Rezension
von Sabine Ibing
Das kalte Herz
von Sascha Hommer
Das kalte Herz ist ein Märchen von Wilhelm Hauff, enthalten im Märchenalmanach auf das Jahr 1828, eingebettet in die Erzählung «Das Wirtshaus im Spessart». Die ist eine Adaption als Graphic Novel. Der Schwarzwälder Kohlenbrenner Peter Munk ist unzufrieden mit seinem gesellschaftlichen Stand, denn er muss einiges durchmachen, sehnt sich nach Reichtum und Anerkennung. Er erinnert sich an das Glasweiblein, das Sonntagskindern drei Wünsche erfüllt. Er sucht sie im Wald auf, doch seine Wünsche sind kopflos und bringen ihm letztendlich nicht weiter.
Nun sucht Peter Hilfe beim bösen Holländer-Michel. Der ist bereit, ihm Geld zu geben, so viel er will — wenn ihm Peter ihm sein warmes, pochendes Herz gibt, gegen einen kalten Stein eintauscht. Doch der plötzliche Wohlstand hat auch eine bittere Kehrseite: Peter verliert Fähigkeit zu jeglicher Emotion. Er kann sein Gück nicht genießen und benimmt sich gegenüber anderen Menschen natürlich herzlos. In seiner dunkelsten Stunde wendet er sich an das Glasweiblein, in der Hoffnung, dass sie ihm helfen kann, sein Herz zurückzubekommen.

Sascha Hommer, 1979 geboren, lebt als Comiczeichner und Illustrator in Hamburg, wo er an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften bei Anke Feuchtenberger und ATAK Illustration studiert hat. Er war Herausgeber der Comic-Anthologie ORANG und lehrt nun selbst an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Das kalte Herz
Comic Adaption nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff
Graphic Nevel, Comic, Schwarzwald, Märchen, Romantik, Märchenadaption
Hardcover ,160 Seiten, 16.6 x 22.1 cm
Reprodukt; 2024
Altersempfehlung von mir: ab 12 Jahren
Graphic Novel, Comic, Grafisches

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