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Mann backt Brot von Marian Moschen - Rezension

 Rezension

von Sabine Ibing


Mann backt Brot 


von Marian Moschen


Hat man sich erst einmal mit dem Brotbacken beschäftigt und möchte noch besseres, aromatischeres, gesünderes, besser verträglicheres und länger haltbares Brot backen, wird man schnell Freude daran finden, sich genauer mit dem scheinbaren Mysterium Brotbacken zu beschäftigen. … Schnell wurde mir klar, dass perfektes Brot nicht schwieriger zu backen ist als einfaches Alltagsbrot, sondern es braucht nur eins: mehr Zeit!




Brot backen, ein frisches, knuspriges Brot auf den Tisch stellen, selbstgebacken – nur wie gelingt es? In diesem Buch führt Kultblogger Marian Moschen Schritt für Schritt in die Welt des Brotbackens ein. Man mag immer glauben, nur ein Sauerteigbrot ist optimal. Wir ließen uns eines Besseren belehren. Das Buch beginnt mit den Grundlagen: Mehlsorten, Backofen, Handwerkszeug. Interessant sind die Anmerkungen zu den Schwaden – dem Wasserdampf – der von Rezept zu Rezept variiert. Denn der Wasserdampf ist für die Kruste wichtig. Der Teig durchwandert vielfältige Vorstufen, die hier sehr gut beschrieben sind, das Falten und Würzen, unterschiedliche Formen, bis hin zu Brezeln wird gezeigt. 







Die Rezepte beginnen mit dem einfachen 5-Minuten-Brot, 5-Minuten-Vollkornbrot und den 10-Minuten-Broten. Wir waren skeptisch. 300/300/300 Gramm verschiedene Mehlsorten mit Wasser und nur 15 Gramm Hefe, einer Prise Salz und ein wenig Öl zusammenrühren, 45 Minuten gehen lassen und backen. Ein erstaunlich leckeres Brot war das Ergebnis! Toastbrot, Laugenteige, Buttermilch- Dinkel- und Bierbrot, Burgerbrötchen, Knusperfladen und Ruchbrot – in Österreich und in der Schweiz eine Tradition. In Deutschland ist das Ruchmehl unter der Bezeichnung Typ 1050 bekannt. Es folgen Hefebrotrezepte, von denen wir die Weißbrotstangen ausprobiert haben. Drei Stangen in den Ofen schieben, zwei davon vorzeitig zum Einfrieren herausnehmen. Die muss man bei Bedarf nur noch schnell aufbacken. Auch die Weißbrotstangen im Ergebnis zu empfehlen. Wem der Sauerteig als zu kompliziert erscheint, ist mit einer Menge von Rezepten hier gut bedient. Natürlich darf in einem Brotbackbuch der Sauerteig nicht fehlen. 



  

Zwei vorgebacken zum Einfrieren und eins durchgebacken zum Essen


Und auch hier können wir aus Erfahrung sagen, wie man einen Sauerteig ansetzt, ist gut beschrieben, da sollte nichts schief gehen. Trocknen vom Sauerteig zur Wiederverwendung – wenn man eine Zeitlang mal keinen benötigt – und das «Umzüchten» sind verständlich erklärt. Leckere Rezepte folgen. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit Mischbroten. 



Das Buch öffnen und loslegen – jeder wird hier bei mehr als 50 Brotrezepten seine Lieblingsbrote finden. Schritt für Schritt wird alles anschaulich erklärt, «Bäckerlatein» um Mehlsorten und Gärvorgänge eingeflochten. Schwer ist Brotbacken nicht. Manches Brot ist schnell gemacht und andere Sorten brauchen Geduld, nicht bei der Herstellung, sondern in ihren Ruhephasen. Fazit: Das ist das beste Brotbackbuch, das wir bisher in den Händen gehalten haben, praktikabel mit gutem Ergebnis, Rezepte für alle Gelegenheiten und Geschmacksrichtungen. Brotbacken für Anfänger inklusive.


Marian Moschen startete seinen Blog im Jahr 2012, um mit möglichst vielen Menschen das zu teilen, das ihn Woche für Woche erfüllt und glücklich macht: Brot und Kuchen backen, neue Rezepte ausprobieren, genießen. Marians Bücher haben eine große Fangemeinde gefunden. Der Österreicher arbeitet als Foodfotograf für renommierte Firmen und Magazine.


Marian Moschen 
Mann backt Brot
Sachbuch, Kochen, Backen
216 Seiten, 210 farb. Abb.
Tyrolia Verlag, 2020 Tyrolia




Kulinarische Bücher 

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