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Snöfrid aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl - Rezension

Rezension 

von Sabine Ibing



Snöfrid aus dem Wiesental 


von Andreas H. Schmachtl 

Das wahrlich sagenhafte Rätsel der Trolle (Band 2)


Der Anfang: Der Sommer hatte sich ausgetobt, der Herbst aber noch nicht wirklich begonnen. Und so zogen die Tage angenehm ereignislos über das wunderbare Wiesental hinweg.

... bis plötzlich drei kleine Nörli vor Snöfrids Tür stehen und die Ferienidylle stören. Sie behaupten, ein furchteinflößender Schatten entführe zu nächtlicher Stunde ihre Schafe. Dieser Schatten sähe aus wie Snöfrid. Im Wiesental helfen sich die Nachbarn gegenseitig, und solchen Neuigkeiten muss Snöfrid natürlich auf den Grund gehen.

Dann kam der Schatten mit wenigen, tatsächlich vollkommen lautlos in Schritten direkt auf Sie zu. Die Schafe waren wie erstarrt. Die Nörli fürchteten schon das Schlimmste. Und Snöfrid wusste später zwar nicht mehr, warum er das getan hatte, aber er stellte sich dem riesenhaften Ungetüm direkt in den Weg. Er sagte nichts. Er tat nichts. Snöfrid starrte dem Schatten einfach entgegen. Der wiederum zögerte, neigt sich langsam herab und schien seinerseits den Störenfried zu mustern. Die Augen hatte er dabei zu Schlitzen verengt.



Snöfrid ist sich sicher: Es kann nur ein Snobel sein. Es wird nicht einfach werden, aber man kann ihn vertreiben. Wenn er sich da man nicht irrt! Oh Schreck, es stellt sich heraus, bei dem Schafdieb handelt es sich um einen schrecklich gefährlichen Ur-Troll! Wie wird man dieses Monster bloß wieder los?

Er lugte hinein und spürte, wie ihm das Entsetzen eiskalt bis in die Füße rieselte. Wieder starrten ihm zwei Augen entgegen. Und wenn sie nachts zuvor nur matt geschimmert hatten, glühten sie jetzt rot vor tiefem Zorn. Und das konnte wiederum nur bedeuten, dass Snöfrid sich furchtbar getäuscht hatte. Der Schatten hatte mitnichten zu einem Snobel gehört. So schlimm das auch gewesen wäre. Dies hier waren unfassbar viel grausamer. Diese Augen gehörten einem der womöglich einem der furchterregendsten Wesen, dass es jemals im Wiesental gegeben hatte. Dies war Ur-Troll!



Eine spannende Geschichte aus dem nordischen Fantasybereich. Trolle, Snobel, Nörli, eine Menge unbekannte Wesen, die dem Leser schnell ans Herz wachsen. Gut gegen Böse – die Fantasy-Welt ist von Anfang an klar gesteckt. Wir zittern mit den Guten – und das ist fesselnd und humorvoll geschrieben. Die Illustrationen von Andreas H. Schmachtl sind witzig, charmant; mit Zeichenstift und Aquarell reduziert in der Zeichenart unterstreichen sie die Geschichte. Der zweite Snöfrid-Band mit großer Schrift und kurzen Kapiteln zum Selbstlesen für Kinder ab dem 2. Lesejahr oder zum Vorlesen, so die Empfehlung des Arena Verlags. Dem schließe ich mich an.



Andreas H. Schmachtl wurde 1971 geboren und studierte Kunst, Germanistik und Anglistik. Seit 2007 erzählt und illustriert er mit viel Liebe zum Detail und zu seinen Figuren zauberhafte und abenteuerliche Geschichten von Mäusen, Kaninchen, Igeln und anderen kleinen Wesen, deren Schutz und Erhalt ihm besonders am Herzen liegen.


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