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Rezension - Total verrückte Wörter von Nicola Edwards und Luisa Uribe

Der Originaltitel von diesem Kinderbuch ist »What a Wonderful World« – das trifft den Nagel auf den Kopf. Kinderbuch? Nein, ganz und gar nicht für meinen Geschmack. Das ist ein Buch, mit dem man jeden beglücken kann, der etwas für Sprache übrig hat. Ein Familienbuch: vorlesen und gemeinsam staunen und lachen – was es so alles gibt! Sprachförderung und Kreativität bei der Erfindung von eigenen Begriffen – also ran an den Tisch! Weiter zur Rezension:     Total verrückte Wörter von Nicola Edwards und Luisa Uribe

Rezension - China First von Theo Sommer

Die Welt auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert Kaum ein Journalist kennt China besser als Theo Sommer. Man darf sich allerdings nicht von diesem Titel verführen lassen. Sommer blickt zurück ins Reich der Mitte und in die Zukunft, zeigt die Entwicklung Chinas aus seiner Sicht als langjähriger Korrespondent. Er beginnt mit einer kurzen Rückschau und erklärt dann, wie der wirtschaftliche Aufstieg Chinas sich erklären lässt. Am Ende nimmt Sommer die Mentalität der Chinesen ins Visier, ihre Strategie, Anknüpfungspunkte mit dem Westen, aber auch Brennpunkte und schwer überwindbare Gegensätze. Weiter zur Rezension:    China First von Theo Sommer

Rezension - Herzband – 366 Gedichte über Liebe und Verlust von Günther Butkus

Die Gedichte von Günther Butkus berühren. Jedes beginnt mit »herz…«, sie sprechen viele Bereiche des Lebens an, insbesondere die Beziehung zwischen zwei Menschen. Die meisten Gedichte liegen bei 4 - 8 Zeilen, manche sind länger, oder vielschichtige Zweizeiler, wie z.B. » herzsprecher – jedes herz hat eine geschichte«. Die Interpretation steht nach allen Seiten offen. Glück und Unglück, Freude und Trauer liegen dicht beisammen, breiten sich im Herzen aus. Gut beobachtet, auf den Punkt gebracht, Lyrik, wie ich sie mag. Liebesgedichte und vieles mehr. Weiter zur Rezension:    Herzband – 366 Gedichte über Liebe und Verlust von Günther Butkus

Rezension - Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi

Grafiknovelle Diese Grafiknovelle ist eine Literaturadaption eines kurzen japanischen Liebesromans gleichen Titels, mit dem Hiromi Kawakami bereits in Deutschland erfolgreich war. Ihre knappen Sätze hat der bekannte japanische Comiczeichner Jiro Taniguchi mit Bildern belebt. Die Grafiknovelle macht eben darum doppelt Spaß in der Kombination von feinen Worten emotionalen Bildern. Eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem dreißig Jahre älterem Mann, den sie ihren Sensei nennt – zwei Kulturen und zwei Jahrhunderte – und trotzdem verbindet die beiden sehr viel. Besonderes die Vorliebe für bestimmte Speisen. Weiter zur Rezension:    Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi

Rezension - Lola von Melissa Scrivner Love

Der Thriller hat den Edgar Award erhalten – für mich amerikanische Literatur mit Mittelmaß. Es ist eine gute Milieustudie, das ist sehr gut herausgearbeitet: dreckige, arme Viertel, Gewalt, Drogen, Armut, eine Welt ohne Zukunft. Das Leben in einem Latinoviertel in Süden LA’s ist gut beschrieben, hat mir sehr gefallen. Hier hat das Buch seine absoluten atmosphärischen Stärken. Den Figuren allerdings bin ich nicht nahegekommen, nicht wirklich der ganzen Geschichte. Lola, die eine Gang anführt, allerdings im Hintergrund, weil sie eine Frau ist – offiziell ist ihr Lebenspartner Garcia der Chef, gerät in einen Bandenkrieg … Weiter zur Rezension:    Lola von Melissa Scrivner Love

Rezension - Esthers Tagebücher – Mein Leben als Zwölfjährige von Riad Sattouf

Ich verfolge Esthers Leben, seit sie 10 Jahre alt ist – vom ersten Band an, die 2018 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet wurden. Jedes Jahr eine neue Grafik Novelle, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Der Comic-Zeichner Riad Sattouf denkt sich in sofern die Story nicht aus, da »Esther« real existiert, die Tochter eines Freundes in Paris. Die beiden telefonieren jede Woche miteinander und so hält der Zeichner Esthers Leben Woche für Woche auf einer Seite im Buch fest. Eine »Roman Graphique«, jede Seite ein in sich geschlossenes Thema, eben alles, was die Gedanken einer Zwölfjährigen berührt: Schule, Verliebtsein, in sein, Mädchen sein, Ferien, Musik, Pickel und Schminke, blöde Jungs, nervige Geschwister. Weiter zur Rezension:     Esthers Tagebücher – Mein Leben als Zwölfjährige von Riad Sattouf

Rezension - Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten von Peter Graf

Aus dem Grimmschen Wörterbuch Ausgewählt von Peter Graf Dieses Buch ist eine wahre Lust für Wortliebhaber, »ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch«. Das original Grimmsche Wörterbuch ist eine Pracht des deutschen Vokabulars, aber natürlich ein ziemlich aufgeplustertes Ding. Peter Graf hat hieraus »drucklustig« eine eigne Sammlung zusammengestellt, einen »Schöneraritätenkasten«. – Etwa »Furzklemmer« (Geizhals) der Worte, da nur ein Prozent der Grimmschen Sammlung die Ehre erhält, hier versammelt zu sein? Nein, hier geht es eher um recht unbekannte Wörter, eine »Blütenlese«, ein »Wortmuseum«, wunderschön illustriert. Weiter zur Rezension:    Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten von Peter Graf

Rezension - Das Lieben der Anderen von Silke Knäpper

Ein tief gehender Psychothriller - ein realistisches Drama – eine Sprache sie sitzt, beim Leser und in ihrer Technik. Das Lieben der anderen, nicht das Leben … Was für ein Anfang! Da fällt unserer Icherzählerin Helen des Nachts eine Frau vor die Füße. Kein Schrei – einfach plopp. Anstatt die Polizei zu informieren, beschaut sich Helen die schöne Frau ganz genau, steckt ihren Schlüssel ein. Zurück in ihrer eigenen Wohnung beobachtet sie vom Fenster aus, was nun passiert. Plötzlich geht ein Mann auf die Leiche zu, schaut sich die Frau an. Er kennt sie, da ist sich Helen sicher, denn sein Gesicht spiegelt Traurigkeit und Liebe wieder. Aber was macht er? Er schleicht sich von dannen? Dieser Mann hat Helen in seinen Bann gezogen. – Sie ist von diesem Mann besessen, versucht, sich in sein Leben einzuschleichen – aber sie stößt bei dem Psychoanalytiker auf Widerstand. Ein Stalking – Thriller der Extraklasse. Weiter zur Rezension:    Das Lieben der Anderen von Silke Knäpper ...

Rezension - Wir sind Bier von Jürgen Roth und Metulczki

Typologie und Trinkgeständnisse Ich probiere es mal sachlich: Dies ist ein Bierlexikon. Es beginnt bei A, »Abendabschlussbier« und endet bei Z, ganz in der Reihenfolge. Satire, Zeitungsmeldungen, Lauschangriffe in der Kneipe und kluge Gedanken, Aphorismen zum Thema Bier. Das Letzte ist das »Zwischenbier«. Aber der Kürze halber zitiere ich das Vorletzte: Zweitbier Winterrentnertouristen gönnen sich vor dem Abflug nach Teneriffa auf dem Frankfurter Flughafen schon morgens um sieben fröhlich und frisch ein Zweitbier, berichtet Andrea Diener in der FAZ vom 3. Februar 2015. Ei Guudee, warum net? Weiter zur Rezension:    Wir sind Bier von Jürgen Roth und Metulczki

Rezension - Entdeckungsreise von Anthony Rice

Magische Bilder exotischer Welten Abenteuerliches Reisen, wie sie hier beschrieben werden, sind heute nur noch in Büchern zu finden. Unentdeckte Welten, Tiere, Pflanzen. Die Forscher von damals waren oft eine Mischung aus Abenteurer, Biologen, Zeichner und Reiseschriftsteller in einer Person. Sie schlugen sich mit Buschmessern durch das Dickicht, paddelten auf kleinen Booten unbekannte Flüsse hinauf, wurden von Mücken zerstochen, von anderen kleinen Tieren gebissen, von großen aufgefressen, von Eingeborenen angegriffen, kämpften mit Malaria, Sumpffieber, Würmern usw. - und manch einer überlebte seine Reise nicht. Sie waren Entdecker, Aufklärer, Erfinder, Wissenschaftler – Abenteurer – wagemutige Menschen. Alexander von Humboldt, Alfred Russel Wallace, Maria Sibylla Merian, um nur einige zu nennen, waren leidenschaftliche Forscher. Von eben diesen Reisen berichtet der Band mit Text und vielen Bildern. Weiter zur Rezension:  Entdeckungsreise von Anthony Rice