Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Oberkampf von Hilmar Klute

  Die langjährige Beziehung im Eimer, die Vermittlungsagentur pleite, so schließt Jonas Becker sein Leben in Berlin ab. Voll Enthusiasmus zieht er nach Paris, um seinen einstigen Traum vom Leben als Schriftsteller zu verwirklichen. Jonas soll ein Buch über einen Autoren schreiben, man stellt man ihm das kleine Verlags-Appartement in der Rue Oberkampf zur Verfügung. Kaum in Paris angekommen, erlebt Jonas am ersten Morgen das Desaster: 7. Januar 2015 - Attentat auf Charlie Hebdo. Seine Tage verbringt Jonas mit dem Autor, nachts trifft er sich mit der jungen Christine. Eine Selbstverwirklichung, die nicht so verläuft, wie er gehofft hatte. Literarisch gesehen ein ziemlich gutes Buch, inhaltlich fand ich es ein wenig langweilig. Weiter zur Rezension:    Oberkampf von Hilmar Klute

Rezension - Vermisst von Christiane Dieckerhoff

  Ein Spreewald-Krimi Der erste Satz hat mich gleich wieder aus dem Buch herauskatapultiert – die Frage war, ob ich weiterlesen soll. Der Himmel entlädt Sturzbäche, während Klaudia in der Nacht durch ländliches Gebiet fährt. Plötzlich rumpelt es und der Wagen bricht aus, landet im Gurkenacker. Sie steigt aus, findet eine tote Frau. Der erste Gedanke: Ich habe jemanden überfahren! Doch sie war bereits tot. Nun stellt sich heraus, die gerade erst Verstorbene ist angeblich bereits seit zwei Jahren tot; für den Mord wurde ihr damaliger Freund in einem Indizienprozess verurteilt. Leider ist von der von Auen- und Moorlandschaft des Spreewalds in Brandenburg nichts zu spüren. Das liest sich oberflächig gesehen spannend und logisch, eignet sich als Unterhaltung, wenn einem die Sprache egal ist. Weiter zur Rezension:  Vermisst von Christiane Dieckerhoff

Rezension - Schenk mir Flügel von Heinz Janisch und Selda Marlin Soganci

  Der kleine Junge malt einen Engel auf das Papier. Und der sagt ihm: «Schenk mir Flügel!» So beginnt er zu zeichnen: Flügel aus Meereswellen, Gras, aus schimmernden Glas, Sonnenlicht, blühenden Zweigen usw. Die Geschichte ist ganz einfach – die Bilder von Selda Marlin Soganci machen das Buch zum Highlight! Ein Bilderbuch mit poetischen Bildern, die einen fallen lassen. Anschauen und sich wohlfühlen! Ab 3 Jahren Weiter zur Rezension:    Schenk mir Flügel von Heinz Janisch und Selda Marlin Soganci

Rezension - Hey, hey, hey, Taxi! von Saša Stanišić und Katja Spitzer

  Saša Stanišić hat sein erstes Kinderbuch geschrieben – zusammen mit seinem Sohn! Gemeinsam haben sie sich verrückte Taxi-Abenteuer ausgedacht. Wir sollten öfter mal Taxi fahren, denn hier kann man die wildesten Dinge erleben! Taxifahrer sind Persönlichkeiten, die so einiges zu bieten haben! Autos, die bruffen, brukken und butschen, strickende Drachen, Gurken und Tomaten als Straßenampeln, ein Hexenbesen auf vier Rädern. Ein Bilderbuch voll phantastischer Abenteuer, und witziger Illustrationen, Kurzgeschichten kreativ, voll Fantasie  – absolute Empfehlung ab 4 Jahren! Weiter zur Rezension:    Hey, hey, hey, Taxi! von Saša Stanišić und Katja Spitzer

Rezension - Die Pflanzen und ihre Rechte von Stefano Mancuso

  Eine Charta zur Erhaltung unserer Natur Pflanzen entfalten sich seit 2 Milliarden Jahren auf der Erde. Sie haben den Blauen Planeten in eine Grüne Insel umgewandelt. Pflanzen können ohne den Menschen existieren, aber der Mensch nicht ohne sie. Leider vernichtet der Mensch immer mehr Lebensraum der Pflanzen, richtet mit Monokultur Umweltschäden an oder bringt Kurioses (Schädliches) durch Umverpflanzung zustande. Höchste Zeit, den Pflanzen Rechte einzuräumen, denn sie garantieren unser Überleben, sagt Stefano Mancuso. Eine neue geochronologische Epoche ist angebrochen: Anthropozän. Das Sachbuch ist ein Plädoyer für das Leben. Wer Bücher von Manescu bereits gelesen hat, weiß, wie mitreißend er schreibt, wie gut verständlich, übergreifend und humorig. Das ist ihm mit diesem Buch wieder gelungen. Weiter zur Rezension:    Die Pflanzen und ihre Rechte von Stefano Mancuso

Rezension - Blackbeard 1: Hängt sie höher! von Jean-Yves Delitte

  Edward Teach, auch Thatch, Thack oder Blackbeard genannt, lebte zwischen 1680 und 1718. Er war ein britischer Pirat, wobei man sagen muss, dass die Piraten damals oft auch für Könige und Gouverneure plünderten, und dieser hier unter dem Schutz des Gouverneurs von Carolina stand. Er trieb vor allem im Nordwestatlantik im Bereich der amerikanischen Ostküste und der Bahamas, in der Karibik, sein Unwesen. Atmosphärisch gestaltet und detailgetreu in der Zeichnung sind allein die Grafiken eine Pracht, in die man sich sofort verliebt. Wer Seeräubergeschichten und Maritimes mag, der liegt hier genau richtig.  Weiter zur Rezension:    Blackbeard 1: Hängt sie höher! von Jean-Yves Delitte

Rezension - Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt: Kochen für Kinder von Jean-Francois Mallet

Richtig lustige Rezepte mit 6 Zutaten Eine klare Bildsprache und optische Präsentation benötigt nicht viel Text. Kochen für Kinder. Die Rezepte sind ziemlich einfach, machen aber optisch viel her! Hier wird mit Spaß und guter Laune serviert! Ein einfaches, belegtes Baguette – mit Frischkäse, Gurke und Lachs, aufgeschnitten und schlängelig drapiert – mit Gurke Augen und Zunge aufs erste Stück garniert – wird ganz schnell zu einer lustigen Schlange. Ich hätte mir die Rezepte in der heutigen Zeit etwas frischer und ausgewogener vorgestellt. Ein Buch zum Spaß haben – anleiten zum Kochen und dekorieren – denn Kochen macht Spaß. Kreativität im Kopf entwickeln! Das ist es – allerdings nichts für Vegetarier und Veganer. Ab 6 Jahren (unter Aufsicht der Eltern). Weiter zur Rezension:    Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt: Kochen für Kinder von Jean-Francois Mallet

Rezension - Der Schiffskoch von Mathijs Deen

  Ein bemanntes Feuerschiff, auf engsten Raum zusammengedrängt, doch jeder ist hier für sich allein, jeder hat seine Gründe, hier gelandet zu sein. Zu den Mahlzeiten kommt man zusammen, genießt die Geselligkeit, doch dann zieht es die Einzelgänger in ihre persönlichen Rückzugsorte. Ein Böckchen, das alles durcheinanderwirbelt, ein Unwetter, das alles verschluckt, ein Koch im langen Delirium der Malariaanfälle. Eine nette Novelle, humorig, aber gleichzeitig mit Tiefgang. Eine feine Lektüre für Meeresfreunde, Schiffsliebe, gegen Meersucht. Weiter zur Rezension:  Der Schiffskoch von Mathijs Deen

Rezension - Im Bann des Eichelhechts von Axel Hacke

  und andere Geschichten aus Sprachland Ich gestehe, ich gehöre auch zu den Menschen, die im Ausland Schilder und Speisekarten fotografieren, die auf «deutsh» übersetzt wurden und manchen Lacher herausbrachten. Axel Hacke hat über die Jahre Material gesammelt und in kleinen Kapiteln gestaltet. Rechtschreibfehler, Stilblüten, Anekdoten, Übersetzungsfehler, Wortakrobatik; Wer einmal richtig lachen möchte, dem empfehle ich dieses Buch, wohltemperiert interpretiert und kommentiert. Fischhuhn, Nothuhn, Huhn des Spuckens, Fingerfoot auf der Speisekarte. Neue Tierarten entdeckt: Eichelhecht, Ochsenschwan, Rächerlachs, Cumberlandwurstkröte oder Aschenpudel. Wer auf Schweinereien und Misshandlungen der Sprache steht, sollte an dieser Satire nicht vorübergehen!  Weiter zur Rezension:    Im Bann des Eichelhechts von Axel Hacke 

Rezension - Wer hat es erfunden? von Anne Ameri-Siemens und Becky Thorns

  Wer hat eigentlich das Auto erfunden? Die Glühbirne, das Internet, den Mikrochip, den Reiß- oder den Klettverschluss, die Jeans, Post-it-Zettel, die Instantnudeln? Viele Dinge, die wir heute für selbstverständlich halten, sind nicht einfach so aufgetaucht. Klar, manches entdeckte man durch glückliche Zufälle. Andere Erfindungen sind das Ergebnis von Teamwork und langen Abenden im Labor. Wie kam man auf solche Dinge? Die Texte sind reich bebildert, verständlich geschrieben und spannend zu lesen, großbuchstabig, daher empfehle ich das Buch ab Schulbeginn. Ein Sachkinderbuch, das für die gesamte Familie reizvoll ist. Weiter zur Rezension: Wer hat es erfunden? von Anne Ameri-Siemens und Becky Thorns