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Rezension - Zappenduster von Hubertus Becker

Wahres aus der Unterwelt Kurzgeschichten aus der Unterwelt: »Alle Autoren haben mehr als zehn Jahre ihres Lebens im Gefängnis verbracht.« 13 Geschichten von 6 verschiedenen Autor*innen. Diverse Schreibstile, vermischte Themen, aber das Zentralthema ist Kriminalität. Knastgeschichten, Strafvollzug, die Erzählungen haben mir unterschiedlich gut gefallen – zwei davon haben mich beeindruckt, die von Sabine Theißen und Ingo Flam. Weiter zur Rezension:  Zappenduster von Hubertus Becker 

Rezension - Wir sehen uns dort oben von Pierre Lemaitre

Sprecher: Markus Hoffmann Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 17 Std. und 9 Min. Der Goncourt-Preis 2013 machte den französischen Roman »Wir sehen uns dort oben« zum Bestseller, eine Mischung aus Literatur, Kriminellem und Historischem, versetzt mit Humor - die Handschrift von Pierre Lemaitre. Die Geschichte beginnt 1918 auf dem Schlachtfeld. Zwei Soldaten, Albert Maillard und Édouard Péricourt, werden für immer beste Freunde bleiben; der eine wird den anderen pflegen und aus der Not heraus entwickeln sie einen wundervollen Plan, um an viel Geld heranzukommen. Und auch Offizier d'Aulnay-Pradelle  sehnt sich nach Geld und Anerkennung, an den Aufstieg in die bessere Gesellschaft. Die Heirat ins Bankhaus Péricourt und die Idee einer grandioses Geschäftsidee sollten das möglich machen, auch wenn er über Leichen gehen muss. Weiter zur Rezension:     Wir sehen uns dort oben von Pierre Lemaitre

Rezension - Ballade einer vergessenen Toten von Liza Cody

Die Schriftstellerin Amy nimmt sich vor, eine Biografie über Elly zu schreiben, Elly Astoria, die fiktive Bandleaderin der »SisterHood«, brutal und grausam 1980 ermordet. Eine kurze Karriere einer sehr jungen Frau, die tragisch endete. Der Täter konnte bis heute nicht gefasst werden. Amy beginnt zu recherchieren, versucht, Begleiter aus dem direkten Umfeld von Elly zu interviewen. Liza Cody hat hier zeitgenössische Literatur über die Musikszene verfasst – ja, man kann es auch als Krimi bezeichnen – aber das allein wäre dem Roman nicht angemessen … wie so oft bei Liza Cody. Wer den Deutschen Krimi  Preis verfolgt, kennt ihren Namen, der immer unter den Bestnomminierten in der Kategorie »Internationales« auftaucht. Weiter zur Rezension:    Ballade einer vergessenen Toten von Liza Cody

Rezension - Total verrückte Wörter von Nicola Edwards und Luisa Uribe

Der Originaltitel von diesem Kinderbuch ist »What a Wonderful World« – das trifft den Nagel auf den Kopf. Kinderbuch? Nein, ganz und gar nicht für meinen Geschmack. Das ist ein Buch, mit dem man jeden beglücken kann, der etwas für Sprache übrig hat. Ein Familienbuch: vorlesen und gemeinsam staunen und lachen – was es so alles gibt! Sprachförderung und Kreativität bei der Erfindung von eigenen Begriffen – also ran an den Tisch! Weiter zur Rezension:     Total verrückte Wörter von Nicola Edwards und Luisa Uribe

Rezension - China First von Theo Sommer

Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert Kaum ein Journalist kennt China besser als Theo Sommer. Man darf sich allerdings nicht von diesem Titel verführen lassen. Sommer blickt zurück ins Reich der Mitte und in die Zukunft, zeigt die Entwicklung Chinas aus seiner Sicht als langjähriger Korrespondent. Er beginnt mit einer kurzen Rückschau und erklärt dann, wie der wirtschaftliche Aufstieg Chinas sich erklären lässt. Am Ende nimmt Sommer die Mentalität der Chinesen ins Visier, ihre Strategie, Anknüpfungspunkte mit dem Westen, aber auch Brennpunkte und schwer überwindbare Gegensätze. Weiter zur Rezension:    China First von Theo Sommer

Rezension - Herzband – 366 Gedichte über Liebe und Verlust von Günther Butkus

Die Gedichte von Günther Butkus berühren. Jedes beginnt mit »herz…«, sie sprechen viele Bereiche des Lebens an, insbesondere die Beziehung zwischen zwei Menschen. Die meisten Gedichte liegen bei 4 - 8 Zeilen, manche sind länger, oder vielschichtige Zweizeiler, wie z.B. » herzsprecher – jedes herz hat eine geschichte«. Die Interpretation steht nach allen Seiten offen. Glück und Unglück, Freude und Trauer liegen dicht beisammen, breiten sich im Herzen aus. Gut beobachtet, auf den Punkt gebracht, Lyrik, wie ich sie mag. Liebesgedichte und vieles mehr. Weiter zur Rezension:    Herzband – 366 Gedichte über Liebe und Verlust von Günther Butkus

Rezension - Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi

Grafiknovelle Diese Grafiknovelle ist eine Literaturadaption eines kurzen japanischen Liebesromans gleichen Titels, mit dem Hiromi Kawakami bereits in Deutschland erfolgreich war. Ihre knappen Sätze hat der bekannte japanische Comiczeichner Jiro Taniguchi mit Bildern belebt. Die Grafiknovelle macht eben darum doppelt Spaß in der Kombination von feinen Worten emotionalen Bildern. Eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem dreißig Jahre älterem Mann, den sie ihren Sensei nennt – zwei Kulturen und zwei Jahrhunderte – und trotzdem verbindet die beiden sehr viel. Besonderes die Vorliebe für bestimmte Speisen. Weiter zur Rezension:    Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi

Rezension - Lola von Melissa Scrivner Love

Der Thriller hat den Edgar Award erhalten – für mich amerikanische Literatur mit Mittelmaß. Es ist eine gute Milieustudie, das ist sehr gut herausgearbeitet: dreckige, arme Viertel, Gewalt, Drogen, Armut, eine Welt ohne Zukunft. Das Leben in einem Latinoviertel in Süden LA’s ist gut beschrieben, hat mir sehr gefallen. Hier hat das Buch seine absoluten atmosphärischen Stärken. Den Figuren allerdings bin ich nicht nahegekommen, nicht wirklich der ganzen Geschichte. Lola, die eine Gang anführt, allerdings im Hintergrund, weil sie eine Frau ist – offiziell ist ihr Lebenspartner Garcia der Chef, gerät in einen Bandenkrieg … Weiter zur Rezension:    Lola von Melissa Scrivner Love

Rezension - Esthers Tagebücher – Mein Leben als Zwölfjährige von Riad Sattouf

Ich verfolge Esthers Leben, seit sie 10 Jahre alt ist – vom ersten Band an, die 2018 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet wurden. Jedes Jahr eine neue Grafik Novelle, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Der Comic-Zeichner Riad Sattouf denkt sich in sofern die Story nicht aus, da »Esther« real existiert, die Tochter eines Freundes in Paris. Die beiden telefonieren jede Woche miteinander und so hält der Zeichner Esthers Leben Woche für Woche auf einer Seite im Buch fest. Eine »Roman Graphique«, jede Seite ein in sich geschlossenes Thema, eben alles, was die Gedanken einer Zwölfjährigen berührt: Schule, Verliebtsein, in sein, Mädchen sein, Ferien, Musik, Pickel und Schminke, blöde Jungs, nervige Geschwister. Weiter zur Rezension:     Esthers Tagebücher – Mein Leben als Zwölfjährige von Riad Sattouf

Rezension - Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten von Peter Graf

Aus dem Grimmschen Wörterbuch Ausgewählt von Peter Graf Dieses Buch ist eine wahre Lust für Wortliebhaber, »ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch«. Das original Grimmsche Wörterbuch ist eine Pracht des deutschen Vokabulars, aber natürlich ein ziemlich aufgeplustertes Ding. Peter Graf hat hieraus »drucklustig« eine eigne Sammlung zusammengestellt, einen »Schöneraritätenkasten«. – Etwa »Furzklemmer« (Geizhals) der Worte, da nur ein Prozent der Grimmschen Sammlung die Ehre erhält, hier versammelt zu sein? Nein, hier geht es eher um recht unbekannte Wörter, eine »Blütenlese«, ein »Wortmuseum«, wunderschön illustriert. Weiter zur Rezension:    Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten von Peter Graf