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Die Suche von Charlotte Link - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing




Die Suche 

Charlotte Link


Sprecher: Claudia MichelsenUngekürztes Hörbuch, Spieldauer: 18 Std. und 41 Min.


Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard, die wir bereits aus »Die Betrogene« kennen, wird wieder mal an ihren Geburtsort Scarborough in North Yorkshire, an die englischen Ostküste gerufen. Nach dem Tod ihres Vaters hatte sie es doch nicht übers Herz gebracht, das Haus zu verkaufen, in dem sie aufgewachsen war. Undank ist der Welten Lohn. Die Mieter sind ausgezogen, haben die Kündigung auf den Tisch gelegt und das Haus völlig verwüstet, bzw. ausgeräumt hinterlassen. Es sieht so schlimm aus, dass Kate sich ein Zimmer in einem B&B bucht, Urlaub beantragt, um die Renovierungsarbeiten in die Wege zu leiten und einen Makler zum Verkauf beauftragen will. Ihre Vermieter zeigen sich am nächsten Tag völlig bestürzt, denn ihre Tochter ist verschwunden. Außerdem wird im Hochmoor die Leiche des Mädchens gefunden, dass seit einem Jahr vermisst wurde. Die Leiche liegt dort noch nicht lange, das Mädchen muss in der Zwischenzeit gefangen gehalten worden sein. Hat sich der Entführer ein neues Opfer besorgt? Die Klatschpresse spricht bereits vom Hochmoor-Killer. Haben die Fälle überhaupt etwas miteinander zu tun? Teenager reißen auch gern einmal aus. Bei dem neuen Fall ist nicht davon auszugehen, sie lebte in guten Verhältnissen. Doch da gibt es eine Klassenfahrt, an der sie nicht teilnehmen wollte …

Detective Sergeant Kate Linville  ermittelt wieder in Hales Revier

Kate fährt wieder nach London zurück, das Scotland Yard wartet auf sie. Die Gedanken an den Fall lassen sie nicht los. Bei nächster Gelegenheit ermittelt sie heimlich in Scarborough, versucht Detective Chief Inspector Caleb Hale nicht in die Quere zu kommen. Die unscheinbare Kate, die von Männern ignoriert wird, ist sehr einsam. Sie sehnt sich nach einer Beziehung und probiert ihr Glück mit Verabredungen auf einem Datingportal.

Charlotte Link wie immer fein im Detail 

Charlotte Link erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Kate, Hale, aber auch der Entführer selbst, und die Mädchen kommen zu Wort, es wird später ein weiteres Mädchen vermisst. Völlig verschiedene Familien, völlig verschiedene Mädchen. Unter der Decke brennt es bei allen. Die Familie, die das B&B betreibt, erscheint zunächst ganz normal, zufrieden. Ein gut verdienender Arzt, seine Frau, die sich um Haushalt, Kind und die Vermietung der Zimmer kümmert. Doch auch hier tun sich Abgründe auf. Fein geht Charlotte Link wie immer ins Detail der Familien der einzelnen Personen. Doch dieses Mal zieht sich der Plot wie Kaugummi. Es gibt viele Wiederholungen, auch wiederholt sich der ewige Konflikt von Kate, der ihr loslassen von Scarborough betrifft, ihr unbeachtetes Dasein bei Scotland Yard, Männer, die keine Notiz von ihr nehmen, Hale, der mit dem Alkohol hadert, hier gibt es keine Entwicklung vom letzten Band. Vieles klingt wie eine Spiegelung von diesem, wie auch der Fall von Hale, in dem Kate aus Privatinteresse auf eigne Faust ermittelt. Was genau ist eigentlich Kates Aufgabe bei Scotland Yard.? Auch das bleibt in diesem Band wieder unbeantwortet.

Diese Story zu ausgewalzt 

Ich bin ein Fan von Charlotte Link und ihren dichtgewebten Krimis. Das ist der erste Band, den ich persönlich eher als mäßig beurteilen möchte. Mir ist er zu lang gezogen und ausgewalzt, zu wenig Neues in der Geschichte um Kate, Hale und Scarborough.


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