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Rezension - Alwina und Nelli von Heribert Schulmeyer

Ein Kinderbuch? Ja – auch. Dies ist eine gezeichnete Sommergeschichte, und wer etwas für Aquarellmalerei übrig hat, wird sich in dieses Buch verlieben. Das Bilderbuch beginnt und endet mit Skizzen: Ein Maler macht Urlaub am Meer und zeichnet, was er sieht. Daraus entsteht später ein Bilderbuch mit wundervollen Aquarellen. Nicht nur für Kinder. Zwei einsame Herzen, die dicke Alwia mittleren Alters und und die kleine Nelli, begegnen sich morgens im Badezimmer einer Pension, und eine dicke Ferienfreundschaft wird sich entwickeln. Ein Fotobuch - eine Urlaubsgeschichte – zauberhaft! Der Atlantis Verlag gibt eine Altersangabe von 4 - 6 Jahre an – soweit in Ordnung, aber Kunstliebhaber allen Alters werden von diesem Buch begeistert sein. Weiter zur Rezension:    Alwina und Nelli von Heribert Schulmeyer

Rezension - Der Schatz der Black Swan von Guillermo Corral und Paco Roca

Eine wahre Geschichte um einen versunkenen Schatz. Obwohl ich den Kampf um einen Kulturschatz damals in den Medien verfolgt habe, liest sich diese Graphic Novel spannend. Vielleicht ist diese Graphic Novel so packend, weil der Autor, Guillermo Corral, früher einmal Diplomat war und einen überraschenden Einblick in die intrigante Verflechtung von Politik, Macht und Profit – eben schmutzige Geschäfte – offenlegt und deutlich wird, was damals geschah. Wem gehört der Schatz der spanischen Galeone »Nuestra Señora de las Mercedes«, die 1804 durch die britische Kriegsmarine befeuert wurde? Haben die Schatzsucher der Firma Odyssey versucht, den spanischen Staat auszutricksen? Weiter zur Rezension:    Der Schatz der Black Swan von Guillermo Corral und Paco Roca

Rezension - Deckname Flamingo von Kate Atkinson

Ein Roman für geduldige, aufmerksame Leser, denn wer nach dem Klappentext einen aufregenden Agententhriller erwartet liegt falsch. Kate Atkinson beschreibt mit viel Humor – Sarkasmus – die Kriegszeit und die Nachkriegszeit in London, ein Gesellschaftsbild von 1940-1950. Ein in England spielender Spionageroman, Ocean-Cover, Swimmingpoolfeeling – doch das ist es nicht. Die 18-jährige Julia Armstrong wird 1940 MI5-Mitarbeiterin. Sie soll britische Nazi-Sympathisanten ausspionieren. Weiter zur Rezension:    Deckname Flamingo von Kate Atkinson 

Rezension - Ein Nashorn namens Clara von Katrin Hirt und Laura Fuchs

Ein Bilderbuch, das mich begeistert hat, denn es ist eine wahre Geschichte. Letztendlich eine tragische Story aus heutiger Sicht. Es war einmal ein kleines Nashorn, das mit seiner Familie in Indien lebte. Jäger töteten die Mutter, brachten das Jungtier in die Stadt, wo es von einer Kaufmannsfamilie aufgenommen wurde und den Namen Clara erhielt. Schon bald zeige sich, dass man ein Nashorn nicht im Haus halten kann. Kapitän Douwe Van der Meer hatte eine Lösung parat. Er nahm Clara mit nach Europa. Eine Sensation! So ein Tier hatte hier noch niemand gesehen! Weiter zur Rezension:    Ein Nashorn namens Clara von Katrin Hirt und Laura Fuchs

Autoreninterview mit Fenna Williams - Frau Auerbach - Ute Mügge-Lauterbach

Heute bin ich im Interview mit drei wundervollen Autorinnen: Fenna Williams, einer Inselsammlerin und Spezialistin für Exposés, Frau Auerbach, die ihre Protagonistin fremde Häuser hüten lässt und Ute Mügge-Lauterbach, einer Shakespeare-, Schottland- und Whiskykennerin, und Skriptberaterin. Wir haben viel gelacht. Whisky, Reisen, Krimis, Schottland, Shakespeare, und andere Dramen stehen auf dem Programm. Weiter zum Interview:    Interview mit Fenna Williams, Frau Auerbach und Ute Mügge-Lauterbach

Rezension - Wullefump – Die Reise ans Meer von Henry Sperling

Ein Kinderbuch für das Erstlesealter oder zum Vorlesen mit einer schrägen, abenteuerlichen Geschichte. Wullefump lebt im Süffelsee bei Prümpeldorf. Er sammelt am Seeboden das Zeug auf, das Menschen hineinschmeißen, einiges ist nämlich noch brauchbar, und aus den alten Autoreifen hat er sich ein Reifenlabyrinth gebaut, durch das er zusammen mit den lilafarbenen Knadderkarpfen flitzt. In der Froschlöffelbucht lässt er sich von den blubbernden Fiesmuscheln den Rücken massieren. Jede Tierart ist mit vielen Gesellen vertreten, nur Wullefump ist allein. Vielleicht gibt es im Meer noch andere Wullefumps, meint die Möwe. Nur wie kann er dort hingelangen? Weiter zur Rezension:    Wullefump – Die Reise ans Meer von Henry Sperling

Rezension - Eisbären von Marie Luise Kaschnitz illustriert von Karen Minden

Marie Luise Kaschnitz war in meiner Jugendzeit meine Lieblingsautorin und so war für mich dies von Karen Minden illustriere Buch ein Genuss, Bleistiftzeichnungen, die sich wunderschön mit der Kurzgeschichte verbinden. »Eisbären«, die Novelle ist Kaschnitz-Fans geläufig: Eine Frau hatte schon geschlafen, wacht auf vom Geräusch des Türschlosses. Endlich kommt ihr Mann nach Hause. Doch er macht kein Licht. Ein Einbrecher? Seine Stimme bittet sie, das Licht nicht auszulassen. Sie soll die Wahrheit erzählen – damals im Zoo – auf wen habe sie gewartet? Weiter zur Rezension:    Eisbären – Novelle von Marie Luise Kaschnitz, illustriert von Karen Minden

Rezension - Ein Freund wie kein anderer von Oliver Scherz und Barbara Scholz

Die Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die einige Krisen überwinden muss. Ein illustriertes spannendes Kinderbuch zum Vorlesen, ebenso für Erstleser geeignet. Ein Erdhörnchenkind und ein Wolf freunden sich an, haben manches Abenteuer zu bestehen und ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt. Weiter zur Rezension:    Ein Freund wie kein anderer von Oliver Scherz und Barbara Scholz

Rezension - Kohnversation – Cartoons von Ruth Lewinsky und Charles Lewinsky

Jiddischer Humor, koscheres Essen, orthodoxe Juden, religiöse Vorschriften, die das Leben schwer machen, aber auch Familiensorgen, Alltagsstress, essen und kochen, Finanzen, Antisemitismus - mit feinem Humor bringt das Ehepaar Lewinsky gemeinsam mit Feder und Text Cartoons zu Papier. Weiter zur Rezension:    Kohnversation – Cartoons von Ruth Lewinsky und Charles Lewinsky

Rezension - Das Dunkle und das Helle von Kerstin Hau und Julie Völk

Dies ist ein besonderes Bilderbuch, mit viel Empathie stimmungsvoll gestaltet. Das Leben hat dunkle Seiten und helle Seiten. Landet man eine Zeit lang auf der dunklen Seite, so führt immer ein Weg hinaus ins Licht. Ein Bilderbuch für alle Kinder, aber sicher hilfreich in besonders schweren Lebenslagen. Julie Völk hat für dieses Buch die Technik der Cyanotypie, verwendet, eine der ältesten Fototechniken. Die Grafiken sind atmosphärisch, es werden fast ausschließlich kräftige Primärfarben verwendet, was in der Aufteilung einen wunderschönen Kontrast bietet. Weiter zur Rezension:    Das Dunkle und das Helle von Kerstin Hau und Julie Völk