Rezension
von Sabine Ibing
GOUSSE & GIGOT
von Anne Simon
Der neue Band der Erzählungen von Marylène handelt vom Leben und Schicksal zweier ungleicher Halbschwestern: Die Ältere, Gigot, ist klein, breit, verfressen, faul und ängstlich, sie liebt Krapfen; die Jüngere, Gousse, groß, schlank, fleißig und tollkühn, sie liebt Bier. Füreinander sind sie unentbehrlich und so kann nichts und niemand Gousse und Gigot trennen.
Der Tyrann Victor von Krantz, Diktator Landes Marylène, war ihr Vater, der sich einen Stammhalter wünschte. Er ließ sich jeden Tag wahllos Frauen aus dem Reich kommen. Simone, die Privatsekretärin des Diktators, half den Frauen heimlich, abzutreiben, wenn sie schwanger wurden. Zwei wollten das Baby von Victor von Krantz. Er war erbost, dass ihm Mädchen geboren wurden, ließ die Babys in eine Schlangengrube stecken, wo sie aufwuchsen. Die Story zusammenzufassen ist nicht einfach, da die Geschichte sehr vielschichtig und abgedreht ist. Nach der Ermordung ihres Vaters wurden die Schwestern von der Gesellschaft verstoßen. Claude nimmt sich ihrer an, der sich in Gousse verliebt hat. Kann eine solche Dreierkonstellation gut gehen?

Anne Simon wurde 1980 geboren und hat an der Ecole des Beaux Arts in Angoulême, sowie an der Ecole Nationale des Arts Décoratifs in Paris studiert. Sie wurde 2004 mit dem Nachwuchspreis auf dem »Festival International de la Bande Dessinée« in Angoulême ausgezeichnet. Ihre Graphic Novels »Freud«, »Marx« und »Einstein« (mit Corinne Maier) erschienen im Knesebeck Verlag. »Das Tun und Lassen der Aglaé«, sowie »Die Kaiserin Cixtite« erschienen bei Rotopolpress.
GOUSSE & GIGOT
Aus dem Französischen von Irène Bluche
Comic, Graphic Novel, Fantasy, Französische Literatur
Klappenbroschur, 164 Seiten, Farbe, 17 x 22 cm
Rotopol Verlag, 2024
Meine Altersempfehlung: Allage, ab 14 Jahren
Graphic Novel, Comic, Grafisches

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