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Die Söhne der Winde von Gioacchino Criaco - Rezension

Rezension 

von Sabine Ibing



Die Söhne der Winde 

von Gioacchino Criaco


Der erste Satz: Das Wunder des hl. Sebastian war der Höhepunkt des Jahres, wenn nicht gar des ganzen Lebens, das Außergewöhnliche schlechthin, das Außergewöhnlichste, was man je zu sehen bekam, nicht einmal bei den Filmvorführungen im Pfarrsaal bekam man so etwas zu sehen, dabei sah man alles Mögliche in den Western, den Kung-Fu oder den Römerfilmen.

Africo, das Dorf der Ärmsten, denen man alles genommen hatte, die man umgesiedelt hat. Nicht Afrika, Africo in Kalabrien, hinter dem Aspromonte-Gebirge am Jonischen Meer. 1951 wurde durch ein Unwetter das Dorf zerstört, halb weggeschwemmt. 15 Kilometer unterhalb siedelte man die Menschen im Sumpfgebiet neu an, baute Häuser aus Billigbeton, man versprach seitens der Regierung Unterstützung, Arbeitsplätze, Infrastruktur. Das Dorf war nur zu Fuß oder mit dem Eselskarren zu erreichen, ein versprochener Bahnhof wurde nie gebaut, von Arbeitsplätzen keine Rede mehr. Der Ackerboden wurde von der kommunistischen Regierung verstaatlicht, eingezäunt und lag von nun an brach. Der Rest gehörte Großgrundbesitzern. Der Großteil der Männer zog in die weite Welt: USA, Kanada, Deutschland, Turin. Manche schickten hin und wieder Geld oder sie brachten etwas mit, wenn sie Weihnachten nach Hause kamen. Einige Männer kamen nur ein, zwei Mal und dann waren sie auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Zurück blieben Mütter, die alleine ihre Kinder großziehen mussten, sie ernährten sich durch harte Arbeit auf den Jasminfeldern, Bohnenernte usw. Das Geld langte vorn und hinten nicht. Und so war es für die ´Ndrangheta ein leichtes Spiel hier ihre Handlanger zu rekrutieren. Gioacchino Criaco, stammt aus Africo, und auch seine Familiengeschichte ist von der Mafia gezeichnet: Sein Vater, ein Ziegenhirte, wurde 1993 in einer Blutfehde umgebracht, sein Bruder war einst, der meistgesuchteste Kriminelle in ganz Italien, der heute in Isolationshaft sitzt. Gioacchino Criaco selbst wurde Strafverteidiger, durch ein Begabtenstipendium bekam er die Möglichkeit zu studieren. In seinem Roman Schwarze Seelen  hat er das Hineinrutschen von Kindern und Jugendlichen in die Verbrecherszene sehr ergreifend beschrieben. Africo ist speziell. Die Via Giacomo Matteotti im Dorf nennt man »die Straße der Todgeweihten«, weil im Jahr 2013 hier 33 von 50 Bewohnern an Krebs verstarben. Die ´Ndrangheta betreibt hier ein großes Geschäft mit Giftmüllverklappung. Der Müll stammt aus Nordeuropa. Und sicher findet man in den Roman des Autors einige autobiografische Züge.

Pasta mit Kartoffeln oder Pulversoße

Ich hatte mich noch nicht entschieden, was ich tun würde, unter den Verwandten meines Vaters gab es zwar ein paar Mafiosi, aber keinen einzigen unter den Verwandten meiner Mutter.

Dies ist die Geschichte von Nicola und seinen Freunden Filippo und Antonio, ein Szenario aus den Sechzigern. Nicolas Vater arbeitet in Wolfsburg bei VW, kommt nur alle paar Jahre nach Hause, er war schon lange nicht mehr da, schon lange bleibt seine Geldspritze aus. Seine Mutter schuftet auf den Feldern, der Geruch von Jasmin liegt zur Blütezeit schwer über dem Dorf. Zu essen gibt es nicht viel, Pasta mit Kartoffeln ist bereits eine Delikatesse. Meist gibt es Pasta mit Kunstsoße, die aus Wasser und widerlichem roten Pulver hergestellt wird, da gehackte Tomaten zu teuer sind. Das Dorf besteht zum größten Teil aus Frauen und Kindern, alten Leuten. Einfluss haben der Pfarrer und der heilige Sebastian, sowie die Gnura, eine Heilkundige – eben der Aberglaube. »Wenn einer Mafiosi als Freunde hat, muss er nicht gehen, dann hat er hier alles, was er braucht.« Auch die haben das Sagen und sie bieten Geld und Jobs. Die wiederum wohnen nicht im Dorf, sondern in ihren Häusern in den Bergen. Und fast jeder Junge im Dorf hat einen einflussreichen Mafioso als Verwandten. Der Einfluss des Dons ist groß, denn der Staat hat Kalabrien völlig im Stich gelassen – der Don kümmert sich. Die Carabinieri sind verhasst – sie stehen nicht für Gesetz und Ordnung, sondern für Staatsbüttel und Ausbeutung.

Mafiosi erkennt man an der schief aufgesetzten Mütze

In der Schule von Nicola gibt es keine Bücher. Seine Mutter steht in gekrümmter Haltung die ganze Nacht auf den Jasminfeldern, um Blüten zu ernten, den einzigen Luxus den sie sich gönnen ist die heiße Milch zum Frühstück, den die Mutter aufsetzt, wenn die sie von den Feldern kommt, Jasminduft erfüllt den Raum. Irgendwann wäre Nicola doch gern ein Mafioso, denn über so einen macht man sich nicht lustig, traut sich nicht, ihm das Holz zu stehlen und sie tragen ihre Mütze frech schief auf dem Kopf. Und man muss nicht hungern! Die Jungs bekommen die Gelegenheit, für ziemlich viel Geld einen Sack aufzubewahren. Mehr müssen sie nicht tun. Nach einer Woche den Sack zurückbringen – Geld abholen. Neugierig schauen sie hinein: zwei Pistolen und ein Batzen Geld.

Mit kleinen Jobs bei guter Bezahlung zieht man die Kinder ins System

… die Hauptregel war: Anhand der Fleischstücke erkannte man, wie bedeutend jemand war. Abgesehen davon, dass die Kellner ihre Verwandten und Freunde zu begünstigen versuchten, landete das beste Fleisch im Magen der Banditen und der Signuri: Arzt, Bürgermeister, Mafioso waren besonders gierig. Die höchste Verehrung genoss der Mafiaboss.

Die Armee der Mütter mit Kellen und Schellen

Die Jungen dürfen bei Hochzeiten servieren und neben dem Lohn dürfen sie ein wenig Essen mit nach Hause nehmen: Fleisch, Kuchen, Brot, ein Festessen für die Familie. Und sie haben auch gleich eine Ausrede für das andere Geld, das sie verdienen – alles Kellnerjobs. Und so kommt eins zum anderen, immer tiefer geraten sie in Mafiajobs hinein, bis eines Tages Papula ins Dorf zurückkehrt, einer, der in Deutschland gearbeitet hat. Ein charismatischer Typ, der zum Kampf aufruft. Zum Kampf gegen die Großgrundbesitzer – gegen die Mafia – für bessere Arbeitsbedingungen, für einen Bahnhof, für Infrastruktur und Arbeitsplätze. Es kommt zum Volksaufstand der Jugendlichen und Frauen geführt wird, der als »Moti di Reggio« bekannt ist. - Der Roman ist eine Hommage an die Mütter, die zur Armee auflaufen in der ein oder anderen Situation.

Ein grandioser Erzähler

Von hier aus wirkte das Dorf Africo in seiner Mulde wie eine friedvolle Welt, man konnte sich die Dornen im Herzen seiner Bewohner gar nicht vorstellen; zum ersten Mal betrachtete ich es aus so großer Entfernung, zum ersten Mal schlug ich meine Augen fern der Aurora auf, und es war, als würde ich zur Zimmerdecke hinaufsteigen und meinen Körper in den Laken von oben betrachten. Noch nie hatte ich im Morgengrauen Brot und Käse gegessen und noch nie hatte ich die Nacht gebeten, meine Flucht zu bewachen, anstatt zu schlafen.
Aber es ist nicht nur die Geschichte an sich, die fasziniert, die bedrückt. Es ist auch die Sprache von Gioacchino Criaco, die wortgewaltig den Leser in Bann zieht. Er ist ein großartiger Erzähler. Brachiale Brutalität der Worte abwechselnd mit Liebe zum Land und seinen Gerüchen, ein Kalabrien mit berauschender Landschaft, Reichtum und landwirtschaftlicher Ressourcen – wenn man sie nutzen würde. Der Autor rüttelt an den Ursachen des armen Mezzogiorno, erklärt, warum noch heute vielen jungen Leuten nichts anderes übrig bleibt, als in den Norden auszuwandern. Will man verstehen, worin der Zorn der Menschen gegen den Staat liegt, gegen alles, was von Oben kommt und warum die Mafia so leichtes Spiel im Süden von Italien hatte, so muss man die Romane von Gioacchino Criaco lesen.



Rezension zu Schwarze Seelen von Gioacchino Criaco: 
Schwarze Seelen von Gioacchino Criaco 


Weiterführende Literatur zum Thema:

Erklär mit Italien! von Roberto Saviano und Giovanni di Lorenzo – Wie tickt Italien?:
Erklär mit Italien! von Roberto Saviano und Giovanni di Lorenzo

Black Hand von Stephan Talty  – Der Vorläufer der Mafia in den USA - New York:
Black Hand von Stephan Talty


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