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Rezension - Das Buchmaultier von Córdoba von Wilfrid Lupano und Léonard Chemineau

  Das Kalifat von Córdoba im Jahre 976: Unter den Herrschern al-Rahman III. und seinem Sohn al-Hakam II. erblühte das Reich im Zeichen von Frieden, Kultur und Wissenschaft auf den Zenit. Die Hauptstadt Córdoba gilt als unangefochtene Perle des Okzidents, als al-Hakam II. jung verstirbt. Der Wesir Amir nutzt die Gunst der Stunde, um die Macht im Kalifat an sich zu reißen. Unterstützt wird er von religiösen Fundamentalisten. Der Preis für ihre Unterstützung ist hoch: Die 400.000 Bücher der Bibliothek von Córdoba sollen dafür auf dem Scheiterhaufen enden. Am Vorabend der größten Bücherverbrennung der Welt sind der Eunuch Tarid, der Bibliothekar, und seine Kopistin Lubna, panisch damit beschäftigt, so viele Bücher wie möglich einzusammeln und zu retten. Nur wie? Ein Comic, der berührt, klasse geschrieben und gezeichnet, mit historischem Hintergrund zur Buchverbrennung. Graphic Novel Allage ab 14 Jahren als Jugendbuch. Empfehlung Weiter zur Rezension:    Das Buchmaultier von C...

Rezension - Die weiße Rose von B. Traven

  Rings um die Hacienda Rosa Blanca in Mexiko, im Besitz von Hacinto Yañez, wird nach Öl gebohrt, was aber die Farm, die ganz im Einklang mit der Natur bewirtschaftet wird, bisher wenig beeinträchtigt hat. Ihre Bewohner führen ein gutes und bescheidenes Leben, die Farm ist ihnen Heimat und Zukunft. Chaney C. Collins, Präsident der Condor Oil Company, bietet Hacinto Yañez einen unverschämt hohen Preis für seine Hacienda an, unter deren Boden ein reiches Ölvorkommen liegt. Doch der will nicht verkaufen, weil er Verantwortung für seine Familie und die Familien der Landarbeiter hat. Grandiose Erzählung, die erklärt, wie Kapitalismus funktioniert. Weiter zur Rezension:    Die weiße Rose von B. Traven

Rezension - Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois von Honorée Fanonne Jeffers

  Eine Familiengeschichte, die bis nach Afrika zurückgeht, eine Geschichte der Sklaverei, Generationen von Sklaven, die Geschichte einer schwarzen Familie bis heute. Die Hauptprotagonistin ist Ailey Pearl Garfield; sie ist vorlaut, und sie weiß, was sie will. Jeden Sommer reist die Familie nach Chicasetta, Georgia, wo die Familie ihrer Mutter seit Jahrhunderten lebt. Ihre Großmutter wohnt dort in dem Haus, das früher dem Besitzer der Baumwollplantage Wood Place gehörte. Um ihren Platz in der Welt zu finden, muss Ailey die verschlungene Geschichte ihrer Familie verstehen. Denn sie trägt das Erbe der Unterdrückung und des Widerstands, der Sklaverei und der Selbstermächtigung in sich - ein Erbe, so widersprüchlich und lebendig wie Amerika selbst. Ein Epos, eine Familiengeschichte über Generationen bis zurück nach Afrika – Rassismus, Sklaverei, die Besiedlung von Georgia, ein Bildungsroman, die Schwarze Sicht der amerikanischen Geschichte. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Die Li...

Rezension - Tote klagen an von A.K. Turner

  Gesprochen von: Sandra Voss Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 10 Std. und 27 Min. Serie: Raven und Flyte ermitteln, 3 Cassie Raven, die toughe Pathologie-Assistentin im Gothic-Style, überlegt, den Job zu schmeißen, obwohl sie mit exzellentem Fachwissen aufwarten kann. Bisher konnte sie mit den Toten «kommunizieren», doch aus irgendeinem Grund hat sie keinen Draht mehr zu ihnen. Hat sie ihre Gabe verloren? Weil die Mieten enorm gestiegen sind und sie keine passende Wohnung finden konnte, hat es sie auf ein Hausboot verschlagen. Das finden alle Leute cool. Die haben noch keinen kalten Herbst auf dem Boot erlebt, denkt sie sich, als etwas gegen den Rumpf ihres Hausbootes stößt. Cassie schaut nach, weiß sofort Bescheid: Der Mann dort unten im Wasser ist tot. Weiter zur Rezension:    Tote klagen an von  A.K. Turner

Rezension - Autonomy von Petra Felsner

  München, 2037: Die 16-jährige Nora kann ihr Glück kaum fassen. Sie hat es geschafft, einen Praktikumsplatz beim Milliardenunternehmen AutoDat zu erlangen. AutoDat kümmert sich um die selbstlernenden Algorithmen für das autonome Fahren des Sub-Unternehmens FlexDrive, das inzwischen die Straßen beherrscht. Als begabte Hackerin arbeitet sich Nora schnell in das Programm ein und arbeitet an Algorithmen. Eine Welle von Unfällen mit Todesfolge bringt Unruhe ins Unternehmen. Ein Jugendthriller, der mich nicht überzeugen konnte.  Weiter zur Rezension:    Autonomy von Petra Felsner

Rezension - Familie Maus bei der Ernte von Kazuo Iwamura und Rose Pflock

  Erntezeit! Familie Maus zieht aus mit Schaufeln und Körben. Sie wollen eine Wurzel ernten. Für die kleinen Mäuse ist das ein echtes Großprojekt. Die Kinder haben keine Lust zum Graben, wollen lieber klettern. Doch die Großen packen es an, graben sich an die Wurzel ran. Die Kinder springen drum herum: «Na, was sind denn das für Sachen? Wollt ihr hier nur Unsinn machen?» Wie immer wundervoll atmosphärische Aquarelle im Retrostil, der kurze Text in Reimform; in weiteres Abenteuer der Mäusefamilie. Bilderbuch ab 4 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:   Familie Maus bei der Ernte von Kazuo Iwamura und Rose Pflock

Rezension - Unser Italien Kochbuch von Frank Buchholz und Björn Freitag

  Erstmalig widmen sich Björn Freitag und Frank Buchholz in einem gemeinsamen Buchprojekt der italienischen Küche: alltagstauglich, nachkochbar, so in der Einführung – mit dem Hinweis, das Kochbuch richte sich an alle, die gerne Zeit in der Küche verbringen. «Es sind Rezepte dabei, für die man sich ein wenig Zeit nehmen muss, aber auch solche, die perfekt für den Alltag und für zwischendurch sind. In allen Rezepten kann man Zutaten weglassen oder mit ähnlichen austauschen. Neben über 90 Rezepten beinhaltet «Italien Das Kochbuch» auch Küchen-Tipps und Anekdoten, die Freitag und Buchholz von ihren zahllosen Italienreisen mitgebracht haben. Gutes Kochbuch, doch eher: «… an alle, die gerne Zeit in der Küche verbringen.» Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Unser Italien Kochbuch von Frank Buchholz und Björn Freitag

Rezension - Trophäe von Gaea Schoeters

  Ich würde mal sagen: Dieser Roman ist mein Lesehighlight in diesem Jahr! Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht und inhaltlichen Tiefe, dabei so abgründig und perfide. Die Schärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt. Ein hammerharter Roman! Hunter White (wenn ein Amerikaner schon so heißt …), steinreich und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Für seine Big Five fehlt ihm nur noch ein Spitzmaulnashorn … Und wie wäre es mit Big Six? Ein Abenteuerroman, Postkolonialismus, Safari, ein politischer Roman, ein Gesellschaftsroman vom Feinsten. Weiter zur Rezension:   Trophäe von Gaea Schoeters

Rezension - Billy und das Rätsel um die rote Frau von Jamie Oliver

  Nach « Billy und der geheimnisvolle Riese » geht es weiter in Wald Waterfall Woods. Die Kinder werden zur Hilfe gerufen, als die Elfen und die Brüder Wilfred und Bilfred durch die geheimnisvolle rote Frau angegriffen werden, und geraten gleich selbst in Gefahr. Spannendes Fantasyabenteuer mit viel Action für Kinder ab 8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Billy und das Rätsel um die rote Frau von Jamie Oliver

Rezension - Ich habe das Recht, meinen Planeten zu schützen von Alain Serres und Aurélia Fronty

  Wenn wir auf die Welt kommen, macht sie uns ein riesiges Geschenk: Tiere und Pflanzen leben gemeinsam mit uns in einer Einheit. Ich habe das Recht, diese Artenvielfalt zu schützen, so drückt es dieses Kinderbuch aus. Es liegt mir am Herzen, dass wir sauberes Wasser haben und Ozeane ohne Plastikmüll. Ich habe das Recht, für die Umwelt zu protestieren. Alain Serres erklärt, welche Rechte wir auf dieser Welt haben und welche die Welt hat. Luft, Sonne, Lichtregen sind für alle Lebewesen da, Gras für die Kühe, so viel sie wollen. Rechte muss man aber auch durchsetzen können. Nicht realistisch, teils mit Halbwahrheiten und einem dicken, erhobenen, wackelnden Zeigefinger war wir dieses Buch zu aufgesetzt, zu viel, zu unrealistisch. Bilderbuch ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:     Ich habe das Recht, meinen Planeten zu schützen von Alain Serres und Aurélia Fronty