Direkt zum Hauptbereich

Heinrich Heine - Eine Lebensfahrt von Gabi von Borstel, Peter Eickmeyer - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Heinrich Heine - Eine Lebensfahrt 


von Gabi von Borstel, Peter Eickmeyer



Lebensfahrt
Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln
Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln
Den lustigen Kahn. Ich saß darin
Mit lieben Freunden und leichtem Sinn.

Der Kahn zerbrach in eitel Trümmer,
Die Freunde waren schlechte Schwimmer,
Sie gingen unter, im Vaterland;
Mich warf der Sturm an den Seinestrand.

Ich hab ein neues Schiff bestiegen,
Mit neuen Genossen; es wogen und wiegen
Die fremden Fluten mich hin und her –
Wie fern die Heimat! mein Herz wie schwer!

Und das ist wieder ein Singen und Lachen –
Es pfeift der Wind, die Planken krachen –
Am Himmel erlischt der letzte Stern –
Wie schwer mein Herz! die Heimat wie fern! (Heinrich Heine)

Dies Gedicht ist der Auftakt der Grafic Novel, eine Biografie, die mit einem eindrucksvollen Bild von Heines «Matratzengruft» beginnt, Paris 1848 – die er nach langer Krankheit erst 1856 mit dem Tod verlassen wird. Eine Taube sitzt auf dem Fenstersims, schaut auf ihn, auf den Lebensrückblick. Aber dann von vorn: Wie wurde aus dem kleinen Hery, im geistig freien Düsseldorf geboren, der große Heinrich Heine – Dichter der Liebe und der Revolution? Eine biografische Reise durch sein Leben, erzählt abwechselnd durch einen Chronisten und ihm selbst, hinterlegt mit Grafiken und bereichert mit Heines Gedichten.




Als Sohn des jüdischen Ehepaars Samson und Betty Heine kommt Hery 1797 zur Welt (der erst nach seiner protestantischen Taufe Heinrich heißen wird). Schon auf der Gasse und in der Schule hat der Junge viel auszuhalten, weil er ein Jude ist. 1806 wird das Heilige Römische Reich deutscher Nation von Napoleon aufgelöst und Düsseldorf zur Hauptstadt des napoleonischen Großherzogtums Berg ernannt; und der «Code Civil» wird eingeführt, der den französischen Freigeist und die Werte der Französchen Revolution von Gleichheit und Freiheit beinhaltet. Leibeigenschaft und Adel werden abgeschafft. Auch wenn Heine Napoleon später kritisieren wird – er wird ihn gleichzeitig in Ehren halten: «Idee gewordene Mensch, der Kründer der Freiheit.», von diesem Gedanken ist Heine überzeugt. Das erste Buch, dass der Junge liest, ist «Don Quixote», wobei er Ironie und Satire kennenlernt, die ihn nie wieder loslassen wird. Harry, so wir er genannt, soll das Geschäft des Vaters übernehmen, und er macht eine Kaufmannslehre in einem Bankhaus, das zum großen Teil dem Onkel gehört. Sein Herz allerdings entflammt für die Poesie, und so veröffentlicht er seine Gedichte unter Pseudonym – auf der einen Seite soll die Familie nichts mitbekommen und auf der anderen will er sich nicht als Jude outen. Die geschäftliche Entwicklung der Familie endet im Desaster, aber der wohlhabende Onkel ermöglicht dem Neffen ein Jurastudium. Bekanntlich schwänzt er hier viele Vorlesungen und nimmt lieber an denen literarischen und philosophischen teil, ist Mitglied der poetischen Studentengruppen. August Wilhelm Schlegel erkennt sein Talent und fördert ihn.





Im traurigen Monat November war´s, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist ich nach Deutschland hinüber.



Die Graphic Novel beschäftigt sich mit dem Hintergrund der «Loreley» und dem Band «Harzreise». Weiter geht es zu «Goethe und Harry», ein Treffen im Weimar, das recht unterkühlt abläuft. Von Weimar berichtet er, das Bier würde dort sehr gut schmecken, Goethe erwähnt er erst gar nicht, nennt ihn später «Aristokratenknecht». Julius Campe, der Verleger aus Hamburg wird sein Freund. «Die Zensur ist ständiger Begleiter der beiden.» Und so wird Heine Meister der Verkleidung der Worte durch Symbole, Metaphern, Allegorien, um die «Kerkermeister» seiner Worte zu umgehen, ihnen eins auszuwischen. Sehr gern setzt er Tiere ein, um Personen zu beschreiben. Hier sein Gesicht zur Zensur:



Die deutschen Censoren ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——   Dummköpfe  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——  ——
——  ——  ——  ——  —— (1827 im Buch Le Grand )


Seinen Lebensweg streifen u.a. die Gebrüder Grimm und Ludwig Börne. Es kommt zu einem Disput mit August Graf von Platen, von dem Heine meint, er hätte versucht mit rassistischen Begründungen die Professur von Heine in München zu verhindern – ein Thema in diesem Buch. Heine liebt das Meer, auch hierzu gibt es einige Beispiele. Heine, im Herzen Revolutionär, der sich ungern seine Worte verbieten lässt, der als Jude in Deutschland immer wieder für seine Herkunft angefeindet wird, reist 1831 nach Paris, schnuppert Freiheitsluft und bleibt. Hier lernt er viele kluge Köpfe kennen wie z.B. Dumas Hugo, Balzac und auch Börne, der andere jüdische Oppositionelle. «Man verlangt von mir politischen Parteigeist – ich war noch keine 24 Stunden in Paris, als ich schon mitten unter den Saint-Simonisten saß.» Heine ist und bleibt Poet und Schriftsteller, kein Parteimensch und kämpfender Revolutionär, was ihm Börne vorwirft. Er schreibt für diverse deutsche Zeitungen, versucht die deutsch-französische Seele wieder zusammenzubringen. Und so kommt es zum Eklat der beiden. Heine über Börne: «Ich bin eine gewöhnliche Guillotine, und Börne ist eine Dampfguillotine.» Aber natürlich schlägt Heines Herz auf der Seite der Freiheit, erwähnt hier seine Beziehung zu Marx, mit dem er enge Freundschaft hielt, und mit dem Kommunismus sympathisiert, als Beispiel «Die schlesischen Weber». Der «dreifache Fluch» in diesem Gedicht bezieht sich auf den Schlachtruf der Preußen von 1813: «Mit Gott für König und Vaterland!»


Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne;
Deutschland, wir weben dein Leichentuch.
Wir weben hinein den dreyfachen Fluch –
Wir weben, wir weben! (Die schlesischen Weber)

 





Sehr gut gefällt mir an dieser Biografie, dass sich die Autoren bekannte Persönlichkeiten aus Heines Leben herausnehmen und seine Beziehung, bzw. Auseinandersetzung mit ihm erörtern. Die Ehe mit Mathilde wird gut beschrieben. Nach 11 Jahren kehrt Heine erstmals zurück in die Heimat. «Deutschland ein Wintermärchen» erscheint, eine Abrechnung mit den staatlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen in Deutschland. Es kommt zur Beschlagnahme des Buchs und zum Verbot. Heine wird per Haftbefehl gesucht. 1848 erleidet er in Paris einen Zusammenbruch, er ist fast vollständig gelähmt – Vorerkrankungen und Schübe hatte es mehrfach gegeben. Heine selbst diagnostiziert Syphilis. Mediziner heute bezweifeln das, da er bis zuletzt klar im Kopf war. Man vermutet eine komplexe tuberkulöse Erkrankung wenn nicht sogar Multiple Sklerose. Nach einer Haaranalyse wurde auch eine chronische Bleivergiftung festgestellt. Acht Jahre festgehalten in der «Matratzengruft» schreibt Heine weitere Bücher und Artikel. Das Lazarus-Gedicht am Ende des Buchs könnte nicht besser ausgewählt sein, um Heines Schaffensperiode einen krönenden Abschluss zu geben.




Vorwort zu «Deutschland. Ein Wintermärchen»: 

Pflanzt die schwarzrotgoldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschtums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt euch, ich liebe das Vaterland ebensosehr wie ihr.




Gaby von Borstel verwendet viel Text von Heine selbst, denn glücklicherweise hat er viel niedergeschrieben zum Zeitgeschehen, zu sich selbst, regen Briefverkehr gehalten. Eine Biografie mit Erzähltext von Heine, Stationen, Hintergründe, aus seinem Leben, wichtige Begegnungen mit Persönlichkeiten, die in seinem Leben etwas veränderten; dazwischen seine Gedichte. Wie kein anderer Schriftsteller zuvor setzt Heine sich für die Freiheitsrechte des Menschen und auf der anderen Seite war er der Poet und gnadenlose Romantiker. Scharfsichtig, scharfzüngig und mit viel Humor betrachtete er seine Welt als Journalist und Dichter. Die Bilderwelt von Peter Eickmeyer, die diesen Text begleitet, ist beeindruckend. Die Grafiken tragen den Sound von Heine und seiner Zeit. Impressionistisch und im Jugendstil in intensive Gouache-Bildern, mit Zeichenstift, Acrylbilder, sowie digital aufgearbeitete Illustrationen machen das Ganze zum Augenschmaus. Zart wie Aquarelle, aber mit der Intensität des Gouache mag man darin versinken. Ganzseitige Illustrationen, kleine Ausschnitte und viele Porträts bereichern den Band. Das ist kein Comic, auch schwer als Graphic Novel zu bezeichnen – letztendlich eine künstlerisch gestaltete Biografie. «Ich hab in meinen Jugendtagen / Wohl auf dem Haupt einen Kranz getragen …» (aus dem Romanzero). So wird Heines Kopf auf dem Cover mit einem üppigen Blütenschmuck bestückt. Künstlerisch und inhaltlich ist die Biografie anspruchsvoll gestaltet und ein Leckerbissen für jeden Heine-Fan.





Gabi von Borstel, Peter Eickmeyer
Heinrich Heine - Eine Lebensfahrt
Graphic Novel, Biografie, Deutsche Dichter, Heinrich Heine, Lyrik, Poesie
Hardcover, 64 Seiten, 23 x 32.2 cm
Splitter-Verlag; 2. Edition (24. Mai 2023)
Lesealter: ‎ Ab 14 Jahren - Allage




Graphic Novel, Comic, Grafisches  

Für die Fans von Comis / Graphic Novels und sonstigem Gezeichneten, wie Satire. Hier auf dieser Seite zusammengefasst.  Alle Altersgruppen. Graphic Novel, Comic, Grafisches

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

  Der Miezcedes steht unter der Katzanie. Sekretärin Mimi Stubenrein, Prokurist Kralle, Syndikus Tigerius Seidig, Kasimir Bart, Präsident Puschel, Sergeant Fischgrät … die Karthäuser Bank, ein mit Kratzbaumholz getäfelter Flur, ein von schweren rauchgrauen Samtportieren umrahmtes Bogenfenster, ein Tresor der Firma Schleicher & Söhne … Der Jugendkrimi ab 14 Jahren hat mich in seiner Wortspielerei und Atmosphäre anfänglich beeindruckt. Mit viel Humor, gespickt mit literarischen Anspielungen, ermitteln in Kratzburg Katzen mit krallenscharfem Verstand! So der erste Eindruck. Leider konnte mich der Katzenkrimi trotz allem nicht ganz begeistern, schon gar nicht als Jugendliteratur.  Weiter zur Rezension:    Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

Rezension - Balaclava von Campbell Jefferys

  Mara, eine Polizistin aus Berlin ist jeden Tag mit Gewalt konfrontiert. Die meisten ihrer Kollegen sind diszipliniert, korrekt. Aber es gibt auch gewaltbereite Typen mit rechten Sprüchen, die sich feindlich gegenüber Ausländern und Frauen verhalten. Mara stammt allerdings aus Hamburg und so liegt es nahe, dass man sie undercover nach Hamburg sendet, damit sie sich unter die linken Gruppen mischt, herauszufinden, wer bei einer Demo den einen Polizisten ermordet hat. Mara hat das Video gesehen – der Polizist sackt zusammen, neben ihm ein junger Mann, dessen Gesicht mit einer Balaclava verdeckt ist. Mara hat ihn erkannt! Diese Augen gehören ihrem Bruder! Und der würde niemanden umbringen. Ein Thriller mit Potential, allerdings zu aufgeblasen, zu viele handwerkliche Fehler. Weiter zur Rezension:     Balaclava von Campbell Jefferys

Rezension - Hase Hollywood und das Geheimnis des Drachenlandes von Stefan Rasch, Simon Rasch und Anja Abicht

  Ein mächtiges Kinderbuch! Schwer an Gewicht, eine lange witzige, fantasievolle Geschichte. Der Hase Hollywood und seine Freunde betreiben ein Gasthaus in einer einsamen Bucht am Ende der Welt. Eines Tages taucht ein gefürchteter Piratenkapitän bei ihnen auf und vergisst doch glatt seinen Seesack unter dem Tisch. Darin befindet sich alte Schatzkarte und ein geheimnisvoller rosa Glitzerball. Der Ball entpuppt sich als Ei, aus dem ein kleiner Drachen schlüpft. Und damit beginnt eine abenteuerliche Reise zur Schatzinsel, denn auf der Karte sind auch die Drachen verzeichnet, den das Hasen-Team zu seinen Eltern bringen möchte. Sehr feine Illustrationen, grundsätzlich eine gute Geschichte, aber grobe handwerkliche Fehler für den Kinderroman. Weiter zur Rezension:     Hase Hollywood und das Geheimnis des Drachenlandes von Stefan Rasch, Simon Rasch und Anja Abicht 

Rezension - Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

  Wie man die Angst loswird, indem man sie annimmt - ein zartes Bilderbuch, das zum gemeinsamen Gespräch über Angst als Teil des Lebens einlädt. Der Vater erklärt, dass wir alle manchmal Angst haben. Zum Beispiel vor dem, was wir nicht kennen, oder vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, in Höhen …Angst umgiebt uns, wir müssen nur lernen, damit umzugehen. Klasse Bilderbuch ab 4 Jahren, das zu Gesprächen anregt.  Weiter zur Rezension:   Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender