Direkt zum Hauptbereich

Bloody Mary – Die Geschichte der Mary Tudor von Kristina Gehrmann - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Bloody Mary – Die Geschichte der Mary Tudor 


von Kristina Gehrmann


Eine Biografie der britischen Königin Mary I. als Graphic Novel. Man nannte die Tochter von Heinrich VIII. (Henry VIII) und Katharina von Aragon auch «Bloody Mary», da sie blutig die Rekatholisierung des Britischen Königreichs durchsetzen wollte, das sich bei Antritt ihrer kurzen Regentschaft 1553-1558 in desolatem Zustand befand. Aber schnell wurde aus der Lichtgestalt Mary Tudor, auch die Katholische genannt, «die Blutige». 





Von vorn: Als Mary Tudors Vater, Henry VIII., ihre Mutter, Katharina von Aragon heiratet, das jüngste Kind des Königspaares Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragonien, war es eine Heirat zum Zweck. Einerseits politisch und andererseits sollte ein männlicher Thronfolger aus der Ehe entstehen. Es ging aber nur ein Kind aus dieser Ehe hervor: Mary. Heinrich VIII. ist seine religiöse Frau schnell leid und er ist erzürnt, dass sie keinen Jungen zur Welt bringt. Und er ist verliebt in Anne Boleyn. Der erste Teil des Comics beschäftigt sich mit Henrys Frauengeschichten, die nämlich lebensbedrohlich für Mary werden, die ein enges Verhältnis zur Mutter hat. Der Vater will die Ehe mit Katharina aufheben oder sich scheiden lassen. Die Mutter wird verbannt. Mary wird mit eigenem Hausstand in Ludlow Castle untergebracht, sie muss nun um ihr Leben fürchten. Der Papst erlaubt die Scheidung nicht. Henry trickst, kommt damit nicht durch – und hat plötzlich die erleuchtende Idee: Ich spalte mich von der katholischen Kirche ab und instituiere eine eigene! Er gründet die Anglikanische Kirche und stellt sich als Monarch dieser als Oberhaupt vor und entscheidet, dass die Ehe mit Katharina ungültig sei; er heiratet Anne Boleyn. 



Die Mutter verbannt, der katholische Glauben aufgehoben; Mary ist entsetzt, insbesondere, da sie mit ihrer Mutter nicht einmal brieflich Kontakt halten darf. Anne Boleyn schafft es, Mary aus der Thronfolge auszuschließen, ihr wird der Titel Prinzessin genommen, die Kronjuwelen muss sie abgeben. Ihre Mutter verstirbt, eine Vergiftung ist nicht auszuschließen. Und als Elisabeth auf die Welt kommt, wird Mary zurückbeordert, allerdings als niedere Zofe – ohne Privilegien, ohne eigenes Personal. Aus Angst um ihr Leben erkennt Mary die neue Kirche des Vaters an, behält aber ihren katholischen Glauben. Ihre Stiefmutter bringt keinen männlichen Erben zur Welt, erleidet nur Fehlgeburten und Henry bezichtigt sie des Ehebruchs, um sie loszuwerden; sie landet auf dem Schafott. Die Nachfolgerin Jane Seymour verhilft Mary wieder zur Zugehörigkeit zum Königshaus, zu einem eigenen Haushalt – allerdings ohne Eintrag in die Thronfolge. Der Thronfolger Edward wird geboren. Seymour stirbt am Kindbettfieber. Anna von Kleve folgt als vierte Ehefrau, von der sich Henry nach kurzer Zeit wieder scheiden lässt. 





Die Fünfte, Catherine Howard, eine Cousine Anne Boleyns, einige Jahre jünger als Mary landet ebenfalls auf dem Schafott. Catherine Parr, die sechste und letzte Frau Henrys, verbessert Marys Lage am Hof und führt Vater und Tochter enger zusammen, Mary und Elisabeth werden wieder in die Thronfolge aufgenommen. Als Henry stirbt, erbt sein noch minderjähriger Sohn Edward den Thron. Er modernisiert die anglikanische Kirche nach lutherschem Vorbild: Aufhebung des Zölibats, die Predigt muss in Englisch verlesen werden, die heilige Messe und einige Feiertage werden abgeschafft. Edward wird krank und vermacht die Krone Lady Jane Grey, einer protestantischen Enkelin seiner verstorbenen Tante, weil er annimmt, seine Schwester Mary würde seine Reformen zurücknehmen – womit er recht behalten wird. Jane Grey bleibt nur ein paar Tage auf dem Thron, den Mary sich mit ihrer Gefolgschaft erkämpft, indem die London mit einem Heer einnimmt. Das Volk hält sie für die legitime Erbin und hofft auf eine Versöhnung im Land, das wirtschaftlich brach liegt. Mary aber führt den katholischen Glauben wieder ein, für den sie zeitlebens gekämpft hat, in Andenken an ihre Mutter. Zudem verheiratet sie sich mit dem Spanier, Philipp II. (Felipe II), den einzigen überlebenden legitimen Sohn Karls V. Gemäß dem Ehevertrag erhält Philipp zwar den Titel eines Königs von England, seine reale Macht ist jedoch auf die Funktionen eines Prinzgemahls reduziert, was ihm gar nicht gefällt. Mary konnte sich im Rat nicht durchsetzen. Aber sie ist gewillt, den Katholizismus durchzusetzen, mit aller Gewalt. Bereits ihr Vater hatte die Verbrennungen verboten, Mary führte sie wieder ein. Wer dem Katholizismus nicht folgt, wird als Ketzer gejagt. So wurden von den ca. 290 Opfern allein 113 in London verbrannt: Bloody Mary! Es macht die Taten nicht besser, wenn man versteht, welche Intension ein Machthaber hat, aber sie helfen zu verstehen, was das Leben aus einem Menschen macht. Als Mary verkündet, sie sei schwanger verschwindet der Ehemann nach Spanien. Doch es ist eine Scheinschwangerschaft, eine weitere folgt. Vielleicht sind es die Vorboten ihrer Krankheit, die bald zu ihrem Tod führt. Ihre Schwester Elisabeth I. folgt, die die anglikanische Kirche wieder einsetzt, ebenso die Reformen ihres Bruders Edward. Unter Eduard VI. sowie Elisabeth I. wurden Katholiken verfolgt und hingerichtet – aber nicht verbrannt. Und dann gab es ja auch noch Mary Stewart – aber das ist eine andere Geschichte ...



Mary, eine tragische Gestalt, geprägt in ihrer Kindheit. Kristina Gehrmann gelingt es, diese Stationen in Marys Leben komprimiert zusammenzufassen: Die Mutter, Intrigen, die Ehen des Vaters und deren Auswirkungen auf die Kinder, Glaubenskriege, den Umbruch in eine neue Zeit. Diese Graphic Novel zeigt eindrucksvoll diesen Teil der Tudor-Zeit. Um den Comic-Dialog zu bereichern, werden auch Schriften und Briefe eingearbeitet. Die Autorin lässt Mary Tudor ihr ereignisreiches Leben aus ihrer Sicht selbst erzählen. Mary wird als Mensch dargestellt, nicht als trockene historische Figur. Das macht die Erzählung spannend. Ein Kind der Mutter beraubt, eine Jugendliche, junge Frau, die zeitlebens um den eigenen Kopf fürchten muss. Eine energische Frau, die sich nicht brechen lässt, immer ihrem Glauben folgt, die sich aber auch ständig fügen muss. Die Grafiken sind sehr atmosphärisch gestaltet. Zeichnerisch setzt die Autorin die damalige Zeit gut um: Architektur, Möbel, Mode usw. Insgesamt sind die Zeichnungen stimmungsvoll angepasst an die jeweilige Situation. Lediglich die Figuren sind mir ein wenig leer und einfach strukturiert, hier hat mir persönlich die Autorin zu flach gearbeitet. Kristina Gehrmann arbeitet nicht mit Zeichenstift wie üblich, sondern zeichnet auf dem iPad. Sind sie Grafiken fertig, druckt sie diese auf Aquarellpapier aus und koloriert sie mit Tusche. Die Technik wird am Ende erklärt. Insgesamt eine gut gelungene Darstellung der Bloody Mary – ein historisch gut aufgearbeiteter Comic, der komprimiert die Zeit von Henry VIII bis zur Regentschaft von Mary Tudor darstellt, die erste Königin Englands, die diesen Titel nicht durch Heirat erwarb. Auf «Bloody Mary» folgt demnächst eine Graphic Novel zur Geschichte von Marys Halbschwester und Nachfolgerin Elisabeth I.



Kristina Gehrmann, geboren 1989 in Leverkusen, lebt heute als Illustratorin in Hamburg. Nach dem Abitur 2008 studierte sie an der Angel Academy of Art in Florenz klassisch-akademische Zeichnung und Malerei. Seit 2012 lebt und arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin in Hamburg. Ihre erste Comic-Veröffentlichung, die Graphic-Novel-Trilogie «Im Eisland», handelt vom Schicksal der verschollenen Franklin-Expedition und geht der Frage nach, wie und warum diese in einer Tragödie endete. Der erste Band wurde 2016 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch ausgezeichnet. Auch ihre Adaption von Upton Sinclairs sozialkritischem Roman «Der Dschungel» spiegelt Kristina Gehrmanns Liebe zu spannenden historischen Stoffen. Als 2019 die US-Augabe dieses Buches erschien wurde sie in The New York Times, The Guardian und The NY Journal of Books hoch gelobt. «Der Dschungel» ist nicht irgendein Roman, und diese Comic-Künstlerin exakt die richtige, Upton Sinclair einer nächsten Generation wieder näher zu bringen.», schrieb Dr. Brigitte Helbling, in ihrer Laudatio der Berthold Leibinger Stiftung. 


Videos zur Zeichentechnik:

https://www.facebook.com/watch/?v=530115501008813

https://www.facebook.com/watch/?v=502285343823398


Kristina Gehrmann 
Bloody Mary  – Die Geschichte der Mary Tudor
Comic, Graphic Novel, Englische Geschichte, historisch
Gebunden, 336 Seiten
Carlsen Verlag, 2021



Graphic Novel, Comic, Grafisches  

Für die Fans von Comis / Graphic Novels und sonstigem Gezeichneten, wie Satire. Hier auf dieser Seite zusammengefasst.  Alle Altersgruppen. Graphic Novel, Comic, Grafisches

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Ethnobotanik von Sarah Edwards

  Intro mit KI entwickelt Eine Pflanze ist niemals nur eine Pflanze! Hamamelis , die Zaubernuss, wird beispielsweise bei Hautreizungen und Entzündungen eingesetzt. Ihre Wirkstoffe finden sich heute weltweit in Salben und anderen Arzneimitteln. Das Wissen darüber ist allerdings sehr viel älter als die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Pflanze. Oder die Alraune , die in fast jedem Fantasy-Schmöker eingesetzt wird.  Und damit kommt Edwards zu einem Aspekt, den ich besonders interessant finde: Wem gehört dieses Wissen? Weiter zur Rezension:    Ethnobotanik von Sarah Edwards

Rezension - Schranken gehen auf von Eva Opitz

  Intro mit KI erstellt Bei diesem historischen Roman hatte ich nach dem Klappentext eine ziemlich klare Vorstellung davon, was mich erwartet: Die Geschichte einer Jüdin , die unter dem NS-Regime ihre Heimat verlassen muss – da denkt man unweigerlich an Verfolgung, Angst, eine gefährliche Flucht und an ein Leben, das von einem Tag auf den anderen aus den Fugen gerät. Genau diese Geschichte habe ich nicht erhalten. Natürlich hatte Elisabeth kein leichtes Leben, aber im Ausland war sie nicht den Repressalien ausgesetzt, die ich erwartet hatte. Zudem fehlt sie erzählerische Kraft der Geschichte.  Weiter zur Rezension:    Schranken gehen auf von Eva Opitz

Rezension - Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Intro erstellt mit KI Wütend, laut, brutal – und verdammt gut. Schon der Titel macht klar, dass dies kein Buch ist, das es sich nicht um einen romantischen Liebesroman handelt. Dahlia de la Cerda schreibt über Frauen in Mexiko , über Gewalt, Armut, Klasse, Abtreibung, Drogen und Femizide – und über eine Gesellschaft, in der es einen gewaltigen Unterschied macht, auf welcher Seite der Gesellschaft man geboren wird. Kurzgeschichten, die ein Geflecht bilden. Ein Noir , Kriminalliteratur , Gesellschaftsroman , nichts für schwache Nerven. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Rezension - Viper‘s Dream von Jake Lamar

Intro erstellt mit KI New York , 1961. Clyde Morton , genannt Viper, hat gerade seinen dritten Mord begangen, den ersten, den er bereut. Doch anstatt zu fliehen – sein Kontaktmann bei der Polizei hat ihm drei Stunden gegeben –, besucht er im Cathouse  Nica, die Baroness Pannonica de Koenigswarter . Hier denkt er über sein Leben nach, seine drei Wünsche, die Schutzpatronin der New Yorker Jazzszene ihm aufgetragen, aufzuschreiben, wie allen Jazzmusikern, die bei ihr ein- und ausgehen. ein Noir Kriminalroman , ein Gangsterroman , Kriminalliteratur, im Rhythmus des Jazz und im Rauch von Marihuana - ein Harlem , das mit dem Heroin abstürzt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Viper‘s Dream von Jake Lamar

Rezension - Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Intro erstellt mit KI   Die Reise von Sonne und Mond – 24 Stunden, die alle Menschen verbinden. Ein Wendebuch mit atmosphärischer Gestaltung. Eine Geschichte über das, was uns alle auf der Welt verbindet – die Dämmerung am Morgen die am Abend; die Veränderung des Lebens im Tageszyklus . Dieses Bilderbuch zeigt uns, was in 24 Stunden überall auf der Welt passiert: Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt, und wir stehen auf. Am Abend beginnt es zu dämmern und wir bereiten uns für die Nacht vor. Ein wundervolles atmösphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren zum Schauen, fühlen und sprechen. Empfehlung – ein Kinderbuch zum Entspannen! Weiter zur Rezension:    Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Rezension - Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos

  Intro mit KI erstellt Christelle Dabos entwirft in in diesem Jugendroman eine Gesellschaft, in der nicht das Ich, sondern das Wir zählt. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, eine angeborene Bestimmung, mit der er der Gemeinschaft dient. Es gibt Beschützer, Vertraute, Reparierer und zahlreiche weitere Funktionen. Persönliche Wünsche haben sich diesem System unterzuordnen, Individualität ist nicht vorgesehen. Ich habe mich durch den Wälzer hindurchgequält, der in Komplexität, Sprache und und Auswälzug sehr anstrengend ist. Daher von mir für das Jugendbuch, eine Dystopie, die Empfehlung: ab 16 Jahren, vom Verlag ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos 

Rezension - Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Intro erstellt mit KI   Leeva  lebt in einem Haus mit ihren profitüchtigen Eltern zusammen, für die nur Geld und Ruhm etwas bedeuten. Sie darf das Haus, bzw. den Garten nicht verlassen, wächst völlig vernachlässigt auf. Ihre Neugier und ihr Wunsch auf den Blick hinter die Gartenhecke lässt sie die Verbote vergessen und sie büchst aus, schleicht ins nächstgelegene Haus: die Stadtbibliothek . Welch wundersame Welt sie draußen findet! Menschen, die sie mögen, mit denen sie Freundschaft schließt. Davon handelt dieses herrliche Kinderbuch, begleitet vom Duft von Ingwerkeksen – eine Befreiung aus der Zwangswelt. Ein charmantes Buch, witzig, eine zärtliche Hommage an die Kraft von Beharrlichkeit, Gemeinschaft und Freundschaft. Weiter zur Rezension:    Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Rezension - Die Frau als Mensch von Ulli Lust

  Intro mit KI erstellt Wie viel können wir über Menschen wissen, die vor 30.000 Jahren gelebt haben? Wir finden ihre Werkzeuge, ihre Gräber, ihre Kunst und einige wenige Spuren ihres Alltags. Aber wir wissen nicht, was sie glaubten, welche Geschichten sie sich erzählten und welche Bedeutung sie den Dingen gaben, die sie hinterlassen haben. Genau in diesen Zwischenraum zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und dem, was wir nur vermuten können, begibt sich Ulli Lust in Sachcomic . Weiter zur Rezension:    Die Frau als Mensch von Ulli Lust

Rezension - I Don’t Know How to Draw a Tree von Carmen José

  Intro mit KI erstellt Wie zeichnet man eigentlich einen Baum? Ein Stamm, ein paar Äste, eine grüne Krone – fertig ist der Baum. So ungefähr haben vermutlich die meisten von uns als Kinder angefangen. Später lernen wir Perspektive , Proportionen , Licht und Schatten . Wir lernen, genauer hinzusehen und möglichst genau zu zeichnen. Aber was passiert dabei mit dem eigenen Blick? Carmen José stellt in diesem Buch eine wunderbar einfache Frage, die sich letztendlich als nicht so einfach erweist: Das Bilderbuch ist gleichzeitig ein Gedichtband, ein Künstlerbuch und kleines philosophisches Experiment . Ein ungewöhnliches, wunderschön gestaltetes kleines Buch, das sich mit Kreativität , Wahrnehmung und die Freiheit, etwas nicht zu wissen beschäftigt. Empfehlung - Allage! Weiter zur Rezension:      I Don’t Know How to Draw a Tree  von Carmen José

Rezension - Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am Dunkelsten von Wolf-Ingo Härtl

Intro mit KI erstellt Marie Giddas ist Auftragsmörderin . Seit sechs Jahren tötet sie Menschen gegen Bezahlung, ohne Skrupel, ohne Reue. Ihr nächstes Opfer heißt Vincent. Doch statt ihn umzubringen, liegt sie mit ihm im Bett und beginnt, ihm ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Ausgerechnet dieser Mann bringt ihre bisherige Gefühlswelt durcheinander. Plötzlich zweifelt sie an ihrem Leben und an dem, was sie geworden ist. Lebensbeichte einer Auftragskillerin. Ein ungewöhnlicher, durchaus lesenswerter Thriller mit einer interessanten Grundidee, der mich psychologisch jedoch nicht überzeugen konnte. Weiter zur Rezension:    Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am Dunkelsten von Wolf-Ingo Härtl