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Rezension - Guantanamo Kid von Jérôme Tubiana und Alexandre Franc

Die wahre Geschichte des Mohammed el Gharani Mohammed el Gharani, 14 Jahre alt, verhaftet zusammen mit vielen anderen in einer Moschee in Pakistan.  Der Vorwurf: Er sei Terrorist. Sohn von Gastarbeitern aus dem Tschad, aber in Saudi Arabien geboren und aufgewachsen, galt er dort als Mensch zweiter Klasse. Er macht sich auf nach Pakistan, lernt dort Englisch und Informatik, um später einen guten Job zu bekommen … Nach 8 Jahren Haft und Folter, wider jeder Menschenrechte inhaftiert durch die US-Amerikaner, schafft er es, aus der Haft entlassen zu werden. Dies ist seine Biografie! Eine bedrückende Graphic Novel, eine wahre Geschichte. Weiter zur Rezension:    Guantanamo Kid von Jérôme Tubiana und Alexandre Franc

Rezension - Kongo Blues von Jonathan Robijn

Kongo Blues ist ein wundervoller Roman, aber warum weist ihn der Nautilus Verlag  als Kriminalroman aus? Die reinen Krimileser verärgert man eher, wenn man ihnen unter solchem Lockangebot Literatur unterjubelt, auch wenn sie lesenswert ist. Aber nun auf zu diesem bemerkenswerten Roman. Der Jazzpianist Morgan kommt früh am Neujahrsmorgen nach einem Auftritt nach Hause, als er in der klirrenden Kälte eine Frau entdeckt, bewusstlos, kurz vor dem Erfrieren. Er schleppt die anscheinend Betrunkene in seine Wohnung. Eine elegante Frau mit ziemlich viel Geld in der Manteltasche … er wundert sich. Sie bedankt sich am nächsten Tag und verschwindet in die Gassen von Brüssel. Was sich wie ein Krimi anliest, ist allerdings eine Spurensuche nach der eigenen Identität, die bis in die dunkle Kolonialzeit nach Belgisch-Kongo zurückgeht zu den »Métis de Belgique«, den Belgische Mischlingen. Weiter zur Rezension:    Kongo Blues von Jonathan Robijn

Rezension - Sohn des Himmels von Chen Jianghong

Chen Jianghong verbindet seine Geschichte mit der Legende um die Mondküchlein, die in China beim Mondfest in der Familie verschenkt werden. Der Jadekaiser (chin. Yu = Jade), ist eine der wichtigsten Gottheiten in der chinesischen Mythologie. Seine Tochter, Prinzessin Xian-Zi, steigt hinunter auf die Erde und verliebt sich. Was nicht sein darf, weiß der Jadekaiser mit Gewalt zu unterbinden … In seinen Büchern verbindet Chen Jianghong traditionelle chinesische Malstile und alte chinesische Geschichten mit moderner Erzählweise, chinesischer Kultur. Seine Art der Aquarelle im chinesischen Stil berühren. Schon allein für die Illustration muss man das Bilderbuch lieben. Weiter zur Rezension:    Sohn des Himmels von Chen Jianghong

Rezension - Schuldig von Kanae Minato

Bereits aus dem Klappentext erfahren wir so gut wie den gesamten Inhalt. Die kleine Wendung am Ende hat insofern nicht dazu beigetragen, dass dieser Roman mir letztendlich doch noch gefallen hat. Das war das nämlich Mindeste, was ich am Ende erwartet habe. Nachdem ich von dem Vorgänger »Geständnisse« sehr begeistert war, hat mich dieses Buch enttäuscht, gelangweilt. Ich habe viel geblättert. Weiter zur Rezension:    Schuldig von Kanae Minato

Rezension - Verrückt nach Karten von Huw Lewis-Jones

Geniale Geschichten von fantastischen Ländern Dieses Buch ist ein MUSS für jeden Fantasyfan, ein Augenschmaus. Der englische Originaltitel »The Writer’s Map«, gefällt mir besser, denn hier ist eindeutig klar, dass es um bestimmte Karten geht: fantastische Karten aus dem Literaturbetrieb. Der Herausgeber lässt Autoren und Illustratoren zu Wort kommen. Wir erfahren, ob es historische Vorbilder für die Karten gibt. 167 Farbillustrationen in hoher Qualität machen das Buch zum Augenschmaus und es gibt eine Menge Interessantes zu erfahren, denn 24 Autoren kommen hier zu Wort. Weiter zur Rezension:    Verrückt nach Karten von Huw Lewis-Jones 

Rezension - Ariadnes Faden von Jan Bajtlik

Götter – Sagen – Labyrinthe  Eine schöne Art, Kinder an den Aufbau der griechischen Mythologie heranzuführen. Spielerisch durch das Labyrinth wandern, kurze Infos, hinten komprimiert verständlich die Geschichte, die dahintersteckt. Hinten finden wir auch den Stammbaum der Götter. Der Palast von Knossos, der Minotaurus, der trojanische Krieg, die Heimkehr des Odysseus, die Jagd nach dem Goldenen Vlies, die Geschichten von Sisyphus und Ödipus, es gibt eine Menge zu entdecken. Mir hat dies komplexe Buch gefallen, es regt an, sich weiter mit der griechischen Mythologie zu beschäftigen. Weiter zur Rezension:    Ariadnes Faden von Jan Bajtlik

Rezension - Übergänge von Vicente Valero

Eine Novelle; Übergänge vom Kind zum Erwachsenen, vom Faschismus unter Franco in die Demokratie, Ibiza wächst von der beschaulichen Ausflugsinsel zum Ort des Massentourismus. Retrospektiven, die Zeit des Übergangs. Beerdigungen rufen Erinnerungen wach, drei alte Freunde, die sich 20 Jahre nicht mehr gesehen haben, beerdigen den Vierten im Bunde, sitzen zusammen … Weiter zur Rezension:    Übergänge von Vicente Valero

Rezension - Fake News & Verschwörungstheorien von Gérald Bronner und Krassinsky

Ein Wissenscomic, eine Grafic Novel zum Thema Meinungsbildung, Informationsfluss, Fake News und Verschwörungstheorien. Lehrer, Eltern, Großeltern, bitte lesen, denn dies ist für mich ein wichtiges Buch – nicht nur für Jugendliche. Fake News gehören neben Umweltveränderungen zu den größten Problemen unserer Epoche. Wie werden wir beeinflusst, was gaukelt uns unser Gehirn vor? Jean-Paul Krassinsky zeichnet ausdrucksstark, humoristisch, durch die Comicform ver(sinn)bildlichen sich die Informationen. Weiter zur Rezension:    Fake News & Verschwörungstheorien von Gérald Bronner und Krassinsky

Rezension - Das Theater von nebenan von Sonja Danowski

Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch, dass es letztendlich in sich hat. Konfliktsituationen zwischen Geschwistern, zwischen Jungen und Mädchen, Dreierkonstellationen, ein Neuer muss sich profilieren. Gibt es Mädchenspielzeug, Jungenspielzeug? Wann kann man als Geschwister zusammen spielen und wo gibt es Grenzen, wenn Freunde zu Besuch kommen. Das Bilderbuch birgt jede Menge Zündstoff, sich über Konfliktsituationen zu unterhalten. Klasse! Weiter zur Rezension:    Das Theater von nebenan von Sonja Danowski

Rezension - Fiona – Das Leben und das Sterben von Harry Bingham

Sprecher: Sabina Godec Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 15 Std. und 59 Min. Die Fiona-Rheihe ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und nun lese ich die Bände, die ich bisher verpasst habe, hier Teil 2. Wie immer spannende Polizeiarbeit in Cardiff. Eine fein gezeichnete Protagonistin mit Cotard-Syndrom, eine schräge Persönlichkeit, die aus der Ichform berichtet und so tiefen Einblick in ihr Innerstes vermittelt. Ein Schlag schwarzer Humor darf nicht fehlen bei einer solchen Figur. Harry Bingham schafft Atmosphäre, zieht mit einen Sog in die Story, absolute Spannung und Entspannung wechseln sich ab, großes Kopfkino in jeder Situation. Weiter zur Rezension:  Fiona  – Das Leben und das Sterben von Harry Bingham