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Rezension - Mobbing Dick von Tom Zürcher

Dieser Roman ist etwas für Leser mit einem schrägen Humor. Eine beißende Satire auf das Schweizer Bankensystem, das Katzbuckeln. Gleichzeitig ist es die Geschichte eines Absturzes, ein Psychodrama. Das Buch stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019. Paradeplatz, Cremeschnitten aus dem Sprüngli, Bankengeheimnis, Druck aus Amerika, Anlageberatung, Drogen, Rotlichtmilieu, eine gelungene Posse aus Zürich. Weiter zur Rezension:    Mobbing Dick von Tom Zürcher

Rezension - Der Sprengsatz von Nicolas Searle

Was für ein Thriller! Eine eigene Handschrift, akribisch, genau, minutiös. Ein Agententhriller mit Klasse! Geheimdienstoffizier Jake Winter simuliert mit einem V-Mann ein Attentat an einem Bahnhof, irgendwo in Nordengland. Alles ist genau geplant, jeder Schnitt des V-Manns überwacht. Doch der sprengt sich mitten im Bahnhof in die Luft! Ein Desaster! Winter wird zum Bauernopfer erkoren. Doch noch während die Untersuchung läuft, haben sie einen Deal mit einem Islamisten, einem Heimkehrer – ein neuer V-Mann. Diesmal darf nichts schieflaufen. Weiter zur Rezension:    Der Sprengsatz von Nicolas Searle

Rezension - Die Entmieteten von Synke Köhler

Der Roman beschreibt das Geschehen um ein vom Abriss bedrohtes Mietshaus im Osten Berlins, Prenzlauer Berg, Marner Straße. Stück für Stück entsteht aus diesem alten Quartier ein Juppistadtteil, die Mieten steigen ins Unermessliche. Alte Häuser werden im Eiltempo saniert oder schlicht abgerissen, Neubauten entstehen: die Appartements groß, modern, teuer. Ein Roman, der ein großes Thema belegt, teils recht gut, mich letztendlich nicht ganz überzeugen konnte – mir ein wenig zu kopflastig geschrieben. Weiter zur Rezension:    Die Entmieteten von Synke Köhler

Rezension - Die Rote Hand von Jürgen Heimbach

Ein spannender historischer Noir-Thriller, der die Morde an den deutschen Waffenhändlern Otto Schlüter und Georg Puchert einbindet. Frankfurt in der Nachkriegszeit Ende der Fünfziger, Wiederaufbau, Wasserhäuschen. Der  Algerienkrieg der Franzosen ist das Thema, der als Krieg nicht bezeichnet werden darf, Waffengeschäfte, Anschläge des französischen Geheimdienstes, »La main rouge«. Attentate, mitten in Deutschland, ungeahndet, wegen der Diplomatie … Weiter zur Rezension:    Die Rote Hand von Jürgen Heimbach

Rezension - i love you heißt noch lange nicht ich liebe dich von Cleo Leuchtenberg

Ein spannendes Jugendbuch, bei dem es im zentralen Thema um das Synchronsprechen geht. Und genau das ist mega interessant. Lilly, eine angehende Schauspielerin darf zu einem Hollywoodfilm die deutsche Stimme einsprechen. Und da ist Ben, das Gegenteil von Lilly. Er spricht die männlichen Hauptrolle. Im Film muss es zwischen den beiden knistern, ganz professionell, denn es ist auch eine Liebesgeschichte. Und so rücken sie vor dem Mikrofon ein wenig zusammen. Emotionen fliegen … Während die Protagonisten sich in dieser Dystopie kennenlernen, umkreisen, anzicken, sich näherkommen, passiert genau das parallel mit Lilly und Ben. Klare Charaktere, zugespitzte Story, aber die Sprache ist literarisch schnörkellos, ohne Kitsch. Das macht eine gute Soap aus. – Sprechen will gelernt sein – es ist ein hartes Training. Weiter zur Rezension:    i love you heißt noch lange nicht ich liebe dich von Cleo Leuchtenberg

Rezension - Petit Piment von Alain Mabanckou

Mose wächst im Kongo in einem Waisenheim auf, umsorgt von einem Priester, der dem Froschtanz beherrscht, den Pygmäentanz, und einer liebevollen Erzieherin, die Wärme zeigt, so einiges durchgehen lässt. Aber das ist schon alles, was schön ist an diesem Heim. Mit Regierungswechsel wird alles Personal ausgetauscht, die Revolution ist nun der Gott. Drum büchst Petit Piment mit den Zwilligen aus. Draußen ist die Welt auch nicht besser, sie fristen das Leben von Straßenkindern, bis Petit Piment bei der Puffmutter »Mama Fiat 500« landet … Weiter zur Rezension:    Petit Piment von Alain Mabanckou

Rezension - Ein Teil von ihr von Karin Slaughter

Sprecher: Nina Petri ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 16 Std. und 56 Min. Ich lese / höre Karin Slaughter sehr gern. Ihre Psychothriller entwickeln sich immer gemächlich und das Hauptaugenmerk liegt auf den Protagonisten. Das ist auch dieses Mal so, ein Thriller, ein Familiendrama, comming-of-age. Ein Strang spielt in der heutigen Zeit, der längere geht zurück in die Vergangenheit. Mutter und Tochter – eine Tochter, die glaubt zu wissen, wer ihre Mutter ist, eine nette Therapeutin – bis zu diesem Tag, als die Mutter im Einkaufszentrum einem durchgeknallten Typen, der auf Menschen schießt, fachgerecht entwaffnet und ihn mit seinem eigenen Jagdmesser kaltblütig tötet. Weiter zur Rezension:    Ein Teil von ihr von Karin Slaughter

Rezension - Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

Eine Kriminalgeschichte, die nur am Rande steht, ein Roman, der berührt, der den Leser von der ersten Seite an mitnimmt, nicht loslässt. Ein Drama – das ist nach den ersten Seiten klar. Ein Mädchen einsam in der Natur, im Einklang mit ihr – ein Mensch, der immer wieder verlassen wird – Angst vor Verlust – eine scheue junge Frau, die den Tieren in ihrer Umgebung mehr vertraut als ihren Artgenossen. Mir hat die Geschichte unter anderem eine schlaflose Nacht geschenkt – es ist einer der besten Romane, die ich in diesem Jahr gelesen habe! Ein Kind lebt allein versteckt im Marschland der Ostküste von North Carolina, zwischen Salzwiesen, kleinen Wäldern, Wasserläufen, Sanddünen, Schilfgräsern, Sumpf und Sandbänken, zwischen mäandernden Flussausläufern. Sie kennt jedes und Tier, jede Muschel und jede Pflanze. Das Marschland ist bekannt für seine zwielichtigen Bewohner: White Trash. Weiter zur Rezension:    Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

Rezension - Wenn ich tot bin von Karen Sander

Wer einen spannenden Pageturner sucht, den man an einem Abend weglesen kann, der mag mit diesem Thriller zufrieden sein. Wer außerdem gute Literatur sucht und einen bewegenden Inhalt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Sehr glaubhaft ist die Story nicht – hier wurde viel konstruiert, damit am Ende alles passt. Schlicht spannende Unterhaltung – warum nicht! Die Geschichte spielt in den Highlands von Schottland, in Edinburgh – wäre es Wanne Eikel, man würde den Unterschied nicht feststellen. Ein Mädchen wird im Alter von 8 Jahren entführt, 10 Jahre später steht sie vor der Tür ihrer Mutter, um ein paar Stunden später erneut zu verschwinden … Weiter zur Rezension:    Wenn ich tot bin von Karen Sander

Rezension - Ich bin Circe von Madeline Miller

Ein Roman über die Göttin Circe, oder auch Kirke genannt, Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse – ein ungeliebtes Kind. Eine starke Frau, die ihren eigenen Weg geht, sich ihre Macht erkämpft, verbannt auf die Insel Aiaia, Geliebte des Odysseus, Mutter des Telegonos. Göttersagen vom Olymp, eine wundervolle Geschichte, Atmosphärisch dicht geschrieben, sehr lebendig und humorvoll, ist dieser Roman ein Genuss für alle Fans der griechischen Mythologie. Weiter zur Rezension:    Ich bin Circe von Madeline Miller