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Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo von Drew Weing - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo 


von Drew Weing


Charles und seine Eltern sind nach Echo City umgezogen und wohnen in einem ehemaligen Hotel, das sein Vater renoviert, einzig ein Junge namens Kevin und seine Oma wohnen bisher dort. Dies alte Gebäude von 1925, Art Deco, ist ganz schön gruselig für Charles. Hier spukt es!, meint er. Das Gebäude habe eben Charakter, entgegnet der Vater. Und natürlich! Gleich in er ersten Nacht wird Charles in seinem Kinderzimmer geweckt. Nicht das Monster unter dem Bett – es ist die zweite Variante: das Monster aus dem Kleiderschrank. Und natürlich glauben es die Eltern nicht. Kevin hat Rat, er behauptet sogar, es gäbe eine geheime Karte, auf der alle Wohnungen der Monster der Stadt eingezeichnet sind. Und er hat die Telefonnummer von Margo Maloo, die fast mit allen Monstern gut bekannt ist: Sie ist Monster-Mediatorin. Gute Unterhaltung und Spannung, der Gruselfaktor ist fein temperiert in diesem Kinderbuch. Ein cooler Comic zum Liebhaben, ebenso die Trolle, Oger, Kobolde und Geister. 

© Reprodukt Verlag


Die Titelfigur ist Margo Maloo, doch letztendlich ist der Haupt-Protagonist der clevere Charles, der einen Blog betreibt. In diesem Auftakt einer neuen Kinder-Comic-Serie haben die beiden als Team drei abgeschlossene Fälle zu lösen. Es ist ein reines Dialog-Comic, bis auf die kurzen Tagebucheinträge von Charles. Wer ist eigentlich diese schlaue Margo?, fragt man sich. Wo lebt sie? Ist sie wirklich ein Mensch? Auch wenn die Monster nicht wirklich nett und knuddelig sind, viel mehr als eine große Klappe haben sie meist nicht zu bieten. Im Gegenteil – eigentlich haben sie doch mehr Angst entdeckt zu werden, und sind Wesen wie wir. Ein Trollkind wird vermisst und die Eltern machen sich Sorgen – es hat etwas mit Süßigkeiten zu tun, denn Mutter Troll hat Süßzeug verboten. 

© Reprodukt Verlag


Die Grafiken sind im typischen Kinder-Comic-Stil angefertigt. Die Angst im Dunkeln wird aufgenommen, die Angst vor Monstern unterm Bett, im Schrank. Monster sind nicht wirklich gefährlich, wenn man sie kennt. Eine wundervolle Message. Entsprechend ist dieses Comic für Kinder auch geeignet, es schürt keine Angst, sondern nimmt sie. Charles und Margo sind ein wundervolles Team. Interessant ist auch, dass jede Monsterform eine eigene Sprache bekommt, indem es eine eigene Schrifttype erhalten hat. Die Farben der Bilder halten sich in warmen Brauntönen, im Dunkeln wird es eben auch mal dunkel. Ganz am Ende vom Buch gibt uns Margo Einsicht in ihren Aktenschrank und lässt uns in die Akten einsehen, die sie anlegt: Hier werden die Monsterarten erklärt, die in diesem Kinderbuch vorkommen. Den Geschichten unterliegt auch ein schräger Humor – den allerdings eher die Eltern verstehen werden – die sicher genauso begeistert von den Figuren sind wie die Kinder. Der Reproduktverlag gibt eine Altersempfehlung ab 8 Jahren. Passt auf jeden Fall.



Drew Weing, geboren 1978, ist ein US-amerikanischer Comiczeichner, bekannt für seine Graphic Novel «Set to Sea» und die fortlaufende Webcomic-Serie «Margo Maloo». Seit 2009 unterrichtet er Comiczeichnen an der University of Georgia.


Drew Weing 
Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo
Aus dem Englischen übersetzt von Matthias Wieland
Handlettering von Michael Hau
Kinderbuch, Comic, Kindercomic, Gespenstergeschichten, Monstergeschichten
72 Seiten, farbig, 20,7 x 28,5 cm, Hardcover
Reprodukt Verlag, 2020
Lesealter: ab 8 Jahren



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Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
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