Direkt zum Hauptbereich

Strand von Ximo Abadía - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Strand von Ximo Abadía 

Sommer, Sonne, Strand. Bunte Sonnenschirme, auf dem Wasser schaukelnde Fischerboote, Palmen, Orangenbäume und kreischende Möwen … Im Retrostil, gemischt mit Modernem laden wunderbare Bilder in warmen, satten Farben dazu ein, den Strand mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zu erkunden.




Es beginnt mit einem historischen Flair: Fischerdorf ohne Hochhäuser, alte Fischerboote, ein Bauer bestellt mit einem Esel den Acker. Am Strand sichert sich frühmorgens einer den besten Platz. Bald ist der Playa voller Sonnenschirme. Es gibt viel zu erleben, bis zum Abend, wenn die Sonne untergeht: Sandburgen bauen, den Großvater einbuddeln, Beachball spielen, Wasserski fahren, Wellen hüpfen, auf Schatzsuche gehen, Eis essen, auf Felsen klettern, surfen, paddeln oder tauchen. Und nachts? Da heißt es den Wellen lauschen und Sterne zählen …




Ein herrliches Bilderbuch zum Strandgeschehen, lustig, animierend, zum Reden: Was machst du am Liebsten? In warmen Sommerfarben mit Mehrfachtechnik computeranimiert, ist dieses Kinderbuch eine Augenweide. Die Illustrationen fangen den Lesenden sofort ein mit atmosphärischen Bildern der Costa Blanca. Der Gerstenberg Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 3 Jahren. Denn viel Text benötigt das Buch nicht, die Bilder sprechen für sich. Passt, Empfehlung! 





Ximo Abadía, 1983 in Alicante geboren, studierte Illustration in Madrid. Er arbeitet als Werbegrafiker und Illustrator von Bilderbüchern, Comics und Sachbüchern. Die Internationale Jugendbibliothek München zeichnete Abadías Werke bereits zweimal mit einem White Raven aus. «Strand» ist sein erstes Bilderbuch bei Gerstenberg.



Ximo Abadía 
Strand
Originaltitel: ‎ La Playa
Übersetzt aus dem Spanischen von Sophie Zeitz 
Bilderbuch, Kinderbuch, Strandleben, Kinder- und Jugendliteratur, Spanische Literatur
Hardcover, 32 Seiten, 21.6 x 30 cm
Gerstenberg Verlag, 2024
Altersempfehlung: ab 3 Jahren










Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Die Archipel-Serie, Band 1 Tiere werden von Christopher magisch angezogen, und durch Zufall findet er bei einem Besuch von seinem Großvater heraus, dass dies seinen Grund hat. Er ist der Hüter des Weges zwischen den Welten , und Christopher soll später seinen Job übernehmen. Der Junge hatte einen jungen Greif gerettet. Mit dem Greif gelangte auch Mal in die Welt der Menschen. Irgendetwas verändert sich auf der magischen Seite , sagt Mal. Der Greif muss zurück und die Kinder wollen herausfinden, was vor sich geht. So reist Christopher in einen verborgenen Lebensraum, in dem mystische Kreaturen real sind. Ein Jugendbuch ab 10 Jahren, das emotional mitnimmt, das die Mythen der gesamten Welt aufnimmt in den Kreaturen – endlich wieder ein Fantasybuch , das auf allen Ebenen voll überzeugt.  Weiter zur Rezension:     Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

  16 Erfinderinnen und ihre Geschichten Frauen, was haben sie erfunden? Viele kluge Frauen haben praktische Utensilien  erfunden, die wir noch heute nutzen, wie das zusammenklappbare Bügelbrett , Kaffeefilter , Eismaschine , Klappbett , Geschirrspüler , Papiertüte . Klar, Haushaltskram. Eben nicht nur, sondern auch Dinge wie das Frequenzsprungverfahren , elektrische Lampen , faltbarer Fallschirm , das erste Computerprogramm , die Nutzung von Sonnenenergie , das Aquarium und die Currywurst . Ein unterhaltsames und interessantes Sachkinderbuch ab 8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

Rezension - Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

  Der Miezcedes steht unter der Katzanie. Sekretärin Mimi Stubenrein, Prokurist Kralle, Syndikus Tigerius Seidig, Kasimir Bart, Präsident Puschel, Sergeant Fischgrät … die Karthäuser Bank, ein mit Kratzbaumholz getäfelter Flur, ein von schweren rauchgrauen Samtportieren umrahmtes Bogenfenster, ein Tresor der Firma Schleicher & Söhne … Der Jugendkrimi ab 14 Jahren hat mich in seiner Wortspielerei und Atmosphäre anfänglich beeindruckt. Mit viel Humor, gespickt mit literarischen Anspielungen, ermitteln in Kratzburg Katzen mit krallenscharfem Verstand! So der erste Eindruck. Leider konnte mich der Katzenkrimi trotz allem nicht ganz begeistern, schon gar nicht als Jugendliteratur.  Weiter zur Rezension:    Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

Rezension - Das gibt Streit! von Joseph Coelho und Allison Colpoys

Ein kleiner Streit auf dem Spielplatz beginnt ganz harmlos, doch der Streit sitzt zwischen den Kindern, aufgebläht und grimmig, legt sich wie ein Schatten über sie. Die Pyramide schraubt sich hoch und es kracht, dass sich die Balken biegen. Keiner wollte das. Nur, wie kommt man hier wieder heraus? Für ein Kind kann sich das wie das Ende der Welt anfühlen. Die Emotionen kochen hoch, oft gibt es Tränen, manchmal wird sogar geschubst. Wie schafft man es, diese emotionalen Ausnahmezustände zu bewältigen und vor allem – wie findet man am Ende wieder zueinander? Ein Bilderbuch ab 4-6 Jahren, das Kindern hilft, mit solchen Situationen umzugehen – auch gut zum Diskutieren zu Hause, im Kindergarten. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Das gibt Streit! von Joseph Coelho und Allison Colpoys