appartements groß, modern, teuer. Ein Roman, der ein großes Thema belegt, teils recht gut, mich letztendlich nicht ganz überzeugen konnte – mir ein wenig zu kopflastig geschrieben. Weiter zur Rezension:    Die Entmieteten von Synke Köhler

Rezension - Die Rote Hand von Jürgen Heimbach

Ein spannender historischer Noir-Thriller, der die Morde an den deutschen Waffenhändlern Otto Schlüter und Georg Puchert einbindet. Frankfurt in der Nachkriegszeit Ende der Fünfziger, Wiederaufbau, Wasserhäuschen. Der  Algerienkrieg der Franzosen ist das Thema, der als Krieg nicht bezeichnet werden darf, Waffengeschäfte, Anschläge des französischen Geheimdienstes, »La main rouge«. Attentate, mitten in Deutschland, ungeahndet, wegen der Diplomatie … Weiter zur Rezension:    Die Rote Hand von Jürgen Heimbach

Rezension - i love you heißt noch lange nicht ich liebe dich von Cleo Leuchtenberg

Ein spannendes Jugendbuch, bei dem es im zentralen Thema um das Synchronsprechen geht. Und genau das ist mega interessant. Lilly, eine angehende Schauspielerin darf zu einem Hollywoodfilm die deutsche Stimme einsprechen. Und da ist Ben, das Gegenteil von Lilly. Er spricht die männlichen Hauptrolle. Im Film muss es zwischen den beiden knistern, ganz professionell, denn es ist auch eine Liebesgeschichte. Und so rücken sie vor dem Mikrofon ein wenig zusammen. Emotionen fliegen … Während die Protagonisten sich in dieser Dystopie kennenlernen, umkreisen, anzicken, sich näherkommen, passiert genau das parallel mit Lilly und Ben. Klare Charaktere, zugespitzte Story, aber die Sprache ist literarisch schnörkellos, ohne Kitsch. Das macht eine gute Soap aus. – Sprechen will gelernt sein – es ist ein hartes Training. Weiter zur Rezension:    i love you heißt noch lange nicht ich liebe dich von Cleo Leuchtenberg