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Rezension - Vom Erzählen von Hermann Bausinger

  Poesie des Alltags Hermann Bausinger untersuchte für dieses erzählende Sachbuch (Kulturwissenschaft) das alltägliche Erzählen - also Witze, Anekdoten, Märchen, allgemeine Plaudereien und natürlich Übertreibungen, der Schwatz im Treppenhaus, – die soziale Kommunikation – eine Interaktion, die nicht der Wissenserweiterung dient, sondern dazu die Beziehung zu anderen Menschen herzustellen: Orte, Gelegenheiten, Riten, Themen, über die man redet – die Entstehung von Erzählungen; Erzählmuster, die sich in der Entwicklung der Menschheit manifestiert haben; Stilrichtungen; Sprachelemente, Werkzeuge mit denen man stilistisch eine Erzählung reicher macht. Erzählen ist für Bausinger «eine zentrale Ausdrucksform menschlicher Kultur». Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Vom Erzählen von Hermann Bausinger

Rezension - Große und kleine Schätze der Natur von Ben Hoare und Kaley McKean

  Über 100 Fundstücke und was sie uns erzählen Ein prachtvoller Band mit Nahaufnahmen aus den Schätzen der Natur – das Sachbuch präsentiert 100 Dinge aus der Natur mit ihren ihre Geschichten. Hier werden Bernstein und Feder, Schmetterlingsschuppe und Elefantenzahn, Schneeflocke, Blätter, und Bienenwabe mit eindrucksvollen Detailfotos und wunderschönen Illustrationen in Szene gesetzt. Wie viele unterschiedliche Farben kann Alpakawolle haben? Woraus besteht ein Wespennest? Wie lange dauert es, bis in einer Muschel eine Perle gewachsen ist? Genau hinschauen und die Natur entdecken! Klasse Sachkinderbuch, Geschenkband, ab 10 Jahren, ab Grundschule für naturinteressierte Kinder. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Große und kleine Schätze der Natur von Ben Hoare und Kaley McKean

Rezension - Ambivalenz von Amélie Nothomb

  Eben noch war Claude mit Reine im Bett. Beim Anziehen erklärt sie, sie würde ihn für den erfolgreicheren Jean-Louis verlassen; eiskalt sie offeriert ihm, der habe mehr zu bieten. Claude schwört, sich an Reine zu rächen. Claude heiratet Dominique; Frau und Tochter interessieren ihn nicht, er hat andere Pläne. In Zeitraffern und Extrakten teilt der Leser das Leben der Familie – hier geht es um Liebe, Rache und Vergeltung auf mehreren Ebenen, die radikale Bloßstellung menschlicher Ruchlosigkeit. Feiner kurzer Roman! Weiter zur Rezension:    Ambivalenz von Amélie Nothomb

Rezension - Juan Belmonte – Stiertöter von Manuel Chaves Nogales

  Der Legende nach soll der seinerzeit weltberühmte Torero Juan Belmonte eines Tages in Chaves Nogales Büro getreten sein, um ihn, den brillantesten Journalisten seiner Zeit, zu bitten, seine Biografie zu schreiben. Chaves Nogales aber hatte noch nie einen Stierkampf gesehen - und verspürte auch keine Lust, einen anzuschauen. Was ihm dann mit diesem Roman - der fiktiven Autobiografie des Stiertöters - gelang, ist ein literarisches Husarenstück – der Leser glaubt, wirklich Juan Belmonte hier sprechen zu hören. Ein Lausbub, der bereits als Kind auf der Tablada von Sevilla nachts mit den Stieren kämpft. Ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen bringt ihn endlich ans Ziel: 1908 in der Arena als Torero kämpfen zu dürfen. Sein furchtloser Stil macht ihn zum Star. Aber schon damals hatte ein Sport-Promi nicht leicht ... Ein herrlicher Schelmenroman – beste spanische Literatur! Weiter zur Rezension:    Juan Belmonte – Stiertöter von Manuel Chaves Nogales

Rezension - Die Rätsel der Toten von Matt Ralphs und Gordy Wright

  Berühmte Mumien und uralte Rituale aus aller Welt Ein fein gestaltetes Buch, das sich mit den Toten befasst, denen wir im Museum begegnen. Somit eine passende Begleitlektüre. Altägyptische Mumien und europäische Moorleichen bis hin zu skythischen Jungfrauen und japanischen selbstmumifizierenden Mönchen; skythische Jungfrauen, Tutanchamun, Chinchorro, Ötzi, diverse Totenkulte – dieses Buch zeigt, was wir anhand der Körper über unsere Vorfahren erfahren. Wie haben diese Menschen gelebt? Am Ende des Buchs befindet sich eine Weltkarte, auf die alle im Sachbuch aufgezählten Fundorte markiert sind. Sehr fein kindgerecht aufgearbeitet und illustriert. Die Begleitung zum Museumsbesuch ab 10 Jahren – auch jünger bei Interesse, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Rätsel der Toten von Matt Ralphs und Gordy Wright

Rezension - Nothing Left for Us von Alice Oseman

  Frances ist nicht so, wie ihre Schulfreundinnen. Sie hat kein Interesse daran auszugehen oder abzuhängen – ihre Leidenschaft ist das Zeichnen. Und sie hat ein Ziel: in Cambridge Englische Literatur zu studieren. Ihr Lieblings-YouTube-Podcast ist Universe City, dass von einem Jungen namens Radio Silence betrieben wird. Niemand weiß, wer er ist. Als der Podcast viral geht, erhält sie eine Nachricht von Universe City; ob sie Lust habe, für die Sendung zu illustrieren. Ein Coming of Age-Roman, eine einfühlsame Geschichte, die sich mit der Zukunft des Lebens beschäftigt, mit Erfolgsdruck, dem, was man meint, was wichtig ist und dem, was man im Inneren spürt; mit Selbstzweifel, Zukunftsängsten, LGBTQIA, Gaslighting – ein vielschichtiger, empathischer Jugendroman ab 14 Jahren, der mir gut gefallen hat.  Weiter zur Rezension:    Nothing Left for Us von Alice Oseman 

Rezension - Dark Rome – Das geheime Leben der Römer von Michael Sommer

  Wie sah es im römischen Leben aus? Eigentlich waren die Sitten recht prüde, auch wenn Hollywood uns etwas anderes weismachen will. Natürlich gab es Ausnahmen und klar, es gab ein paar schlimme Finger unter den Herrschenden, Staatsaffären, wie in jeder Kultur. In anekdotischen Kapiteln bekommen wir Einblick in die römische Kultur . Angeblich konsumierte der Philosophenkaiser Mark Aurel Opium. Die Statthalter Roms Albinus und Florus plünderten in Ägypten die Provinzbevölkerung aus. Doch die beiden waren Waisenknaben im Vergleich mit dem Proprätor Verres , der auf Sizilien wütete und dabei über Leichen ging. So viel hat sich seit damals nicht verändert ... Wir lesen «von Giftmischerinnen und Drogendealern», «von Korruption und organisiertem Verbrechen», «von Falschspielern und Meuchelmördern»,  Hannibal , Lucius Cornelius Sulla Gaius Marius , Lucius Cornelius Cinna , Marcus Aemilius Lepidus , Octavian , Marcus Iunius Brutus , Cicero , Nero , viele bekannte Personen werden ...

Rezension - NO GAME - Jetzt ist Schluss mit Schweigen! von Natasha Friend

  Ein Mädchen wacht würgend auf dem Golfplatz, auf, ein widerlicher Geschmack im Mund, ihre Freundin Cam hat sie geweckt. Adam Xu sitzt neben ihr. Wie kommt sie hier her und wie diese beiden? Nora war auf einem Verbindungsfest der UNI, hatte Root-Bier (alkoholfreies Getränk) getrunken, war Kettenkarussell gefahren – und ab da ein Filmriss. Gerade noch gerettet – man hatte ihr etwas ins Getränk gemischt. Ist ja nichts passiert. Cam und Adam Xu raten Nora die Sache öffentlich zu machen und sie recherchieren an der UNI nach weiteren Fällen. Ab 14 Jahren: #metoo Weiter zur Rezension:   NO GAME - Jetzt ist Schluss mit Schweigen! von Natasha Friend

Rezension - Visuelles Wissen. Mathematik

  Der anschauliche Einstieg in alle Themenbereiche Ein anschauliches Mathebuch für visuell denkende Menschen. Bekanntlich nimmt das Gehirn auf verschiedenen Ebenen Informationen auf. Dieses Buch ist kombiniert in Texterfassung, die visuell mit Beispielen begleitet werden. Das Wissensbuch beleuchtet klar, sehr strukturiert und verständlich die wichtigsten mathematischen Themenbereiche: Ob verschiedene Rechenarten und -wege, Berechnungen von Winkeln oder Termen, Mitternachtsformel, Algebra, Potenzen, Gleichungen, Graphen, Geometrie, Trigonometrie, Wahrscheinlichkeit, Statistik – ein gutes begleitendes Buch zum Unterricht, ein Nachschlagewerk, auch als Unterrichtsmaterial geeignet; ab 12 Jahren bis zur Oberstufe. Weiter zur Rezension:    Visuelles Wissen. Mathematik

Rezension - Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt von Kristina Ohlsson

  Gleich vorweg, das ist so ziemlich der langweiligste Krimi, den ich je gelesen habe. August Strindberg ermittelt - aha. Nur komischerweise hat er bis zur letzten Seite nichts ermittelt. Ich frage mich überhaupt, warum diese Figur so massiv im Vordergrund steht! Nach 150 Seiten Langeweile habe ich quergelesen. Bis zum bitteren Ende kam keine Spur Spannung auf. Zu Beginn tobt ein Sturm und Agnes Erikkson sagt ihrem Mann, sie will nachsehen, ob das Boot gut vertaut ist. Der Lesende weiß, sie will irgendwo anders hin. Danach verliert sich ihre Spur, die Polizei ist ratlos, die Frau bleibt verschwunden. Die Polizei ermittelt nervig wochenlang, obwohl es keinen Hinweis auf ein Verbrechen gibt. Derweil richtet Strindberg seinen Trödelladen ein – alles trödelt dahin, spannungslos über 500 Seiten lang. Weiter zur Rezension:  Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt von Kristina Ohlsson