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Das magische Malbuch Picasso von Claire Faÿ - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing




Das magische Malbuch Picasso von 

Claire Faÿ


Kunst und Technik, wie passt das zusammen? Ziemlich gut! Der Prestel Verlag hat sich hier etwas ganz Besonderes für Kinder ausgedacht: Blink Book, ab 4 Jahre. Es gibt eine ganze Serie der Blink Books, Malbücher, die man zum Leben erwecken kann. Anmalen, abfotografiern und in die App setzen, klick … und wie durch magische Hand, fangen die ausgemalten Figuren sich an zu bewegen. (Siehe unten ein Youtube-Trailer) Ein Malbuch, das digitale Technologien nutzt, um das Medium Malbuch zu erweitern.

Ich habe hier »Das magische Malbuch Picasso« liegen, das auch die Altersangabe ab 6 + Jahre
besitzt. Ich tendiere zur Angabe 9 Jahre und älter. Zunächst von der Feinmotorik her gesehen, ist dieses Buch recht differenziert in vielen Bildern und braucht man beim Anmalen Fingerspitzengefühl. Und zum zweiten finde ich, sollten sich die Kinder auch inhaltlich mit dem Maler befassen. Picasso war ja nicht irgendein Maler. Schon als kleiner Junge war er ein Zeichentalent, er war Vorreiter der modernen Malerei, entwickelte unter anderem den Kubismus. Die Bilder sind didaktisch mit Erklärungen hinterlegt, was mir gut gefällt.

»Du kannst dir die schaukelnde Bewegung des Stuhls vorstellen, wenn du den schwingenden Linien folgst. Selbst die Kacheln seinen in Bewegung, so als würden die Gedanken der jungen Fau und des Malers die Wirklichkeit verformen.«

Zu jedem Bild gibt es eine Erklärung zum Ursprung. Nehmen wir den Schaukelstuhl als Beispiel: Zuerst wird erklärt, wann das Bild entstand, wen es darstellt, in welcher Beziehung Maler und Modell standen, veranschaulicht die Mischung aus Traurigkeit und Zärtlichkeit. Das Bild zum Ausmalen hat rechts einen konventionellen Schaukelstuhl zum Ausmalen, links das kubistische Werk von Picasso, die Frau im Schaukelstuhl. Die Aufgabe lautet, sich zu erinnern, wie sich Traurigkeit anfühlt und das in Farben beim Ausmalen auszudrücken. Auf der Rückseite des Buchs sind in Kleinformat die Originale abgedruckt, von denen man sich ja nicht leiten lassen sollte.

Jedes Bild gibt eine Emotion wieder, hat eine Geschichte und es gibt Bezug auf verschiedene Malstile. Das Malbuch ist sicher ein Anlass, sich mit dem Künstler zu beschäftigen und ins Museum zu gehen, sich die Originale anzusehen – wer keine Möglichkeit hat, dem bietet das Internet sicher genügend Fotos. Tipp von mir: Die Malereien im Dunkeln per Taschenlampe sind sicher zu finden, etwas, was Kinder immer fasziniert.

Die Idee, ein Malbuch zum Tanzen zu bekommen ist genial. Ich liebe diese Serie!

Und hier ein You Tube Trailer zu BlinkBook, damit mit man sich das Gaze auch vorstellen kann. Das Picasso-Buch ist wesentlich differenzierter in der Bildgebung.


Und hier noch Empfehlung zu Pablo Picasso, eine Grafiknovelle vom Reprodukt Verlag über den jungen Picasso, seine ersten Jahre in Paris, wo er Ablehnung für seine modernen Bilder erhält, zunächst ... Er wohnt in einer heruntergekommenen Bude, die auch sein Atelier ist, im versifften, verlotterten Armenviertel Montmartre. Die Geschichte wird von Fernad Olivier erzählt, seiner ersten Muse und Lebenspartnerin.   Weiter zur Rezension:  Pablo von J.B. Birman und C. Oubrerie

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