Direkt zum Hauptbereich

Einmal noch sterben von Oliver Bottini - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Einmal noch sterben 


von Oliver Bottini


In den 90er Jahren stand der Irak unter Verdacht, Massenvernichtungswaffen zu besitzen. Nach den Anschlägen von New York steht der Krieg gegen den Terror vor einem weiteren Höhepunkt: Die USA und ihre Verbündeten bereiten sich im Februar 2003 darauf vor, in den Irak einzumarschieren. Das aufgrund der Informationen eines irakischen Flüchtlings mit dem Deckmantel «Curveball» – doch die vermeintliche Quelle entpuppte sich als Hochstapler des BND. Was ist damals passiert? Oliver Bottini spielt fiktiv die Geschehnisse von damals durch. 


Befehle sind widersprüchlich


‹Sie haben den Falschen›, sagt die Frau, ‹Ahmed Hassan ist nicht der, den Sie suchen. Er spielt ihn nur für Sie.›


Scharfschütze des Geheimdienstes Frank Jaromin ist gerade von einem Einsatz in Bosnien zurückgekehrt, und er sucht Ruhe, will die verkorkste Beziehung zu seiner Frau klären. Doch unverzüglich sendet ihn ein Auftrag aus dem Kanzleramt nach Bagdad; das Team soll über Amman einreisen. Eine irakische Regimegegnerin behauptet, die Atom-Vorwürfe gegen den Irak seien erfunden. Sie will die Beweise übergeben, um den Krieg im letzten Moment zu verhindern. Frank soll bei der Übergabe die eigenen Leute absichern – Die Informantin könnte einen Anschlag planen. Doch bereits am Flughafen in Amman wird das Team von Frank abgefangen – er kann entkommen, soll allein weitermachen. Das alles ist dubios. Befehle sind widersprüchlich, er folgt dem, seines direkten Vorgesetzten. In Bagdad ist die Situation brenzlich, die Örtlichkeit unübersichtlich, das bereitgestellte Gewehr konnte er nicht ausprobieren. Die Situation läuft später aus dem Ruder, Frank bekommt per Funk den Schießbefehl. 


Wer sind die Strippenzieher? 

Zurück in Deutschland wird Frank verantwortlich gemacht. Die Aufnahmen aus dem Funkverkehr sind manipuliert, der Schießbefehl ist herausgelöscht, eine andere Meldung eingefügt. Niemand glaubt ihm. Wer in den oberen Etagen spielt ein falsches Spiel? Niemand traut ihm – und Frank Jaromin traut niemandem. Er ermittelt auf eigene Faust. Die BKA-Polizistin Hanne Lay, die im Auftrag des Kanzleramts die Lage rund um den suspekten Curveball sondieren soll, lässt sich nicht abschrecken und kommt einigen Dingen auf die Spur, landet aber immer wieder in einer Sackgasse. Alle agierenden Personen schweben in Lebensgefahr, denn je mehr Informationen sie zusammentragen, umso gefährlicher werden sie für irgendwen. Doch wer sind die Strippenzieher? Niemand traut dem anderen über den Weg. Rafid Ahmed Alwan, der unter dem Decknamen Curveball agierte, wird namentlich erwähnt, seine Geschichte ist bekannt. Weder Schröder, Fischer, Bush und Powell werden beim Namen genannt. Denn die Story ist fiktiv. 


Kann man Geheimdienste und Nachrichtendienste zu manipulieren?

Hintergrund der Geschichte ist die wahre Story um «Curveball», der Deckname eines irakischen Flüchtlings, der – 1999 vom BND befragt – genaue Angaben zu technischen Atom-Anlagen im Irak machte. Der BND gab der CIA und der Defence Intelligence Agency (DIA) (der militärische Nachrichtendienst der US-Streitkräfte) diese Ifos weiter, damit diese sie überprüfen. Vor dem ersten Golfkrieg 1991 betrieb der Irak ein Programm zur Herstellung von biologischen und chemischen Waffen, setzte 1988 Giftgas gegen irakische Kurden ein. Der Hinweis von Curveball schien stimmig; doch es war die einzige Quelle. Colin Powell behauptete damals, es gebe mehrere Quellen. Joschka Fischer traute dem nicht, sagte öffentlich auf der Münchner Sicherheitskonferenz dem US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld: «I’m not convinced!» Ich bin nicht überzeugt! Es gab keine sicheren Quellen – trotzdem marschierte man in den Irak ein. Oliver Bottini hat mit diesem hervorragenden Politthriller gezeigt, wie Geheimdienste instrumentalisiert werden. Verrat und Loyalität stehen eng nebeneinander. Ein vielschichtiger Plot durchleuchtet Strukturen, Seilschaften und Abhängigkeiten. Letztendlich geht es anhand dieses Beispiels darum, wie weit eine kleine Gruppe gehen würde, die Weltpolitik zu verändern, ob es möglich ist, wenn man an den richtigen Strippen zieht, Geheimdienste und Nachrichtendienste zu manipulieren. 


Der Elitesoldat hinter dem Einsatz


Da ist man, denkt er fast belustigt, ein Leben lang bemüht, das eigene Land zu retten und damit auch ein bisschen die Welt, das große Ganze also – und scheitert am Kleinen, auf den paar eigenen Quadratmetern. Über Jahrzehnte ist man es gewohnt, Heere von wechselnden Mitarbeiter, Konkurrenten, Neidern, Gegnern zu orchestrieren, und zerbricht an einer schmächtigen, fröhlichen Frau, weil sie die einzige ist, die man nie und nimmer ersetzen wollte.


Exzellente Recherche und ein unaufgeregter Schreibstil, eine präzise Sprache, lassen es dem Leser eiskalt den Rücken hinunterlaufen. So oder ähnlich kann es gelaufen sein – oder in der Zukunft laufen. Dieser Roman liest sich spannend fast realistisch. Aber es ist auch die Geschichte von Frank Jaromin. Ein Elitesoldat, der zu Hause nicht über seine Einsätze reden darf – über das Grauen, das er sieht. Ein Mann, der täglich mit seiner Tochter telefoniert, ihr vorlügt, er sei im Kosovo, obwohl er sich in Bagdad aufhält. Ein Mann, der kaum zu Hause ist, der mit seinen Dämonen kämpft, dem die Familie zerbricht – der sich gleichzeitig nach dem Adrenalin im Feld sehnt. Wieder einmal schafft es Oliver Bottini, seine Figuren glaubhaft mit allen Ecken und Kanten aufzustellen, in eine aktuelle Geschichte einzuarbeiten, das mit Sprachgewalt und Spannung. Chapeau! Kriminalliteratur vom Feinsten!


Oliver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner ›Krimifuchs‹, den Stuttgarter Krimipreis und fünfmal den Deutschen Krimipreis, zuletzt 2018 für ›Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens‹. Bei DuMont erschienen außerdem ›Der kalte Traum‹ (2012) und ›Ein paar Tage Licht‹ (2014) – kürzlich von ARTE/ZDF unter dem Titel ›Algiers Confidential‹ verfilmt – sowie die Kriminalromane um die Freiburger Kommissarin Louise Bonì. Oliver Bottini lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.



Oliver Bottini
Einmal noch sterben
Thriller, Polithriller, Agentenroman, Irak, Irakkrieg, Curveball
Hardcover mit Schutzumschlag, 432 Seiten 
DuMont Verlag, 2022




Weitere Rezensionen zu Oliver Bottini


Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens von Oliver Bottini

Oliver Bottini ist für mich der beste Thriller- und Krimi-Schriftsteller aus Deutschland und auch mit diesem Krimi hat er mich wieder voll überzeugt. Er schreibt nicht schlicht eine Geschichte - hinter jedem Buch steckt ein gewaltiges gesellschaftliches Problem, meist eins, das man vorher gar nicht so wahrgenommen hatte. In diesem Krimi geht es um Landgrabbing – der Aufkauf von Ackern durch Agrargesellschaften. Ergebnis: Ausbeutung der Erde, Zerstörung der Natur, Arbeitslosigkeit, Landflucht. Prenzlin und Neuprenzlin – Mecklenburg Vorpommern und ein Agrarbetrieb in Rumänien in Temeswar …






Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - In ihrem Haus von Yael van den Wouden

  Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Isabel allein in dem großen, von der Zeit gezeichneten Familienhaus auf dem Land, ihre beiden Brüder wohnen in der Stadt. Die Tage ziehen ruhig und geordnet dahin. Isabel lebt mit ihren Erinnerungen, ihren Möbeln und Haushaltsgegenständen, mit denen sie redet, die sie ständig durchzählt, in Angst, das Dienstmädchen könnte einen Löffel stehlen. Doch als ihr Bruder Louis seine Freundin Eva bei ihr einquartiert, geraten Isabels stille Routinen ins Wanken, und das Haus, das Stabilität gibt, wird zum Schauplatz unheimlicher Veränderungen, die bis zum Holocaust zurückgehen, zur Sharia . Ein wundervoll subtiler Roman, der zu Recht auf dem Internationalen Booker-Preis stand. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   In ihrem Haus von Yael van den Wouden

Rezension - Balaclava von Campbell Jefferys

  Mara, eine Polizistin aus Berlin ist jeden Tag mit Gewalt konfrontiert. Die meisten ihrer Kollegen sind diszipliniert, korrekt. Aber es gibt auch gewaltbereite Typen mit rechten Sprüchen, die sich feindlich gegenüber Ausländern und Frauen verhalten. Mara stammt allerdings aus Hamburg und so liegt es nahe, dass man sie undercover nach Hamburg sendet, damit sie sich unter die linken Gruppen mischt, herauszufinden, wer bei einer Demo den einen Polizisten ermordet hat. Mara hat das Video gesehen – der Polizist sackt zusammen, neben ihm ein junger Mann, dessen Gesicht mit einer Balaclava verdeckt ist. Mara hat ihn erkannt! Diese Augen gehören ihrem Bruder! Und der würde niemanden umbringen. Ein Thriller mit Potential, allerdings zu aufgeblasen, zu viele handwerkliche Fehler. Weiter zur Rezension:     Balaclava von Campbell Jefferys

Rezension - Cascadia von Julia Phillips

  Gesprochen von Pegah Ferydoni Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 7 Std. und 38 Min. Auf einer Insel vor der Küste des Bundesstaates Washington im äußersten Nordwesten der USA lebt Sam mit ihrer Schwester Elena und der schwerkranken Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Sam arbeitet auf der Fähre, die die wohlhabenden Urlauber zu ihren Feriendomizilen bringt, während Elena im Golfclub kellnert. Das meiste Geld geht für die medizinische Versorgung der Mutter drauf. Sie beide träumen von einem besseren Leben, davon, woanders neu anzufangen. Dann, eines Morgens erblickt Sam einen Braunbären direkt vor ihrer Haustür. Zwei Schwestern, die immer zusammengehalten haben, driften völlig auseinander. Die eine bleibt in den Kinderträumen verwachsen, die andere stellt sich der Realität. Weiter zur Rezension:   Cascadia von Julia Phillips 

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Wo ist Walter? Ab ins Wasser von Martin Handford

  Knobelalarm für clevere Kids Wo ist Walter? Die kultigen Wimmelbuch-Bücher kennt wahrscheinlich jeder. Mit Walter auf hoher See! Ein Mitmachbuch für Kinder ab 8 Jahren mit vielen Rätseln, Suchbildern und Stickern. Klar, auch hier muss man Walter suchen , doch dies hier ist ein kunterbuntes Beschäftigungsbuch für unterwegs, am Strand oder für die Ferien mit Rätseln, Malen, Suchen: Mit Walter gibt es keine Langeweile, und dazu  gibt es mehr als 100 knallbunte Stickern für noch mehr Rätselspaß. Weiter zur Rezension:     Wo ist Walter? Ab ins Wasser von Martin Handford 

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Streng geheim: Spione, Agenten, Geheimnisse von Soledad Romero Mariño und Julio Antonio Blasco

  Die unglaublichsten Spionagegeschichten der Welt. Vom alten Rom über England zur Zeit der Tudors bis ins 20. Jahrhundert hinein hat sich die Kunst der Spionage enorm weiterentwickelt. Eines aber blieb immer gleich: Der grenzenlose Erfindergeist der Menschen, auf immer neuen Wegen an streng geheime Informationen zu gelangen. Philipp II von Spanien, Herrscher über ein Weltreich, investierte viel Geld für sein dichtes Spionagenetz, entwickelte eine ausgeklügeltes Chiffriersystem und das effizienteste Postsystem. Katharina von Medici bildete Spioninnen aus, um ihre Feinde zu kontrollieren. Der kleinste Spion war nur 58 cm groß. Doppelspion:innen, ausgeklügelte Systeme … ein spannendes Sachbilderbuch  ab 10 Jahren! Weiter zur Rezension:   Streng geheim: Spione, Agenten, Geheimnisse von Soledad Romero Mariño und Julio Antonio Blasco