Direkt zum Hauptbereich

Das große Kochbuch inspiriert von Tolkiens Legenden von Robert Tuesley Anderson - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing




Das große Kochbuch inspiriert von Tolkiens Legenden 


von Robert Tuesley Anderson

Willkommen in Mittelerde!


Tolkins Beschreibungen der Mahlzeiten sind detailliert und liebevoll und dokumentieren die Leidenschaft der Figuren und des Autors für ausgiebige Schlemmereien. Wer könnte den trostspendenden Kanincheneintopf vergessen, den Sam für seinen Freund und Meister Frodo mitten in der Wildnis improvisiert?

 


Tolkin-Fans, ihr wolltet doch schon immer wissen, wie Lembas oder Beorns Honigkuchen schmecken? Dann begebt euch mit mir, Frodo, Sam, Pippin, Merry und Gandalf auf eine kulinarische Reise! Ein Hobbit geht nicht ohne Frühstück aus dem Haus, klar. Nur ein gestärkter Körper kann sich mutig in Abenteuer stürzen. Mit dem Kochbuch, inspiriert von Tolkiens Legenden, begeben wir uns auf eine Expedition durch Mittelerde. Wir rasten im Gasthaus «Zum tänzelnden Pony», nehmen einen kräftigen Schluck Miruvor in Rosis Kneipe «Zum grünen Drachen» und schlemmen uns durch Mittelerde. Gestählt durch Lembas, dem heimatlichen Kanincheneintopf und Bilbos Kümmelkuchen, kann es losgehen.



Ihr ahnt es, es geht hier nicht vordergründlich um ein Kochbuch mit modernen Rezepten. Ihr werdet keine schicken Foodfotos von einem Küchenblogger finden! Gar keine Fotos! Dafür aber wunderschöne Illustrationen aus Mittelerde. Das ist ein Fankochbuch. So werde ich es auch bewerten. Das Fantasyland Mittelerde erinnert an das Mittelalter Englands, wie man weiß. Somit haben die Rezepte einen britischen Touch, und Reisende müssen bekanntlich Kraft tanken, entsprechend deftig sind die Gerichte. Wir beginnen mit einem herzhaften Hobbit-Frühstück: Porridge, Müsli, geschmorte weiße Bohnen in Tomatensoße, Fritata mit Speck und Pilzen – «Geschichten, die laut Sams Vater nichts für Hobbits seien. Anstatt sich mit Elben und Drachen zu beschäftigen, sollten sie sich besser an ihre Kartoffeln und ihren Kohl halten.» – und so folgt ein «Bubble and Squeak», ein Pfannkuchen aus gekochtem Kohl und Kartoffelstampf mit Speck, ein typisch englisches Resteessen. 



Die Reise kann beginnen. Für unterwegs ein Kartoffelbrot, Birnen-Cranberry-Muffins; ein sehr leckeres Rezept. Wir treffen auf Beorn den Pelzwechsler, der sein Honigbrot mit uns teilet. In Bruch angekommen bereitet uns der Bauer Maggot «Waldpilze auf Toast» zu, ein Seelenessen, nachdem wir gerade so den Schwarzen Reitern entkommen sind. Danach gibt es «Dracheneier». Ein interessantes Rezept, dass wir auf der Basis von Soleiern kennen, hier asiatisch eingelegt in Sojasoße, die zuvor mit div. Kräutern geköchelt hat. Süßkartoffeln mit Blattspinat, Rösti mit einer leckeren Soße aus Tomaten, Avocado, Chili und Kräutern lassen uns entspannen.



Bei Tolkin wird getafelt; ein Hobbit ist ständig hungrig. So hat sich Robert Tusley Anderson Gedanken gemacht, was hinter den beschriebenen Gerichten stecken könnte. Wobei bereits real teilweise auf Traditionsgerichte in den Romanen Tolkins zurückgegriffen wird. Banocks gibt es nämlich wirklich – nur kaum einer kennt sie heute noch. Es sind Fladenbrote aus Schottland, die man mit Butter und Stachelbeer-Rosmariengelee aß, hier eine Variante mit Kreuzkümmelsamen bestreut. Bei den Elben kennt man Bruschetta: mit Feta und Waldfrüchten belegt. Als Wegzehrung gibt es Dattel-Sesam-Riegel. «Galadriel schenkte den Gefährten in Mallorn-Blätter gewickelte Lembas, damit sie für die kommenden harten Zeiten gewappnet sind.» – hier interpretiert als Maiskuchen vom Blech. Wir finden Rezepte für Eingemachtes, wie Gurken, «Würzige Rote Beete nach Zwergenart», Pfirsiche, Ale-Apfel Chutney, Kekse, Kuchen, Salate, Suppen, Pasteten, Fleisch- und Fischgerichte aber auch den berühmten Athelas-Tee, das Elixier «Mirovor», Glühwein aus der Zwergenwelt von Moria und «Orkgebräu», ein Gemisch aus Cider und Whisky. Gollum stellt uns sein Rezept von rohem Fisch zur Verfügung – ein Reissalat mit Lachs, Gurke und Avocado im japanischen Style – ein sehr leckeres Gericht. Und es gibt Fledermausflügel aus dem Düsterwald, angemacht mit Sojasoße, Zimt und Kurkuma (Psssst! Nicht verraten, es sind Hähnchenflügel). 80 kunterbunte Rezepte aus der Küche von Hobbits, Menschen, Elfen und Zwergen. Sehr lecker die spanisch angehauchten Rezepte «Gefüllte geröstete Paprika-Flammen» und «Kartoffel-Knoblauch-Suppe», die im Gasthaus zum tänzelnden Ponny serviert wird. Die Elben sind Vegetarier und hier bekommen wir «Rote Beete und Kürbis aus dem Ofen mit Ziegenkäse» oder einen leckeren Wurzeleintopf, die aus dem Buch herausduften. 



Eingeteilt ist das Kochbuch nach Frühstück, zweites Frühstück, Elveness (ein Vormittags-Snack, der nach dem zweiten Frühstück eingenommen wird), Mittagessen, Teezeit, Abendessen, Getränke. Es gibt schmackhafte Rezepte, eindeutig! Natürlich sind sie letztendlich wegen ihrer Deftigkeit in den Tageszeiten austauschbar; man muss blättern und suchen, weil es eigentlich kreuz und queer geht. Das macht aber nichts, denn beim Erkunden erfreut man sich an den den feinen Illustrationen von Mittelerde. Für wen ist dieses Buch etwas? Wer gern deftig isst, findet hier gute, einfache Rezepte, herzustellen meist aus heimischen Zutaten der Region; es gibt viele Gerichte mit Winter-Gemüse. Wer Kekse, Tarts und einfache Kuchen mag, Beilagebrote, der wird auch fündig werden. Und Tolkin-Fans werden sowieso begeistert sein – ach eine prima Geschenkidee.


J.R.R. Tolkien wurde am 3. Januar 1892 geboren. Er gilt als einer der angesehensten Philologen weltweit, vor allem ist er als Schöpfer von «Mittelerde» als Autor des legendären «Der Herr der Ringe» bekannt. Seine Bücher wurden in mehr als 80 Sprachen übersetzt und haben sich weltweit millionenfach verkauft. Ihm wurde ein Orden des Britischen Empire (CBE) und die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford verliehen. Er starb 1973 im Alter von 81 Jahren. Tolkien zeigt sich schon als Kind fasziniert von alten, längst vergessenen Sprachen und Mythen. In Oxford spezialisierte sich der Stipendiat, der seit Kindertagen in seiner Freizeit zum bloßen Zeitvertreib Alphabete kreierte und neue Sprachen komponierte wie andere Menschen Musikstücke, bald aufs Altenglische und beschäftigte sich vor allem mit mittelalterlichen Dialekten der westlichen Midlands. W.A. Craigie, ein Kenner besonders der schottischen Volksüberlieferungen, führte ihn in die isländischen und finnischen Sprachen und Mythologien ein. Das Finnische wie das Walisische wurden später Grundlage für die Elfensprache im Herrn der Ringe. 1924, gerade 32 Jahre alt, wurde Tolkien als Professor für englische Sprachen nach Oxford berufen und blieb mehr als vierzig Jahre.


Robert Tuesley Anderson ist Schriftsteller, Dichter und Herausgeber und lebt in den südlichen Hochebenen von Schottland. Wie viele andere verliebte er sich schon als Kind in Tolkiens Bücher und kämpfte sogar mit den obskuren Details der Quenya-Grammatik. Dieses Buch hat ihm die Möglichkeit gegeben, zwei lebenslange Leidenschaften miteinander zu verbinden: gutes, hausgemachtes Essen und High-Fantasy-Schreiben.



Robert Tusley Anderson
Das große Kochbuch inspiriert von Tolkiens Legenden
Originaltitel: Recipes from the World of Tolkien: Inspired by the Legends
Übersetzt aus dem Englischen von Carla Gröppel-Wegener
Kochbuch, Rezepte, Kulinarisches, J.R.R. Tolkien, englische Küche
Hardcover, 176 Seiten, 18,9 x 24,6 cm, Einband mit Folienprägung in Gold
Verlag: Hölker Verlag, 2022





Kulinarische Bücher 

Kochbücher, Backbücher und alles rund um Lebensmittel findet sich kompakt auf dieser Seite. Auch Genussromane, soweit ich welche lese. Schleckermäulchen also hierher klicken:



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

  Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Recherche - Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

  Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Eine insgesamt spannende Fantasy ab 12 Jahren mit Tiefgang. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Rezension - Simone von Nikolaus Heidelbach

  Wally und ihre Mutter gehen zum Babyschwimmen und lernen Simone kennen. Man findet sich sympathisch, und so wird das Flusspferd als Babysitter engagiert, wird die engste Vertraute von Wally. Bevor das Mädchen in die Schule kommt, keinen Babysitter mehr benötigt, begeben sich die beiden auf eine letzte abenteuerliche Flussreise . Sie erleben Wasserfälle , wilde Picknicks und ein fröhliches Schlammbad mit Simones Familie. Ein liebevoll, atmosphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Simone von Nikolaus Heidelbach

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

  Kennst du den Grumpel? Und seinen furchtbar fiesen Weihnachtsplan? Und weißt du von der fürchterlichen Sache, die am Weihnachtsabend am Nordpol passiert ist? Vielleicht sollte ich dir davon erzählen ... Wer ist eigentlich dieser Grumpel? Ein zottliger Typ, stets, grantig, eben unausstehlich – ein Kerl, der sich nicht benehmen kann. Die Leute verstummen und ziehen die Schultern ein, wenn er den Laden betritt. Und er hat eine lange Liste von Dingen, die er nicht mag. Sein Plan, Weihnachten zu vernichten, wird umgesetzt. Er reist zum Nordpol, um Weihnachten zu verhindern! Auf dem Weg dorthin begegnen ihm nette Wesen. Wird er seinen Plan verwirklichen? Spannende Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln ab 6 Jahren – Allage.  Weiter zur Rezension:    Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

Rezension - Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte

Agatha Christie Classics Der Klassiker schlechthin! Der meistverkaufte Krimi von Agatha Christie als Grafic Novel . Zehn Menschen werden von einer Familie, die sie nicht kennen, aus unterschiedlichen Gründen auf eine kleine abgelegene Insel eingeladen. Entweder sollen sie dort arbeiten oder sich vergnügen. Einige von ihnen lernt der Lesende bereits auf der Anfahrt kennen. Acht Menschen treffen vergnügt im Hafen aufeinander, sechs Männer, zwei Frauen. Auf der Insel empfängt sie ein Dienerpärchen, von dem sie erfahren, der Gastgeber wird erst erst am nächsten Tag eintreffen. Doch gleich zum Begrüßungscocktail wird ihnen offenbart, wozu sie angereist sind: Alle Anwesenden werden sterben! Klasse umgesetzt als Comicadaption, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte 

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann