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Rezension - Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi

Grafiknovelle Diese Grafiknovelle ist eine Literaturadaption eines kurzen japanischen Liebesromans gleichen Titels, mit dem Hiromi Kawakami bereits in Deutschland erfolgreich war. Ihre knappen Sätze hat der bekannte japanische Comiczeichner Jiro Taniguchi mit Bildern belebt. Die Grafiknovelle macht eben darum doppelt Spaß in der Kombination von feinen Worten emotionalen Bildern. Eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem dreißig Jahre älterem Mann, den sie ihren Sensei nennt – zwei Kulturen und zwei Jahrhunderte – und trotzdem verbindet die beiden sehr viel. Besonderes die Vorliebe für bestimmte Speisen.

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Rezension - Lola von Melissa Scrivner Love

Der Thriller hat den Edgar Award erhalten – für mich amerikanische Literatur mit Mittelmaß. Es ist eine gute Milieustudie, das ist sehr gut herausgearbeitet: dreckige, arme Viertel, Gewalt, Drogen, Armut, eine Welt ohne Zukunft. Das Leben in einem Latinoviertel in Süden LA’s ist gut beschrieben, hat mir sehr gefallen. Hier hat das Buch seine absoluten atmosphärischen Stärken. Den Figuren allerdings bin ich nicht nahegekommen, nicht wirklich der ganzen Geschichte. Lola, die eine Gang anführt, allerdings im Hintergrund, weil sie eine Frau ist – offiziell ist ihr Lebenspartner Garcia der Chef, gerät in einen Bandenkrieg …

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Rezension - Esthers Tagebücher – Mein Leben als Zwölfjährige von Riad Sattouf

Ich verfolge Esthers Leben, seit sie 10 Jahre alt ist – vom ersten Band an, die 2018 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet wurden. Jedes Jahr eine neue Grafik Novelle, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Der Comic-Zeichner Riad Sattouf denkt sich in sofern die Story nicht aus, da »Esther« real existiert, die Tochter eines Freundes in Paris. Die beiden telefonieren jede Woche miteinander und so hält der Zeichner Esthers Leben Woche für Woche auf einer Seite im Buch fest. Eine »Roman Graphique«, jede Seite ein in sich geschlossenes Thema, eben alles, was die Gedanken einer Zwölfjährigen berührt: Schule, Verliebtsein, in sein, Mädchen sein, Ferien, Musik, Pickel und Schminke, blöde Jungs, nervige Geschwister.

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Rezension - Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten von Peter Graf

Aus dem Grimmschen WörterbuchAusgewählt von Peter Graf Dieses Buch ist eine wahre Lust für Wortliebhaber, »ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch«. Das original Grimmsche Wörterbuch ist eine Pracht des deutschen Vokabulars, aber natürlich ein ziemlich aufgeplustertes Ding. Peter Graf hat hieraus »drucklustig« eine eigne Sammlung zusammengestellt, einen »Schöneraritätenkasten«. – Etwa »Furzklemmer« (Geizhals) der Worte, da nur ein Prozent der Grimmschen Sammlung die Ehre erhält, hier versammelt zu sein? Nein, hier geht es eher um recht unbekannte Wörter, eine »Blütenlese«, ein »Wortmuseum«, wunderschön illustriert.
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Rezension - Das Lieben der Anderen von Silke Knäpper

Ein tief gehender Psychothriller - ein realistisches Drama – eine Sprache sie sitzt, beim Leser und in ihrer Technik. Das Lieben der anderen, nicht das Leben … Was für ein Anfang! Da fällt unserer Icherzählerin Helen des Nachts eine Frau vor die Füße. Kein Schrei – einfach plopp. Anstatt die Polizei zu informieren, beschaut sich Helen die schöne Frau ganz genau, steckt ihren Schlüssel ein. Zurück in ihrer eigenen Wohnung beobachtet sie vom Fenster aus, was nun passiert. Plötzlich geht ein Mann auf die Leiche zu, schaut sich die Frau an. Er kennt sie, da ist sich Helen sicher, denn sein Gesicht spiegelt Traurigkeit und Liebe wieder. Aber was macht er? Er schleicht sich von dannen? Dieser Mann hat Helen in seinen Bann gezogen. – Sie ist von diesem Mann besessen, versucht, sich in sein Leben einzuschleichen – aber sie stößt bei dem Psychoanalytiker auf Widerstand. Ein Stalking – Thriller der Extraklasse.

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Rezension - Wir sind Bier von Jürgen Roth und Metulczki

Typologie und Trinkgeständnisse Ich probiere es mal sachlich: Dies ist ein Bierlexikon. Es beginnt bei A, »Abendabschlussbier« und endet bei Z, ganz in der Reihenfolge. Satire, Zeitungsmeldungen, Lauschangriffe in der Kneipe und kluge Gedanken, Aphorismen zum Thema Bier. Das Letzte ist das »Zwischenbier«. Aber der Kürze halber zitiere ich das Vorletzte:

ZweitbierWinterrentnertouristen gönnen sich vor dem Abflug nach Teneriffa auf dem Frankfurter Flughafen schon morgens um sieben fröhlich und frisch ein Zweitbier, berichtet Andrea Diener in der FAZ vom 3. Februar 2015. Ei Guudee, warum net?
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Rezension - Entdeckungsreise von Anthony Rice

Magische Bilder exotischer Welten
Abenteuerliches Reisen, wie sie hier beschrieben werden, sind heute nur noch in Büchern zu finden. Unentdeckte Welten, Tiere, Pflanzen. Die Forscher von damals waren oft eine Mischung aus Abenteurer, Biologen, Zeichner und Reiseschriftsteller in einer Person. Sie schlugen sich mit Buschmessern durch das Dickicht, paddelten auf kleinen Booten unbekannte Flüsse hinauf, wurden von Mücken zerstochen, von anderen kleinen Tieren gebissen, von großen aufgefressen, von Eingeborenen angegriffen, kämpften mit Malaria, Sumpffieber, Würmern usw. - und manch einer überlebte seine Reise nicht. Sie waren Entdecker, Aufklärer, Erfinder, Wissenschaftler – Abenteurer – wagemutige Menschen. Alexander von Humboldt, Alfred Russel Wallace, Maria Sibylla Merian, um nur einige zu nennen, waren leidenschaftliche Forscher. Von eben diesen Reisen berichtet der Band mit Text und vielen Bildern.

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Rezension - Das Mäusehaus – Sam & Julia im Hafen von Karina Schaapman

fotografiert von Allard Bovenberg
Ahoi, ihr Landmäuse! Wir gehen in den Hafen, denn dort gibt es viel zu entdecken! Vorweg ein paar Informationen zum Mäusehaus: Die Künstlerin Karina Schaapman wohnt in Amsterdam, wo sie inspiriert durch die Stadt seit Jahren an ihrem Mäusehaus bastelt. Angefangen mit der »Puppestube« ist daraus ein ganzes Stadtbild entstanden. Das Ganze ist sehr detailliert, mit einem Hauch von Nostalgie. Die Mäusekinder Sam und Julia, wie auch alle anderen Protagonisten, sind selbst gebastelt. In diesem Band besuchen Julia und Sam den Hafen, bauen ein Boot und nehmen an einem Bootsrennen teil.

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Rezension - Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott - von Rick Riordan

Eine Prophezeiung besagt, dass je ein Kind des Gotts Hephaistos, des Jupiters und der Aphrodite zusammen gegen die Göttin Gaia kämpfen müssen, um die Welt zu retten. Drei Jugendliche landen im »Camp Halfblood«, wissen nicht, dass sie Halbgötter sind. In dieses Camp holt man die jugendlichen Halbgötter ab dreizehn Jahren, denn nur so kann man sie gegen die bösen Mächte beschützen. Gaia die Mutter der Chaosgötter, der Giganten, Erinnyen und melischen Nymphen, Mutter des Kronos, der später von seinem Sohn Zeus auf ewig verbannt wurde. Gaia, die aus der Verbannung zurückkehren will, um die Welt zu vernichten … Die Mutter der griechischen Götter, Hera, wird von den Giganten gefangengehalten, nur sie kann sich gegen Gaia stellen. Aber diese drei jungen Halbgötter könnten Hera befreien. Ein rundum spannender Auftakt einer Serie der Jugendliteratur (Allage) im Bereich Fantasy, Abenteuerroman, mit in sich abgeschlossener Story. Spannend, witzig, macht Lust auf den nächsten Band.

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Rezension - Töchter des Todes von Ulrike Blatter

Eine gut integrierte bosnische Familie, von allen in der Kleinstadt geachtet, die Mutter eine Christin, der Vater Muslim. Aylin hat gerade ihr Abitur erreicht, Semina ist Sozialpädagogin, arbeitet in Köln in Mädchenwohngruppen. Die Eltern haben die Töchter religionsfrei erzogen. Doch plötzlich hat sich das Facebookprofilfoto von Semina verändert: Sie ist unter einem Niqab verhüllt. In arabischen Schriftzeichen steht dort: »Eines Tages werdet ihr mich verstehen.« Sie ist weggegangen. Sie ist nicht mehr erreichbar. Aber niemand in der Familie versteht es, das kann nicht sein – sie kennen doch ihre Tochter, ihre Schwester! Netzhysterie, Shitstorm eine Familie wird von der Gesellschaft geächtet, gejagt – ist sich keiner Schuld bewusst …

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