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Rezension - Wilde Radtour mit Velociraptorin von Nils Mohl und Halina Kirschner

  Dem Schriftsteller fällt gerade nichts ein, drum schwingt er sich auf sein Fahrrad. Er staunt nicht schlecht, als plötzlich so ein Urzeitreptil, eine Ciraptorin mit einer Fahrradklingel am Daumen, auf der Straße steht und den Weg versperrt. Die schlagfertige Velorciraptorin möchte nämlich schneller werden, das Radfahren von ihm lernen. Na denn ... Der Literat schraubt seinen Beiwagen an, die Dame nimmt Platz und auf geht es. In 26 Kapiteln, von A wie «Aufpumpen» bis Z wie «Ziel» beginnt eine turbulente, witzige Reise, die mit einem Fahrradrennen endet. Das Urzeitreptil entpuppt sich als ganz schön frech und schlagfertig ... Meine Empfehlung, ab 4 Jahren: mit Sprachwitz, Spannung und mit Fahrradwissen. Abteilung Lieblingsbuch! Weiter zur Rezension:    Wilde Radtour mit Velociraptorin von Nils Mohl und Halina Kirschner

Rezension - Das riesengroße Krokodil von Roald Dahl

  Das riesengroße Krokodil hat gewaltigen Hunger! Und weil es ein durchtriebener Fiesling ist, läuft ihm das Wasser im Munde zusammen, wenn es an Kinder denkt. Leckere, knackig-saftige, schmackofatzige Kinder. Das kleine Krokodil ist empört! Doch keine Kinder! Dem Schurken ist es egal. Und jedem Tier, das er unterwegs trifft, erzählt er von seinem Vorhaben. Die Tierwelt ist entsetzt! Das tricky Kroko denkt sich einiges aus, um Kinder zu erwischen. Aber die Tierwelt hält zusammen und funkt dazwischen. Ein herrlich lustiger Klassiker ab 4 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:     Das riesengroße Krokodil von Roald Dahl

Rezension - Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher

  Der Titel dieses Familienromans könnte auch lauten: Mein Vater, der Lügner – oder: Szenen einer Ehe – oder: Mein Vater, das Miststück. Daniela Dröscher erzählt ihre Familiengeschichte, die Geschichte ihrer Mutter, deren Leben von einem Thema dominiert wurde: ihr Körpergewicht. Diese schöne Frau ist zu fett! So jedenfalls kommentiert es der Vater. Gib uns unser täglich Wort, die tägliche Demütigung der Ehefrau: Du bist zu dick, zu fett, ich kann dich nicht vorzeigen, ich muss mich für dich schämen, das geht so nicht weiter! – so der Vater unermüdlich tagtäglich. Muss sie abnehmen? Ja, das muss sie, entscheidet ihr Ehemann. Kleinreden, erniedrigen, die eigene Unzulänglichkeit auf den anderen projizieren, Gaslighting. Ein emotionales Drama, eine Familiengeschichte, die man aushalten muss. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher 

Rezension - Der Dachs von Christian Buder

  Ein kleiner fiktiver Hafenort in der Bretagne, in dem es plötzlich rund geht. Eine Migrantin und ihr Baby liegen tot am Strand. Hat sie allein versucht, mit dem Boot nach Großbritannien zu kommen? Gendarm der Gendarmerie Maritime Ronan Prad ermittelt: Schon wieder ist ein Fischer samt Boot spurlos verschwunden, ebenfalls kürzlich eine gesamte Familie. Die Marine ortet ein verschollenes Boot am Grund des Meeres. Trotz stürmischer See taucht Ronan hinunter, entgeht dabei nur knapp einem Mordanschlag und macht eine grausige Entdeckung. Komplex, Staatsgewalt und das organisierte Verbrechen gehen Hand in Hand. Ein intelligenter Plot mit vielen Wendungen – ein spannender Noir-Krimi, Politkrimi.  Weiter zur Rezension:    Der Dachs von Christian Buder

Rezension - Das Haus über dem Fjord von Kristin Valla

  Elin kehrt in ihr Elternhaus zurück, um es aufzulösen und zu verkaufen. Der Vater und ihre zwei Brüder verstarben bei einem Erdrutsch, als Elin noch ein Kind war. Auch die Mutter der Mode-Journalistin ist bereits zwei Jahre zuvor verstorben. Sie ist schon länger weg von zu Hause, hat keinen Bezug mehr zu diesem abgelegenen Ort. Sie trifft auf den Mann, in den sie in ihrer Jugend verliebt war und sie deckt ein Familiengeheimnis auf. Der Roman konnte mich nicht für sich gewinnen: zu unglaubwürdig, zu kalt und distanziert mit leblosen Charakteren. Weiter zur Rezension:   Das Haus über dem Fjord von Kristin Valla

Rezension - Die Wunder von Elena Medel

  Sie sind sich nie begegnet, María und Alicia, Großmutter und Enkelin – doch beide wohnen in Madrid, wissen nichts voneinander. María kommt Ende der Sechziger in die Hauptstadt, weil sie als Familienschade galt. Man schickte sie weit weg, damit sich niemand das Maul zerreißen konnte. Ihr uneheliches Kind wurde ihr weggenommen und zur verheirateten Schwester gegeben. Die Jüngere flieht 30 Jahre später vor der Mutter und dem sozialen Elend nach Madrid, um im Leben etwas zu erreichen. Ein gut dargestelltes Gesellschaftssystem im Lauf der Geschichte von Spanien, ein feiner Gesellschaftsroman. Weiter zur Rezension:    Die Wunder von Elena Medel 

Rezension - Meister Marios Geschichte von Rafik Schami und Ayuko Tanaka

  Der arme und erfolglose Puppenspieler Mario liebt seine Marionetten: Vorhang auf für Meister Mario und seine Marionetten! Beifall für das neue Stück, das Märchen vom Prinzen und dem armen Bauernmädchen! Über Nacht wird Mario weltberühmt mit dieser Aufführung und er gastiert auf den bekanntesten Bühnen der Welt. Doch die Puppen haben keine Lust, immer das selbe Stück zu spielen ... Eine Geschichte, die in der Geschichte erzählt wird ... ein wundervolles Märchen zum Thema Selbstbestimmung ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Meister Marios Geschichte von Rafik Schami und Ayuko Tanaka

Rezension - Was für ein komischer Vogel! von Rocio Bonilla

  Oskar ist ein neugieriges, wissbegieriges Kind. Eines Tages sagt seine Nachbarin zu ihm: «Was bist du denn für ein komischer Vogel?» Er ist beunruhigt. Was meint sie damit? Ist er ein Vogel? Sieht er aus wie einer? Kann er fliegen wie ein Vogel? Er beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen ... Eine warmherzige Geschichte über eine Redewendung, die wortwörtlich genommen wird. bilderbuch ab 3 Jahren. Weiter zur Rezension:    Was für ein komischer Vogel! von Rocio Bonilla

Rezension - Aru gegen die Götter von Roshani Chokshi

Band 1: Die Wächter des Himmelspalasts Aru wohnt in einem Museum für altindische Kunst und Kultur, das ihre Mutter leitet. Leider wird es mal wieder nichts mit dem versprochenen Urlaub, da ihre Mutter eine Dienstreise antreten muss. Als Aru während der Ferien im Schlafanzug durch das Museum schleicht, stehen plötzlich Klassenkameraden vor ihr. Von wegen Frankreichurlaub, olle Angeberin – ständig lügt sie sich was zurecht! Na ja, stimmt schon, sie übertreibt gern. Irgendwie muss Aru jetzt aus der Nummer rauskommen, ihnen etwas Interessantes bieten. So erzählt sie von der gefährlichen Öllampe, die niemand anfassen, schon gar nicht anzünden darf, weil dann die Welt untergeht. Ihr wisst ja, was folgt ... ein absolut witziges Fantasyabenteuer zur indischen Mythologie ab 10 Jahren, Empfehlung – Aru ist eine Halbgöttin, die die Welt nun retten muss. Auftakt zu einem Fünfteiler. Weiter zur Rezension:    Aru gegen die Götter von Roshani Chokshi 

Rezension - Kalte Seelen von Christine Brand

  TV-Journalistin Milla Nova besucht eine Gerichtsverhandlung, bei der sie als Zeugin geladen ist. Am folgenden Prozesstag wird der Mann morgens aus dem Gefangenentransport befreit und bleibt verschwunden. Gibt es wirklich – wie er Tags vorher behauptete – eine Gruppe mächtiger Männer, die die Regierung stürzen werden? Millas Freund Sandro Bandini, der als Ermittler arbeitet, macht sich Sorgen: Sie könnte als Hauptzeugin in Gefahr sein. Wie gut, dass sie sowieso für eine Reportage eine Woche lang in ein Frauengefängnis einfährt. Sie will den Gefängnisalltag beschreiben und Interviews mit den gefangenen Frauen machen. Hier erfährt sie von Flor, dass männliche Immigranten, die als sogenannte Sans-Papiers in der Schweiz ein Schattenleben führten, plötzlich spurlos verschwunden sind; immer wieder. Ein guter, wendungsreicher Schweizer Krimi mit leichten Schwächen. Weiter zur Rezension:    Kalte Seelen von Christine Brand