Direkt zum Hauptbereich

Dunkelnacht von Kirsten Boie - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Dunkelnacht 


von Kirsten Boie 


Wer heute nach Penzberg kommt, ahnungslos und ohne von der Mordnacht zu wissen, erlebt eine bayrische Kleinstadt, nur etwa zehn Kilometer entfernt von den Touristenhochburgen Starnberger See und Kochelsee.


Kirsten Boie hat hier ein großartiges Jugendbuch vorgelegt, das sich mit einem wenig erwähnten Thema beschäftigt, nämlich mit den Morden, die kurz vor Beendigung des Zweiten Weltkriegs stattfanden: Endphasenverbrechen nennt man sie. Ob es sich um desertierende Soldaten handelte, Bürger, die dem Hitler-Regime nicht mehr beugen wollten, es gab allerorts Opfer in den letzten Tagen des Krieges. Die Penzberger Mordnacht ist eins dieser Verbrechen, die selten erwähnt werden. Auch noch heute muss man sich für die deutsche Nachkriegsjustiz schämen, die letztendlich die meisten Nazi-Verbrecher erst gar nicht verurteilte, bzw. sie schnell wieder laufen ließen. 


Das Deutsche Reich zu retten

Ja sind Sie denn wahnsinnig Bentrott? ... Wie konnten Sie diese Männer einfach so weitermachen lassen?›
‹Ich wollte nichts tun ohne Ihren Befehl, Herr Oberstleutnant.» ...
Aber nun hat er ja seinen Befehl, nun steht fest, was zu tun ist.

Ende April 1945 vernahmen die Penzberger Bürger durch den offiziellen Reichs-Radiosender, dass der Krieg zu Ende sei, die Amerikaner in München eingerückt seien und übernommen hätten. Zu diesem Zeitpunkt ist klar, dass die amerikanischen Panzer jeden Tag in die Stadt einrollen werden. Nun versuchten entschlossene Penzberger Bürger, das Heft in die Hand zu nehmen, sich darauf vorzubereiten. Der 1933 aus dem Amt gedrängte ehemalige Bürgermeister Hans Rummer gehört zu ihnen, der eine friedliche Übergabe vorschlägt. Sie verhindern die Flutung des Bergwerks nach dem Nero-Befehl Hitlers und verhindern die Liquidation der Zwangsarbeiter dort. Gleichzeitig rückt ein Trupp deutscher Soldaten ein, die auf dem Durchmarsch nach Tirol sind, um die Alpenfestung zu beschützen, «das Deutsche Reich zu retten». Ihr Befehl lautet: Kämpfen bis zum letzten Atemzug. Sie könnten einfach weiterziehen. Doch der Oberstleutnant sendete Boten nach München, die mit der Meldung zurückkommen, der Radiosender war lediglich für kurze Zeit von Revolutionären gekapert worden, die alle verhaftet und hingerichtet wurden und er solle die Wehrzersetzer vor Ort exekutieren. So wird der NS-Bürgermeister wieder eingesetzt, die Bürger im Rathaus festgesetzt. In der Nacht werden die 8 Bürger aus dem Rathaus in den Wald gefahren und erschossen. Damit aber nicht genug. Der Werwolf rückte an, die Organisation, die hinter den alliierten Linien Sabotageakte verüben, Fahnenflüchtige und sogenannte Volksfeinde und Wehrzersetzer aufhängen. Diese Leute verlangen vom Bürgermeister die Namen der Kommunisten und Sozialisten vor Ort, Namen von Bürgern, die nicht in die Partei eingetreten sind, die sie dann aufsuchen, aus dem Bett holen und vor dem Rathaus aufhängen. In dieser Nacht verlieren 16 Penzberger ihr Leben, zwei überleben das Massaker. Einen Tag später rücken die Amerikaner ein. 


Bloß nichts selbst entscheiden

So also ist der Tod. Ist so ganz ohne Würde. Und dann schon der Nächste, der Nächste … der Gustl dreht sich weg, sein Magen will nicht aufhören, kommt nur noch Galle, aber das Würgen bleibt. Er hat sie gekannt, alle drei.

Kirsten Boie wickelt die Geschichte in eine Beobachtung ein. Drei Jugendliche, zwei Jungen, verliebt in ein Mädchen: Marie, Schorsch und Gustl. Schorsch ist 15 Jahre alt, der Sohn des örtlichen Polizeimeisters, er steht den Nazis kritisch gegenüber, auch wenn sein Vater Polizist ist. Gustl ist 16 Jahre alt. Er schämt sich, dass seine Eltern «Rote» sind, will es besser machen, für Führer und Land eintreten, er hat sich den Werwölfen angeschlossen. Maries Vater gehört zu den Bürgern, die sich im Rathaus um den alten Bürgermeister versammeln, der aber kurz die Versammlung verlässt, weil er einen Metzgerladen führt. Als er zurückkehren will, ist das Rathaus von Soldaten umstellt, ein Freund rät ihm, sein Haus über die Hintertür zu verlassen und er versteckt ihn. Der Oberstleutnant gibt einen Exekutionsbefehl, und alle gehorchen trotz Gewissensbisse: militärische Befehlsgewalt im Nationalsozialismus. Schorsch und Marie treffen sich am Waldrand bei Dunkelheit und beobachten zufällig die Erschießung, Gustel ist mitten drin bei den Gräueltaten der Werwölfe. Zappelnde Beine, Knack, das Genick gebrochen. Danach wird Schnaps gesoffen und gelacht. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Die Perspektive hat Kirsten Boie auktorial gesetzt, ein allwissender Erzähler, der zwischen Ereignissen und Personen schwebt, verschiedenen Handelnde in ihren Gedanken zu Wort kommen lässt. Hauptmann Bentrott, der nichts entscheiden will, weil er keine Schuld auf sich laden will. Er weiß, dass die Amerikaner kommen, und darum wird er freundlich sein zu den Aufrührern, bloß nichts selbst entscheiden. Oberstleutnant Ohm soll geradestehen, für das, was jetzt geschehen wird, nicht er, der nur Befehle ausführt.


Der Leser selbst ist fassungslos

Die Erzähldistanz dieser Novelle ist im Weitwinkel gewählt, die Erzählhaltung ist beobachtend, hat fast etwas von einer Reportage. Mit dieser schnörkellosen Sachlichkeit ist die Geschichte erträglich, löst genügend tiefe Emotionen beim Leser aus. Die Bestie Mensch schlägt zu. Es gibt eine Menge Leerstellen im Text, die die Fassungslosigkeit der Beobachter darstellen, den Leser selbst fassungslos schlucken lässt, damit er seine Beklemmung fassen kann. Der Leser weiß, die Namen sind echt (bis auf die ausgedachten Jugendlichen), die Geschichte ist wahr: reale Geschichte. Das ist klug gewählt, spricht jugendliche Leser ab 14/15 Jahren an. Schon die Art, wie der Text gefasst ist und natürlich der Stoff selbst, ist für Jüngere nicht geeignet. Obwohl dies ein Jugendroman ist, würde ich das Buch als Dokumentation bezeichnen. Das Entsetzen des Lesers geht weiter im Nachwort, wenn er erfährt, dass die meisten Täter aus dieser Nacht entweder gar nicht verurteilt oder freigesprochen wurden. Sie hatten ja NUR Befehle befolgt.

Kollektive Auslöschung im Gedächtnis

Wie um Himmels willen haben sie weiter zusammengelebt in dieser Stadt nach dem Ende des Krieges: die Witwen und die Waisen der Opfer – und die Frauen und Kinder der Täter?, 

fragt sich Kirsten Boie im Nachwort dieses Buchs. Die Antwort finden wir im Ort selbst, der keinen Gedenkstein daran erinnern lässt. Versteckt im Wald, dort, wo die Bürger erschossen wurden, steht eine Skulptur. Vergessen, über nichts reden, sich nicht erinnern. Das war der Fluch der Nachkriegszeit. Es waren einfach zu viele beteiligt, als dass man sie aussieben wollte. Zu viel Leid hatten die Nazi-Zeit und der Krieg gebracht. Die Nazis lebten unter ihnen, viele mit der Faust in der Tasche. Man dachte nur noch vorwärts, nach hinten eine kollektive Auslöschung im Gedächtnis. Es ist nun die Aufgabe der Nachkriegsgenerationen, alles offen zu legen, damit ein solches Unrecht nie wieder geschieht! Eine Novelle, ein Drama, das es in sich hat, das ich als Schullektüre empfehle. Wer dieses Buch liest, sollte sich vorher bereits ein wenig über den Zweiten Weltkrieg informiert haben. Es gibt eine Menge Fachbegriffe, die am Ende erklärt werden: HJ, Volksempfänger, Volkssturm, Werwölfe, Leit-Wolf, Gauleiter, Alpenfestung usw. Das hätte ich mir nach vorn gewünscht, denn mit diesen Begriffen können die wenigsten Jugendlichen heute etwas anfangen und es ist ratsam, sich die Vokabeln im Vorfeld anzusehen. 


Unter dem Titel «Es geschah in unserer Stadt – Erinnerung an die Penzberger Mordnacht vom 28. April 1945» fand ein Gespräch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender mit Schülerinnen und Schülern aus Penzberg und Kirsten Boie statt. Die Autorin las im Schloss Bellevue Passagen aus ihrem Buch «Dunkelnacht». An dem Gespräch nahm zudem der Erste Bürgermeister der Stadt Stefan Korpan teil, der zusammen mit den Schülerinnen und Schülern aus Penzberg per Video zugeschaltet war.



Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, studierte dort Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlangen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben. Inspiriert durch die eigene Situation schrieb sie ihr erstes Kinderbuch «Paule ist ein Glücksgriff». Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Für ihr Engagement für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur wurde ihr 2019 die Hamburger Ehrenbürgerwürde verliehen. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, die von ihrer enormen literarischen Vielseitigkeit, großem Einfühlungsvermögen, vor allem aber von ihrem sozialen Engagement Zeugnis geben. 2007 wurde Kirsten Boie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. 2015 gründet Kirsten Boie die Möwenweg-Stiftung, um Kindern in Swasiland zu helfen.


Kirsten Boie 
Dunkelnacht
Jugendbuch, Novelle, Historischer Roman, Zeitgeschichte, Ende des 2. Weltkriegs, Naziverbrechen
112 Seiten
Verlag Friedrich Oetinger, 2021 
Altersempfehlung: ab 15 Jahren, Allage


Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling 

Rezension - Splendido. Aperitivo von Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall

  Die Kunst des guten Essens vor dem Essen Der Aperitivo gehört in Italien schon lange zur Alltagskultur, wie in der Schweiz der Apero, und auch hierzulande wächst der Trend, den frühen Abend mit Sarti Spritz und Negron zu feiern. Und welche regionalen Unterschiede gibt es zwischen Turin , Mailand , Venedig , Rom und Palermo ? Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall stellen die Aperitivi und Bitter vor, auch die  alkoholfreien Alternativen. Dann folgen die Rezepte zu den kleinen Köstlichkeiten, die zum Feierabendritual gehört. Wer Anregungen zum Mixen von Aperos sucht, Rezepte zu kleinen Appetithappen als Beilage, wird hier auf jeden Fall fündig! Weiter zur Rezension:    Splendido. Aperitivo von Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall 

Rezension - Unter Null Grad – Countdown im Eis von Ele Fountain

  Der Kinder- und Jugendroman entblättert sich als packendes Survivalabenteuer vor dem Hintergrund des Klimawandels in der Arktis. In einem Rutsch durchgelesen – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen: Zunächst lernen wir abwechselnd Bee und Yutu kennen, deren Wege sich später kreuzen werden – ein Kampf ums Überleben beginnt, und der gegen die Männer, die Bee auf der Spur sind, sie gefangen nehmen wollen. Abenteuer in der Arktis und Freundschaft bis zum Limit. Hervorragender Kinder- und Jugendroman ab 10/11 Jahren und weit darüber hinaus. Weiter zur Rezension:   Unter Null Grad – Countdown im Eis von Ele Fountain

Rezension - Verwandlung von Lara Swiontek

  Nach der Novelle von Mary Shelley Was fällt einem zu Mary Shelley ein? Wahrscheinlich «Frankenstein» oder vielleicht noch «Der moderne Prometheus». Die Verwandlung – Kafka, na klar. Aber auch Mary Shelley hat sich mit diesem Thema befasst: Verwandlung. Lara Swionteks hat diese Geschichte als Graphic Novel umgesetzt, eine Literaturadaption. Sie ist schnell erzählt: Reicher, gewissenloser Sohn verschleudert sein Erbe, stößt alle Menschen an den Kopf, die noch zu ihm halten und landet bildlich in der Gosse – hier ist es das Meer. Ein Schiff zerschellt vor seinen Augen – nur ein Zwerg mit einem Schatz überlebt und macht ihm ein Angebot ... Weiter zur Rezension:    Verwandlung von Lara Swiontek

Rezension - Der Fluch des Hasen von Bora Chung

  Bora Chungs «Der Fluch des Hasen» entzieht sich jeder literarischen Schublade und verwischt die Grenzen zwischen den Genres, ob magischer Realismus, literarischer Horror, Phantastik oder Speculative Fiction. Diese Kurzgeschichten sind klasse! Skurrile, unheimliche, intelligente Geschichten, die uns mit Gänsehaut überziehen. Die Titelgeschichte fand ich genial! Ein einfacher geliebter Haushaltsgegenstand ist mit einem Fluch belegt und bringt nun Unglück in eine Familie. Oder eine heftige Mensch-Android-Liebesgeschichte.  Oder «Narben», ein düsteres, gemeines Märchen. Klasse! Weiter zur Rezension:    Der Fluch des Hasen von Bora Chung 

Rezension - Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adria von Ines Cali

  Iva Markulin, Staatsanwältin in Zagreb , lässt sich in diesem Politkrimi nach Pula versetzen, als ihr Mann bei einem Attentat ums Leben kommt. Wem galt die Autobombe, die an ihrem Auto befestigt wurde? Ihm oder ihr? Mit ihrem kleinen Sohn Matteo zieht sie zu ihrem Großvater, der auf dem Familiengut Terra Rossa in Istrien Olivenöl produziert. Hier ruft sie eine Sonderkommission ins Leben, als deren Leiterin sie die Mörder ihres Mannes ausfindig machen will. Sie hat den Ruf der «Mafiajägerin», lernt schnell das Who is Who an Istriens Küsten kennen, denen es nicht passt, dass ihnen jemand auf die Finger schaut.  Spannender Wirtschaftskrimi , Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adriavon Ines Cali

Rezension - Die Reise der Wale: Mein Leben mit den geheimnisvollen Meeresgiganten von Leigh Calvez

  Leigh Calvez erforscht als Wissenschaftlerin seit vielen Jahren das Leben der Wale. Hier erzählt sie sehr persönlich von ihren Begegnungen mit den Giganten der Tiefsee, darunter familiäre Orcas, weit wandernde Buckelwale oder uralte, tief tauchende Blauwale, die größten Tiere des Planeten.  Nebenbei erfährt man in diesem Buch viel über das Leben und Verhalten von sechs Walarten: Orcas, Buckelwale, Pottwale, Blauwale, Grauwale und Blainville-Schnabelwal, bzw. den Kleinen Schwertwal. Weiter zur Rezension:    Die Reise der Wale: Mein Leben mit den geheimnisvollen Meeresgiganten von Leigh Calvez 

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Wasser von John Boyne

Vanessa Carvin ist vom Festland auf eine kleine irische Insel geflohen, versucht, ihrem alten Leben zu entkommen. Sie ändert ihren Namen in Willow Hale, schneidet sich die Haare kurz und hofft, dass niemand sie erkennen wird. Sie hat ein gutes Leben geführt, das endete, als ihre ältesteTochter Suizid begann und kurz darauf ihr Mann, des Missbrauchs an jungen Schwimmerinnen angeklagt wird. War sie blind oder ahnte sie etwas, was sie nicht wissen wollte? Sie weiß es nicht. Das Psychogramm einer Frau, die versucht herauszufinden, was Schuld bedeutet. Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Wasser von John Boyne