Direkt zum Hauptbereich

Transatlantik von Volker Kutscher - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Transatlantik 


von Volker Kutscher 

Gereon-Rath-Krimi 9


Der Wert der Rasse für die Volksgesundheit, auch die psychische Volksgesundheit, kann gar nicht oft und stark betont werden. Die Aspekte der Rassenforschung spielen eine weitaus wichtigere Rolle in der Bewertung des Zustands eines geistig gestörten Menschen … Die schädliche Wirkung minderwertigen Erbguts.


Gleich vorweg – dies ist kein Krimi zum Einsteigen in eine Serie. Volker Kutscher hat vor 15 Jahren die Reihe der Gereon-Rath-Krimis begonnen, und es ist nicht nur eine fortlaufende Geschichte im Unterstang (im Oberstrang natürlich jeweils ein abgeschlossener Fall) – diese Reihe ist ebenfalls deutsche Geschichte, sorgfältig recherchierten und historisch überzeugend und atmosphärisch. Wir begleiten Kommissar Gereon-Rath seit 1929, «Der nasse Fisch», frisch in Berlin angekommen, der Sitte zugeteilt durch die Weimarer Republik. Er wird in die Mordkommission versetzt, die Zeiten ändern sich und auch die Regierung. Alle Romane bauen aufeinander auf, zeitlich wie inhaltlich und differenziert historisch. Gereon muss vorsichtig sein, denn während der Nazidiktatur gerät schnell man ins Visier. Der letzte Band ging bis zu den Olympischen Spielen 1936 – und am Ende ist Gereon Rath tot. Na ja, zumindest sieht es so aus. Doch seine Leiche wird nicht gefunden. Die Gereon-Rath-Krimis wurden unter dem Titel «Babylon Berlin» verfilmt, wobei Fernsehserie und Bücher nicht mehr viel miteinander zu tun haben. 


Charly ist dieses Mal die Hauptfigur


Eine einzige eklig eitle und verlogene Selbstbeweihräucherung der Nazi-Clique und ihres selbsternannten Führers.

 

Nur drei Menschen, wissen Bescheid: Gereon Rath ist untergetaucht. Nicht einmal seine Ehefrau Charlotte (Charly) ist sich sicher, ob er lebt oder wirklich erschossen wurde, als er von der Brücke in den Landwehrkanal fiel. Die Beerdigung wird gefeiert. Charly, nun offiziell Witwe, hat viele Sorgen – sie ist die Hauptprotagonistin in diesem Band. Eigentlich hatte sie vor, Nazideutschland mit ihrem ehemaligen Pflegesohn Fritze, zu verlassen und nach Prag zu ziehen. Doch nun muss sie ihn zunächst aus der U-Haft herauspauken, die er, wie auch seine Freundin, in der Psychiatrie verbringen. Um den Berliner Funkturm findet gerade die Hitler-Ausstellung «Gebt mir vier Jahre Zeit» statt, die von der Propagandamaschine gewaltig inszeniert wird. 

 

Die SS-Leute sind die schlimmsten Kriminellen im Land

Bei der Olympiade im Vorjahr war ein Mord geschehen, der von Regierungskreisen vertuscht werden soll. Fritzes damalige Zeugenaussage hierzu passt nicht in die offizielle Version. Darum will man ihn in der Klapse kaltstellen. Doch Charly schafft es, ihn herauszuholen – unter der Auflage eines Kontaktverbots zu ihr; er muss zurück zur Familie Rademacher, linientreue Parteigenossen. Parallel wird in einer Garage in einem Auto ein toter SS-Offizier gefunden, zwar an Abgasen erstickt, aber wohl nicht ganz freiwillig. Dieser Mann war im Jahr zuvor mit Greta liiert, der besten Freundin von Charlotte Rath, mit der sie zusammenwohnt. Greta ist seit dieser Nacht verschwunden. Sie hatte doch längst mit dem Typen Schluss gemacht; irgendetwas stimmt hier nicht. Charly fängt an zu recherchieren. Doch es stellt sich heraus, dass Greta doch wohl Kontakt zu dem Mann hatte, und weil sich nicht auftaucht, sie steht unter dem Verdacht, die Mörderin zu sein. Je tiefer Charly gräbt, umso weiter öffnen sich die Kreise: Die SS-Leute sind die schlimmsten Kriminellen im Land – überhaupt kein Problem, denn die SS ist die oberste Polizeiinstanz. Hier wird verhaftet, weggesperrt, hingerichtet, Unfälle vorgetäuscht, was das Zeug hält. Charly, die früher mit Gereon oft ins Gebet ging, wenn der lediglich an der Gerechtigkeit und der Lösung des Falls unterwegs war, dabei nicht immer zu legalen Ermittlungsmethoden griff, versteht nun, was ihn umtrieb. Polizeisiegel brechen, einbrechen, Unterlagen aus dem Präsidium klauen, der Dietrich wird ihr liebstes Werkzeug; sie stapft in Gereons Schuhsohlen. Wem kann man in diesem Land überhaupt noch trauen? Am besten niemandem – doch irgendwer muss ihr zur Seite stehen. 


Untergetaucht unter falscher Identiät

Gereon Rath ist in einem Kaff bei Wiesbaden untergetaucht, lebt dort unter falschen Namen und fährt für einen Winzer Wein aus. Nicht sein Traumjob, aber derzeit für ihn die beste Möglichkeit. Die SS sucht noch immer nach ihm; man ist sich nicht sicher, ob er seinen Tod nur vorgetäuscht hat. Doch dann stöbert ihn vor einem Hotel Gräfin Sorokina auf, eine russische Adlige und alte Bekannte, die mit einem Batzen Geld abgehauen ist und ebenfalls unter falschem Namen lebt. Sie erpresst Rath … doch der Zufall bringt ihm Glück. Er darf mit der Gräfin in einem Luxus-Luftschiff den Atlantik überqueren dem legendären Zeppelin «LZ 129 Hindenburg». In Amerika wäre er sicher. Am 6. Mai 1937 explodierte bei der Landung in Lakehurst, New Jersey, der Zeppelin. Charly, die gerade die Gewissheit erlangt hatte, dass Gereon noch lebt, unterwegs nach Amerika ist, ist fertig mit den Nerven. Nun ist sie wirklich Witwe. Doch was sie nicht weiß: Gereon hat überlebt, arbeitet nun als Postbote in New York.


Berliner Flair, Zeitgeschichte und eine komplexe Figurenzeichnung


Die müssen doch irjendwohin mit ihren Fahrzeugen. Stellen Sie sich det doch mal vor: die Kantstraße rechts und links mit Autos zujeparkt. (so der Garagenbesitzer, der erklärt, dass es immer mehr Selbstfahrer neben den Chauffeuren gäbe. 


Der historische Krimi wartet mit einer Menge unerwarteten Wendungen auf, ist voller Cliffhanger, beschreibt atmosphärisch den beklemmenden Zeitgeist und das Leben vor dem 2. Weltkrieg: Berliner Kneipen, Cafés, Jazzkeller, Propaganda-Veranstaltungen, Gebäude; das Machtgehabe der NS-Regierung. An Krieg denkt niemand. Man glaubt Hitlers Friedensbeteuerungen. Allerdings probt man im Reich ganz unverblümt Verdunklung, und es gibt für die Bevölkerung Übungen, den Luftschutzkeller unter Fliegeralarm aufzusuchen. Es sind ja nur Übungen … Fein recherchiert werden historische Ereignisse, Persönlichkeiten und Gebäude eingeflochten, wie das Konzentrationslager Sachsenhausen oder Hermann Görings Waldhof Carinhall in der Schorfheide Brandenburgs, wo er abends auf dem Dachboden mit der Märklin-Modelleisenbahn spielte. Dieser Tick von Göring ist interessant eingebunden. Bei Gereon Rath in New York tobt parallel ein Drogenkrieg. Stimmungsvoll bis bedrückend die Stimmung in Deutschland, wo Kriminelle das Sagen haben, wo Denunziation willkommen ist – man aufpassen muss, wegen einer unbedachten Plapperei unter Verdacht zu geraten, ein Vaterlandsverräter zu sein. Eine klasse Fortführung der Serie, spannend, komplex, figurenreich und mit historischem Berliner Flair. Die Figurenzeichnung ist hervorragend, den im Laufe der Zeit entwickelt sich jeder. Niemand ist gut oder böse (bis auf die ganz Bösen), viele sind gefangen in ihren Lebenswegen und Denkweisen, andere werden gezwungen oder erpresst oder eifern ihrer Karriere nach oder ihnen sitz schlicht die Angst im Nacken. Wie weit kann man sich ducken oder wegschauen? Wie weit ist man bereit, für sein Gewissen einzustehen und über den Schatten zu springen? Wie feige oder wie gewissenlos entpuppt sich der ein oder andere? Nun warten wir auf den zehnten und letzten Band der Reihe, der wie Volker Kutscher angekündigt hat, der letzte Band sein wird, in 1938 spielt, mit den Novemberpogromen endet, wo Deutschland endgültig mit der Zivilisation gebrochen hat. Eine Serie von Kriminalromanen, die es sich lohnt zu lesen; historischer Krimi über die 20-er und 30-er Jahre in Deutschland.


Volker Kutscher wurde am 26. Dezember 1962 in Lindlar im Bergischen Land geboren und wuchs auf in Wipperfürth. Nach dem Studium brotloser Künste (Germanistik, Philosophie und Geschichte) arbeitete er zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er sich dem Romanschreiben zuwandte. Kutscher lebt in Köln und Berlin. Seinen ersten Kriminalroman Bullenmord schrieb er 1996 zusammen mit Christian Schnalke. Nach weiteren, im Bergischen Land angesiedelten Regionalkrimis (Vater unser, 1998; Der schwarze Jakobiner, 2001), begann Kutscher im Jahr 2007 mit dem Roman «Der nasse Fisch» seine Serie um den Kriminalkommissar Gereon Rath im Berlin der späten 20er und frühen 30er Jahre. 2009 folgte der zweite Band «Der stumme Tod», 2010 der dritte Rath-Krimi Goldstein, 2012 «Die Akte Vaterland», 2014 «Märzgefallene»,  2016 «Lunapark», 2018 «Marlow» 2020 «Olympia» und schließlich der neunte Rath-Roman «Transatlantik». Die Reihe soll den Ermittler Gereon Rath noch bis ins Jahr 1938 führen. In der Illustrierten Reihe der Berliner Künstlerin Kat Menschik erschien 2017 der Erzählband «Moabit», der ein Ereignis aus der Jugend von Gereon Raths großer Liebe Charlotte Ritter schildert. 2021 setzen Kutscher und Menschik die Zusammenarbeit mit dem Band «Mitte» fort, einer von Menschik illustrierten Erzählung in Briefen, die Friedrich Thormann, den ehemaligen Pflegesohn der Raths, im Herbst 1936 begleitet. In den vergangenen Jahren veröffentlichte Kutscher in Zeitschriften und Anthologien zudem einige Kurzgeschichten. Der Gereon-Rath-Krimi wurde in der ARD-Serie «Babylon Berlin» verfilmt.



Volker Kutscher
Transatlantik
Gereon-Rath-Krimi 9
Kriminalromanen, Historischer Krimi, Kriminalliteratur, NS-Zeit, Zwischenkriegsjahre, Berlin
Hardcover mit Schutzumschlag, 592 Seiten
Piper Verlag, 2022





Marlow von Volker Kutscher

Berlin, Spätsommer 1935. In Familie Rath ist jeder derzeit mit sich selbst beschäftigt. Gereon Rath ist mittlerweile zum Oberkommissar befördert worden. Als er zu einem tödlichen Verkehrsunfall gerufen wird, bei dem der Taxifahrer und sein Gast ums Leben kamen, findet er beim Fahrgast brisante Papiere, mit denen Hermann Göring erpresst werden soll. Und wahrscheinlich hat Unterweltkönig Johann Marlow wieder die Finger im Spiel – der Mann, dem Rath nie wieder begegnen will. Die Unterlagen steckt Rath erst mal ein. Und dann bekommt er ganz plötzlich die Order: Versetzung in das neu gegründete LKA. So ziemlich das Beste, was ein historischer Krimi zu bieten hat! Man kann jeden Band einzeln lesen, aber die ganze Serie in Reihenfolge zur Zeit des Nationalsozialismus lohnt sich absolut.

Weiter zur Rezension:   Marlow von Volker Kutscher


Märzgefallene von Volker Kutscher  
Gereon Rath 5

Für mich der erste Fall von Gereon Rath, es ist aber der Fünfte, und für mich ist klar, es wird für mich weitergehen mit Rath. Der Plot ist nach Berlin in die Zwischenkriegszeit gelegt, 1933, Hitler ist Reichskanzler und die Braunen nehmen überall mächtige Positionen ein, auch bei der Polizei. Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden. Seine Vorgeschichte führt zurück in den Ersten Weltkrieg, in den März 1917: «Operation Alberich». Ein eiskalter Schauer läuft einem bei diesem Stoff über den Rücken, so erbarmungslos einfühlsam transportiert Kutscher den Leser / Hörer zurück in diese Zeit. Gewalt ist an der Tagesordnung. Kutschers erste Gereon-Rath-Romane wurden unter dem Titel «Babylon Berlin» verfilmt.

Weiter zur Rezension:  Märzgefallene von Volker Kutscher 



Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller


Historische Romane und Sachbücher

Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter.  Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht? Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz.  Hier gibt es Romane und Sachbücher mit echtem historischen Hintergrund.
Historische Romane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling 

Rezension - Der Fluch des Hasen von Bora Chung

  Bora Chungs «Der Fluch des Hasen» entzieht sich jeder literarischen Schublade und verwischt die Grenzen zwischen den Genres, ob magischer Realismus, literarischer Horror, Phantastik oder Speculative Fiction. Diese Kurzgeschichten sind klasse! Skurrile, unheimliche, intelligente Geschichten, die uns mit Gänsehaut überziehen. Die Titelgeschichte fand ich genial! Ein einfacher geliebter Haushaltsgegenstand ist mit einem Fluch belegt und bringt nun Unglück in eine Familie. Oder eine heftige Mensch-Android-Liebesgeschichte.  Oder «Narben», ein düsteres, gemeines Märchen. Klasse! Weiter zur Rezension:    Der Fluch des Hasen von Bora Chung 

Rezension - Splendido. Aperitivo von Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall

  Die Kunst des guten Essens vor dem Essen Der Aperitivo gehört in Italien schon lange zur Alltagskultur, wie in der Schweiz der Apero, und auch hierzulande wächst der Trend, den frühen Abend mit Sarti Spritz und Negron zu feiern. Und welche regionalen Unterschiede gibt es zwischen Turin , Mailand , Venedig , Rom und Palermo ? Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall stellen die Aperitivi und Bitter vor, auch die  alkoholfreien Alternativen. Dann folgen die Rezepte zu den kleinen Köstlichkeiten, die zum Feierabendritual gehört. Wer Anregungen zum Mixen von Aperos sucht, Rezepte zu kleinen Appetithappen als Beilage, wird hier auf jeden Fall fündig! Weiter zur Rezension:    Splendido. Aperitivo von Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall 

Rezension - Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adria von Ines Cali

  Iva Markulin, Staatsanwältin in Zagreb , lässt sich in diesem Politkrimi nach Pula versetzen, als ihr Mann bei einem Attentat ums Leben kommt. Wem galt die Autobombe, die an ihrem Auto befestigt wurde? Ihm oder ihr? Mit ihrem kleinen Sohn Matteo zieht sie zu ihrem Großvater, der auf dem Familiengut Terra Rossa in Istrien Olivenöl produziert. Hier ruft sie eine Sonderkommission ins Leben, als deren Leiterin sie die Mörder ihres Mannes ausfindig machen will. Sie hat den Ruf der «Mafiajägerin», lernt schnell das Who is Who an Istriens Küsten kennen, denen es nicht passt, dass ihnen jemand auf die Finger schaut.  Spannender Wirtschaftskrimi , Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adriavon Ines Cali

Rezension - Unter Null Grad – Countdown im Eis von Ele Fountain

  Der Kinder- und Jugendroman entblättert sich als packendes Survivalabenteuer vor dem Hintergrund des Klimawandels in der Arktis. In einem Rutsch durchgelesen – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen: Zunächst lernen wir abwechselnd Bee und Yutu kennen, deren Wege sich später kreuzen werden – ein Kampf ums Überleben beginnt, und der gegen die Männer, die Bee auf der Spur sind, sie gefangen nehmen wollen. Abenteuer in der Arktis und Freundschaft bis zum Limit. Hervorragender Kinder- und Jugendroman ab 10/11 Jahren und weit darüber hinaus. Weiter zur Rezension:   Unter Null Grad – Countdown im Eis von Ele Fountain

Rezension - Verwandlung von Lara Swiontek

  Nach der Novelle von Mary Shelley Was fällt einem zu Mary Shelley ein? Wahrscheinlich «Frankenstein» oder vielleicht noch «Der moderne Prometheus». Die Verwandlung – Kafka, na klar. Aber auch Mary Shelley hat sich mit diesem Thema befasst: Verwandlung. Lara Swionteks hat diese Geschichte als Graphic Novel umgesetzt, eine Literaturadaption. Sie ist schnell erzählt: Reicher, gewissenloser Sohn verschleudert sein Erbe, stößt alle Menschen an den Kopf, die noch zu ihm halten und landet bildlich in der Gosse – hier ist es das Meer. Ein Schiff zerschellt vor seinen Augen – nur ein Zwerg mit einem Schatz überlebt und macht ihm ein Angebot ... Weiter zur Rezension:    Verwandlung von Lara Swiontek

Rezension - Die Reise der Wale: Mein Leben mit den geheimnisvollen Meeresgiganten von Leigh Calvez

  Leigh Calvez erforscht als Wissenschaftlerin seit vielen Jahren das Leben der Wale. Hier erzählt sie sehr persönlich von ihren Begegnungen mit den Giganten der Tiefsee, darunter familiäre Orcas, weit wandernde Buckelwale oder uralte, tief tauchende Blauwale, die größten Tiere des Planeten.  Nebenbei erfährt man in diesem Buch viel über das Leben und Verhalten von sechs Walarten: Orcas, Buckelwale, Pottwale, Blauwale, Grauwale und Blainville-Schnabelwal, bzw. den Kleinen Schwertwal. Weiter zur Rezension:    Die Reise der Wale: Mein Leben mit den geheimnisvollen Meeresgiganten von Leigh Calvez 

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Ein verlassenes Haus von Lisa Wölfl

  Die Politiker reden im Fernsehen über die faulen Armen, während Sonjas Ehemann als Leiharbeiter am Bau seinen Rücken verschleißt. Sie verkauft im Bio-Laden teure Tees. Und trotzdem reicht es mit zwei Kindern am Ende des Monats vorn und hinten nicht. Als sie dann ihre Arbeit verliert, weil sie unbezahlten Urlaub nimmt, um im Krankenhaus bei ihrem Sohn zu sein, bricht alles zusammen. Bald hat sie eine neue Arbeit: Mit dem Profil einer schönen, jungen Studentin soll sie nichtsahnende Männern auf einer Datingplattform lange in der Leitung halten. Weiter zur Rezension:    Ein verlassenes Haus von Lisa Wölfl